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02.08.2017 | Krankenhaus | Nachrichten

Kliniken nutzen Hygienesonderprogramm

Die Hygiene in Deutschlands Kliniken soll besser werden. Ein Sonderprogramm der Krankenkassen unterstützt die Ausstattung mit Hygienepersonal und wird von den Kliniken rege genutzt.

© panthesja / Fotolia

Seit 2013 läuft das Hygienesonderprogramm der Krankenkassen. Bisher wurden insgesamt 225 Millionen Euro Fördergelder ausgezahlt. Das teilt der GKV-Spitzenverband in einem aktuellen Bericht mit. Anspruchsberechtigt sind demnach 1.522 Krankenhäuser in ganz Deutschland. Davon haben 1.275 Fördergelder abgerufen. Mit rund 154 Millionen Euro entfallen etwa zwei Drittel der Geldbeträge auf Vereinbarungen zur Beschäftigung von Hygienefachkräften, Krankenhaushygienikern und hygienebeauftragten Ärzten. In die Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen für Pflegekräfte und Ärzte sind rund 33 Millionen Euro geflossen. Weitere rund 14 Millionen Euro haben die Kliniken für die Beratung durch externe Krankenhaushygieniker und Infektiologen verwendet.

Ob die Fördergelder tatsächlich richtig verwendet wurden, könne erst durch die Jahresabschlussprüfungen der Kliniken festgestellt werden, so der GKV-Spitzenverband weiter. Für den aktuellen Bericht wurden Daten aus den Jahren 2013, 2014 und 2015 ausgewertet. Bislang liegen für etwa 41 Prozent der in diesen drei Jahren vereinbarten Fördergelder Bestätigungen vor. Außerdem haben die Krankenhäuser etwa die Hälfte der vereinbarten Stellen auch nachweislich mit Hygienefachpersonal besetzt. Weitere Bestätigungen stehen noch aus.

Insgesamt stellen die Krankenkassen bis 2023 über 460 Millionen Euro zur Verfügung. Mit diesem Geld sollen Krankenhäuser qualifiziertes Hygienepersonal einstellen, aber auch die Fort- und Weiterbildung von Pflegekräften und Ärzten in diesem Bereich sowie externe Beratungen bezahlen. Anspruch auf Fördergelder aus dem Hygienesonderprogramm haben nur jene Krankenhäuser, die die verbindlichen personellen und organisatorischen Voraussetzungen zur Verhinderung nosokomialer Infektionen bisher noch nicht erfüllen. (ne)

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