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13.11.2017 | Leitthema | Ausgabe 2/2018

Notfall +  Rettungsmedizin 2/2018

iTRAPs − Interdisziplinäre Schockraumversorgung im Kindesalter

Zeitschrift:
Notfall + Rettungsmedizin > Ausgabe 2/2018
Autoren:
Dr. M. Lehner, F. Hoffmann, B. Kammer, M. Heinrich, L. Falkenthal, M. Kurz
Wichtige Hinweise

Redaktion

T. Nicolai, München

Zusammenfassung

Hintergrund

Unfälle sind in industrialisierten Ländern eine der Haupttodesursachen von Kindern und Jugendlichen. Die Prognose von Traumapatienten ist direkt abhängig vom Zeitintervall zwischen Unfall und definitiver Versorgung in der Klinik. Neben verkürzten Bergungs- und Transportzeiten ist v. a. die primär richtige Wahl der Zielklinik von wesentlicher Bedeutung.

Ergebnisse

Die Behandlung polytraumatisierter Kinder im Schockraum erfordert eine rasche und systematische Einschätzung akut lebensbedrohlicher Verletzungen und damit ein interdisziplinäres Zusammenspiel aller Fachrichtungen der Pädiatrie. Am Dr. von Hauner’schen Kinderspital als Haus der Maximalversorgung wurde im Rahmen der interdisziplinären Arbeitsgruppe das iTRAPS-Konzept zur Versorgung schwerverletzter Kinder im Schockraum erarbeitet. Es beinhaltet die prioritätenorientierte Behandlungsabfolge einschließlich der Zuordnung zu den beteiligten Fachdisziplinen. Ziel war es, ein Schockraumkonzept für schwerverletzte Kinder einschließlich abgestufter diagnostischer und therapeutischer Handlungsanweisungen aufzustellen, aus dem gleichzeitig eine klar strukturierte Aufgabenverteilung hervorgeht. Die Phasen des iTRAPS wurden an die spezifischen Bedürfnisse in der Versorgung von schwerverletzten Kindern im Schockraum angepasst. Um eine prioritätenorientierte und strukturierte Versorgung von der Übernahme in den Schockraum bis in den OP bzw. auf die Kinderintensivstation sicherzustellen, wurde der Ablauf in 4 Phasen gegliedert, in denen eine abgestufte Diagnostik und Therapie durchgeführt wird. Zum besseren Verständnis wurden die Phasen entsprechend ihres Inhalts benannt: Phase 1: lebensrettende Sofortmaßnahmen, Phase 2: Stabilisierungsphase, Phase 3: dringliche Diagnostik/Therapie, Phase 4: Komplettierung Diagnostik/Therapie.

Schlussfolgerung

Das im Akronym iTRAPS bezeichnete Münchner Konzept soll ein Grundgerüst der Schockraumversorgung im Kindesalter darstellen. Neben der strukturiert ablaufenden Schockraumversorgung sollte die überaus positive Akzeptanz andere Kliniken ermutigen, für die eigene Klinik spezifische Kinderprotokolle zur Schockraumversorgung zu erarbeiten und vorzuhalten, um die Struktur- und Prozessqualität bei der Versorgung schwerverletzter Kinder flächendeckend zu optimieren.

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Literatur
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