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01.01.2016 | Originalien | Ausgabe 1/2016 Open Access

Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 1/2016

Krebsfrüherkennungsuntersuchungen im hohen Alter

Explorative „Mixed-methods“-Studie

Zeitschrift:
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie > Ausgabe 1/2016
Autoren:
Doris Dolezil, B.Sc. Annekathrin Haase, Dipl.-Psych. Kristine Jahnke, M.Sc. Dr. Jens Thonack, Dr. rer. pol. Christin Löffler, PD Dr. phil. Carsten Oliver Schmidt, MPH Prof. Dr. Jean-François Chenot
Wichtige Hinweise
Doris Dolezil und Annekathrin Haase haben zu gleichen Teilen zu dieser Publikation beigetragen.

Zusammenfassung

Hintergrund

Der Nutzen von Krebsfrüherkennungsuntersuchungen (KFU) bei älteren Menschen ist nicht gesichert. Während das Risiko einer Krebserkrankung mit dem Alter steigt, sinkt die Inanspruchnahme von KFU.

Ziel der Arbeit

Einstellungen älterer Menschen und deren Motive für oder gegen eine Teilnahme an KFU sollten festgestellt werden.

Material und Methode

Die vorliegende populationsbasierte, explorative „Mixed-methods“-Studie basiert auf einer Befragung von Bewohnern des Landkreises Vorpommern-Greifswald, die sich im Alter zwischen 69 und 89 Jahren befinden. Ausschlusskriterien waren kognitive Einschränkungen und/oder das Vorliegen von Malignomen. Mithilfe eines Fragebogens wurden Einstellungen zu verschiedenen Aussagen bezüglich KFU mit 5-stufigen Likert-Skalen erfasst. In leitfadengestützten Interviews erfolgte die Exploration der Motive.

Ergebnisse

Von 630 kontaktierten Bewohnern nahmen 120 im Durchschnittsalter von 77 Jahren [Standardabweichung (SD) ± 6 Jahre] an einer „Face-to-face“-Befragung (19 %) teil. Die Mehrheit stimmte der lebenslangen Durchführung der KFU zu. Es gaben 14 % an, dass andere gesundheitliche Probleme im höheren Alter wichtiger sind als die Teilnahme an KFU. Von den Befragten nahmen 7 % an, nicht mehr lange genug zu leben, um von einer KFU profitieren zu können. Motive für die Teilnahme an einer KFU waren Regelmäßigkeit, Pflichtgefühl, Angst und Glaube an den Nutzen. Motive für die Nichtteilnahme waren mangelndes Interesse, keine Notwendigkeit oder Angst; Nachteile wurden nicht befürchtet.

Schlussfolgerung

Ältere Menschen zeigen ein hohes Vertrauen in die KFU. Sie sollten über Nutzen und Risiken einer KFU besser aufgeklärt werden. Ihre Lebenserwartung und ihre Präferenzen sollten als Grundlage einer gemeinsamen Entscheidung für oder gegen eine KFU berücksichtigt werden.

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