Skip to main content
main-content

Tipp

Weitere Artikel dieser Ausgabe durch Wischen aufrufen

05.09.2019 | Leitthema

Inzidenz, präklinisches Management und Klassifikation schwerer Extremitätenverletzung

Zeitschrift:
Notfall + Rettungsmedizin
Autoren:
Dr. med. F. M. Bläsius, PD Dr. med. K. Horst, Univ.-Prof. Dr. med. F. Hildebrand
Wichtige Hinweise

Redaktion

T. Helfen, München
S. Huber-Wagner, München

Zusammenfassung

Hintergrund

Schwere Extremitätenverletzungen und deren Behandlung stellen für jedes Notfallteam eine große Herausforderung dar. Für die Evaluation und die Einteilung von Extremitätenverletzungen sind bereits eine Vielzahl von Klassifikationssystemen publiziert worden. Die präklinische Traumaversorgung stellt hierbei besondere Anforderungen an das eingesetzte Klassifikationssystem. Es sollte valide, schnell zu erheben und auch in der klinischen Routine der Trauma-Teams etabliert sein.

Methode

Der Beitrag ist ein Übersichtsartikel zu Management und Klassifikation schwerer Extremitätenverletzungen.

Ergebnisse und Schlussfolgerungen

Im internationalen Konsens und auch bei Einschluss eines Patienten in das TraumaRegister DGU® gilt eine Einzelverletzungsschwere nach der Abbreviated Injury Scale (AIS) ≥3 Punkte als eine schwere Verletzung. Für den präklinischen Einsatz stellen die Klassifikationen der Weichteilverletzung nach Tscherne und Oestern sowie nach Gustilo und Anderson verlässliche Klassifikationssysteme dar. Sie sind gut etabliert, einfach zu erheben und erleichtern so die Befundkommunikation im Schockraum. Begleitende Gefäßverletzungen lassen sich durch die 6 „P“ nach Pratt evaluieren. Scores für die Bewertung des Amputationsrisikos wie der Mangled Extremity Severity Score (MESS) zeigen keine hohe Spezifität und Sensitivität hinsichtlich der Notwendigkeit einer Amputation, sodass ihr Einsatz als alleiniges Entscheidungskriterium nicht generell empfohlen werden kann.

Bitte loggen Sie sich ein, um Zugang zu diesem Inhalt zu erhalten

Literatur
Über diesen Artikel