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28.04.2021 | Originalien

Laborstudie zu bakteriologischen Aspekten von Getränken und Andickungsmitteln für Dysphagiepatienten

Wachstumserhebung von Escherichia coli auf Andickungsmitteln und Getränken

Zeitschrift:
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie
Autoren:
B.Sc. Lena Schmeyers, Dr. Jana Hoffmann, M.Sc. Steffen Schulz
Wichtige Hinweise

Zusatzmaterial online

Zusätzliche Informationen sind in der Online-Version dieses Artikels (https://​doi.​org/​10.​1007/​s00391-021-01898-4) enthalten.
Die Durchführung dieser Studie erfolgte an der EUFH in Rostock

Zusammenfassung

Hintergrund

Gegenwärtig existieren in Deutschland für Dysphagiepatienten kaum Hinweise zu bakteriologischen Aspekten von Andickungsmitteln oder Getränken, die präventiv vor einer Aspirationspneumonie empfohlen werden können. Ziel dieser Studie war daher die Evaluierung der geringsten Zellzahl von E. coli auf M9-Agar-Nährmedien mit Getränken und Andickungsmitteln.

Methodik

In dem Laborexperiment wurden 1 · 107 Zellen von E. coli auf einem definierten Minimalmedium (M9-Agar-Platten) mit verschiedenen C‑Quellen aufgetragen und für 2 Tage bei 37 °C inkubiert. Die Zunahme der Zellzahl wurde mithilfe eines Fotometers bestimmt. Als C‑Quellen dienten Wasser, Bier, Orangensaft, angedicktes Bier, Andickungsmittel auf Maltodextrin-Xanthan-Basis, auf Maisstärkebasis und auf Kartoffelstärkebasis.

Ergebnisse

Auf Wasser wurde im Vergleich zu Bier, Orangensaft sowie zu allen Andickungsmitteln die geringste E. coli-Zellzahl gemessen. Es wurde eine höhere Zellzahl von E. coli auf Andickungsmitteln mit Maltodextrinbasis als auf Andickungsmitteln mit Kartoffel- und Maisstärkebasis gemessen.

Diskussion

In dem vorliegenden Laborexperiment wurden keine individuellen Risikofaktoren für die Entwicklung einer Aspirationspneumonie beim Menschen berücksichtigt. Jedoch konnten erste bakteriologische Hinweise für Dysphagiepatienten gesammelt werden. Aufgrund des hohen Wachstums von E. coli auf Maltodextrin, Hefe, Fructose und Glucose sollten diese Inhaltsstoffe mit Vorsicht von Dysphagiepatienten verwendet werden. Es ist weitere Forschung zu Andickungsmitteln und Getränken notwendig, um eine umfassende Handlungsempfehlung diesbezüglich aussprechen zu können.

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