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02.11.2017 | Originalien | Ausgabe 5/2018

Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 5/2018

Indikatoren einer gestiegenen Demenzdiagnoserate in Hausarztpraxen

Zeitschrift:
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie > Ausgabe 5/2018
Autoren:
Bernhard Michalowsky, Prof. Dr. Karel Kostev, Wolfgang Hoffmann, Jens Bohlken

Zusammenfassung

Hintergrund

In Hausarztpraxen gab es in den Jahren 2013 und 2014 einen drastischen Anstieg der Demenzdiagnosen, der wahrscheinlich durch monetäre Anreize verursacht wurde.

Fragestellung

Welche von den Hausarztpraxen abhängigen Indikatoren sind mit dem Anstieg der Demenzdiagnosen assoziiert und damit ausschlaggebend für die Reaktionsfähigkeit der Hausarztpraxen auf die monetären Anreize?

Material und Methoden

Retrospektive, längsschnittliche Analyse von 856 Hausarztpraxen. Der Anstieg der Demenzdiagnosen wurde durch einen Vergleich der Anzahl der in 2012 und 2014 neu diagnostizierten Menschen mit Demenz (MmD) je Praxis ermittelt. Untersuchte Indikatoren der Reaktionsfähigkeit waren (1) Praxisgröße (Anzahl versorgter Patienten/Jahr), (2) Behandlungshäufigkeit von Patienten im Alter ≥70 sowie (3) die Diagnose- (Anzahl neu diagnostizierte MmD im Jahr 2012) und Therapiebereitschaft (Anzahl der Antidementivaverordnungen im Jahr 2012). Die Analyse der Assoziation zwischen Reaktionsfähigkeit und Indikatoren wurde mittels logistischer Regressionen durchgeführt.

Ergebnisse

Die Veränderungen der Diagnosezahlen in den Hausarztpraxen zwischen 2012 und 2014 waren sehr unterschiedlich. Der Inzidenzanstieg war assoziiert mit einer höheren Anzahl der in einer Praxis behandelten Patienten sowie einer höheren Anzahl an Patienten im Alter von 70 Jahren und älter.

Diskussion

Hausarztpraxen mit einer größeren Fallzahl, v. a. von älteren Patienten, zeigten eine höhere Reaktionsbereitschaft auf die gesetzten monetären Anreize, die zur Verbesserung der Versorgung von geriatrischen Patienten eingeführt wurden. Ob diese monetären Anreize auch zu einer Verbesserung der Versorgungs- und Lebensqualität der MmD führt, sollte in zukünftigen Analysen untersucht werden.

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