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26.02.2018 | Infektionserreger | Nachrichten

Zahl der MRSA-Infizierten in Deutschland rückläufig

Die Zahl der in Deutschland mit dem multiresistenten Erreger MRSA infizierten Menschen ist nach Angaben von Experten seit über drei Jahren rückläufig. Mehr Probleme machen andere Keime.

Schematische Darstellung eines Biofilms mit Antibiotika-resistenten Bakterien © Kateryna_Kon / stock.adobe.comSchematische Darstellung eines Biofilms mit Antibiotika-resistenten Bakterien: Während die Zahl von MRSA-Patienten abnimmt, steigt die Zahl der Fälle von multiresistente gramnegative Erregern anscheinend an.

Nachdem die Anzahl der mit MRSA besiedelten und erkrankten Patienten von 2001 bis 2010 kontinuierlich zugenommen habe, haben nun offenbar die Gegenmaßnahmen gegriffen. Seit drei bis vier Jahren gingen die Zahlen zurück, sagte die Kölner Hygiene-Fachärztin Frauke Mattner vor Kurzem in Bochum. "Wir dürfen jetzt nicht nachlassen", sagte die Expertin am Rande eines Fachkongresses der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM).

Anders sehe es bei anderen Erregern aus. So seien multiresistente gramnegative Erreger "immer weiter in der Zunahme begriffen". Sie kämen nicht nur im Krankenhaus, sondern auch in der Umwelt und der Nahrungskette vor. Bei diesen Erregern sei es weitaus schwieriger zu erforschen, wie sie auf die Menschen übergingen. "Maßnahmen dagegen zu entwickeln, stellt eine sehr große Herausforderung dar."

Nach Angaben von Mattner tragen fünf bis zehn Prozent der Bevölkerung multiresistente Erreger verschiedener Typen in sich. Es sei noch unklar, woher genau sie kommen. Bei Trinkwasser sei man relativ sicher, dass keine Resistenzgene darin seien. Möglich sei es aber, dass Erreger etwa über Lebensmittel aus fernen Ländern in die Nahrungskette eingebracht werden.

Erst kürzlich betonte auch das Robert Koch-Institut, dass ambulante Pflegedienste sachgerecht mit multiresistenten Erregern (MRE) umgehen können müssten, damit sie Problemkeime nicht unter gefährdeten Patienten verbreiten. (dpa)

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