Skip to main content
main-content

15.08.2022 | Klima | Nachrichten

Medikamente bei Hitze richtig lagern

print
DRUCKEN
insite
SUCHEN

Tabletten, Gele oder medizinische Sprays sollten vor hohen Temperaturen und Sonneneinstrahlung geschützt werden. Die Verbraucherzentrale NRW gibt Tipps zur richtigen Lagerung von Medikamenten.

© VZ NRW/adpicAn heißen Tagen sollte auf eine richtige Lagerung von Medikamenten geachtet werden. 
© VZ NRW/adpic

Wenn Medikamente falsch gelagert werden, können sie ihre Wirkung verlieren. In Beipackzetteln heißt es oft: „Kühl, trocken und vor Sonnenlicht geschützt lagern.“ Aber was heißt das genau? Die Gesundheitsrechtsexpertin Sabine Wolter und die Pflegeexpertin Felizitas Bellendorf geben Tipps, damit Medikamente weiter sicher verwendet werden können und erklären, wie sich die Wirkung mancher Mittel verändern kann.

Besonders empfindliche Medizin:

  • Viele Arzneimittel vertragen Feuchtigkeit, zu hohe oder zu tiefe Temperaturen oder direkte Sonneneinstrahlung nicht.
  • Medikamente mit flüssiger oder weicher Konsistenz sind besonders empfindlich: Zäpfchen, Salben, Säfte, Cremes, Wirkstoffpflaster und Sprays.
  • Zäpfchen können sich verflüssigen und damit ihre Wirkung beeinträchtigen.
  • Cremes und Salben: Fett und Wasser bilden bei Hitze keine Einheit mehr.
  • Asthmaspray lässt sich nicht mehr so gut dosieren, oder das Aerosol entweicht schon vor der Anwendung.
  • Tabletten und Dragees: sind unempfindlicher – sollten jedoch nicht dauerhaft über 25 Grad gelagert werden.

Wann Kühlung wichtig ist:

  • Insuline müssen im Kühlschrank aufbewahrt werden.
  • Auf Reisen: Insulin unbedingt in einer Kühlbox lagern, jedoch nicht zu kalt und eisigen Frost in der Kühltasche vermeiden.
  • Empfehlung: spezielle Medikamentenkühlboxen oder -taschen.
  • Bei Unsicherheiten zur Lagerung in der Apotheke oder Arztpraxis nachfragen.

Unerwünschte Nebenwirkungen:

  • Ein vermindertes Durstgefühl und die gleichzeitige Einnahme von Entwässerungstabletten kann dazu führen, dass der Körper „austrocknet“.
  • Geringe Trinkmengen und vermehrtes Schwitzen beeinträchtigen möglicherweise die Nierenfunktion und eventuell die Wirkstoffkonzentration eines Medikaments. Deshalb kann es nötig sein, dass die Medikamenten-Dosis angepasst werden muss.
  • Antibiotika oder schmerz- und entzündungshemmende Medikamente können zu gesteigerter Lichtempfindlichkeit, höherem Sonnenbrand-Risiko und heftigen Reaktionen der Haut führen.
  • Bei blutdrucksenkenden Medikamente kann die Wirkung durch die natürliche Körperreaktion auf Hitze verstärkt werden.
  • Wichtig: genau auf den Beipackzettel achten und die Medikamenteneinnahme in der Apotheke oder Arztpraxis besprechen.

Weitere Tipps rund um Medikamente und zur richtigen Aufbewahrung unter:

Verbraucherzentrale

Bundesgesundheitsministerium

verbraucherzentrale.nrw

print
DRUCKEN