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25.03.2019 | Themenschwerpunkt | Ausgabe 3/2019

Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 3/2019

In welchen Wohnsettings leben ältere Menschen mit geistiger Behinderung?

Ein quantitativer Vergleich von Altersgruppen für Westfalen-Lippe

Zeitschrift:
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie > Ausgabe 3/2019
Autoren:
Dipl.-Psychologin, Dipl.-Heilpädagogin Antonia Thimm, Prof. Dr. Friedrich Dieckmann, Theresia Haßler

Zusammenfassung

Hintergrund

In Deutschland wächst die Zahl von Menschen mit geistiger Behinderung (gB) im höheren Lebensalter. Es fehlt jedoch an verlässlichen Zahlen, in welchen Wohnsettings sie leben. Ziel der vorliegenden Untersuchung ist es, am Beispiel von Westfalen-Lippe zu ermitteln, wie sich Erwachsene mit gB unterschiedlicher Altersgruppen auf die verschiedenen Wohnsettings verteilen.

Material und Methode

Statistisch analysiert wurden Verwaltungsdaten zu Erwachsenen mit gB, die Eingliederungshilfe beziehen. Daten zu dem Personenkreis in Pflegeeinrichtungen wurden mittels Telefoninterviews und schriftlichen Befragungen erhoben. Schließlich wurden Ergebnisse zu einem Gesamtüberblick für Westfalen-Lippe zusammengeführt.

Ergebnisse

In Westfalen-Lippe wohnen alte Menschen mit gB (≥65 Jahre) seltener selbstständig, bei Angehörigen oder ambulant unterstützt in der eigenen Wohnung. Sie sind häufiger als jüngere in den größeren gemeindebasierten Wohnheimen und in Komplexeinrichtungen zu finden. Ein Fünftel von ihnen lebt für vergleichsweise lange Zeit in Pflegeeinrichtungen.

Schlussfolgerung

Von der Zunahme an differenzierten Möglichkeiten des unterstützten Wohnens profitieren ältere Menschen mit gB bislang kaum. Alle Wohndienste in der Behindertenhilfe müssen sich auf veränderte Unterstützungsbedarfe im Alter einstellen. Pflegeeinrichtungen sollten nicht zu Lebensorten für das gesamte Alter mutieren.

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Literatur
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