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25.10.2021 | Intensivstation | Nachrichten

Zahl der Intensivbetten im freien Fall

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Intensivmediziner warnen: Der Mangel an Pflegekräften führe dazu, dass immer mehr Intensivbetten gesperrt werden – über 4000 gingen seit Jahresbeginn verloren.

© Kay Nietfeld/dpaEin Intensivpfleger arbeitet auf der Intensivstation des Krankenhauses Bethel Berlin an einer an COVID-19 erkrankten Patientin.

Die Zahl der zur Verfügung stehenden Intensivbetten in Deutschland sinkt stetig. Darauf weist die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI).

Anfang dieses Jahres hätten die Krankenhäuser noch 26.475 betreibbare Intensivbetten gemeldet – am 20. Oktober waren es 4268 Betten weniger, nur noch 22.207. Und die Zahl von Anfang Januar sei in der Hochphase der zweiten Corona-Welle erhoben worden, als viele Pflegekräfte selbst erkrankt gewesen sind.

Das geht aus einer Umfrage der DIVI und der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin (DGIIN) unter 643 Intensivmedizinern hervor. Grund dafür sei der Mangel an Pflegepersonal. Die erhöhte Arbeitsbelastung in den vergangenen Monaten habe zu einer schlechteren Stimmung in den Belegschaften und zu Kündigungen von Stammpflegekräften geführt, sagte der frühere DIVI-Präsident Professor Uwe Janssens.

Mehr als jedes dritte Lowcare-Bett gesperrt

Gegenwärtig seien 20 Prozent der maximal betreibbaren Highcare-Betten, in denen Patienten invasiv beatmet werden könnten, sowie 35 Prozent der Lowcare-Betten auf Intensivstationen aus diesem Grund gesperrt, schreibt die DIVI.

Am Freitag wurden nach Angaben des DIVI-Intensivregisters bundesweit 1541 COVID-19-Patienten auf Intensivstationen behandelt – die Zahl ist unverändert im Vergleich zum Vortag. Allerdings hat die Zahl der invasiv beatmeten Patienten um 15 auf 861 zugenommen. Aktuell sind noch 1918 Highcare- und 775 Lowcare-Betten auf Intensivstationen frei.

Die DIVI warnt, eine schwere Herbst- und Winterwelle mit vielen COVID-19-Patienten sowie Patienten mit anderen respiratorischen Erkrankungen könnten die Intensivmedizin erneut „an und über ihre Grenzen bringen“. (fst)

Quelle: ÄrzteZeitung

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