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04.05.2016 | Originalien

Implementierung von Ohrakupunktur nach dem NADA-Protokoll bei geriatrischen Patienten mit einer depressiven Episode

Eine Machbarkeitsstudie mit gemischten Methoden

Zeitschrift:
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie
Autoren:
Janina Geib, Monika A. Rieger, Stefanie Joos, Gerhard W. Eschweiler, Florian G. Metzger
Wichtige Hinweise
Das Forschungsprojekt wurde innerhalb des Nachwuchsprogramms des Netzwerks „Versorgungsforschung Baden-Württemberg“ durchgeführt, das vom baden-württembergischen Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst und dem Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren gefördert wird.

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Zahl depressiver Patienten im höheren Lebensalter nimmt in den letzten Jahren stetig zu, weshalb neue Behandlungsmöglichkeiten und Therapieansätze zur Verbesserung der Behandlung dieser Patientengruppe dringend erforderlich sind. Ziel dieses Projektes war es, die ergänzende Anwendung von Ohrakupunktur nach dem NADA-Protokoll bei teilstationär behandelten Patienten im Hinblick auf Akzeptanz und Machbarkeit zu evaluieren.

Methoden

Zwanzig teilstationäre Patienten einer gerontopsychiatrischen Tagesklinik mit einer depressiven Störung (ICD 10: F32–F33) erhielten neben der etablierten Behandlung 3‑mal wöchentlich eine Ohrakupunktur-Sitzung für 3 Wochen. Es wurden semistrukturierte Interviews mit den Teilnehmern sowie dem therapeutischen Team geführt und qualitativ inhaltsanalytisch ausgewertet. Depressivität, Kognition, Schlafqualität und Lebensqualität wurden mittels validierter quantitativer Instrumente erhoben.

Ergebnisse

Es ergab sich eine 95 %ige Inanspruchnahme. In der qualitativen Analyse zeigten sich eine gute Annahme und hohe Akzeptanz bei allen Befragten. Bei den Patienten dominierten eine positive Erwartungshaltung und die Überzeugung, dass es sich um eine wirkungsvolle Therapieform ohne Nebenwirkungen handele, welche zur Genesung beitragen könne. Die Mehrzahl gab zudem eine Verbesserung der Beschwerden an. Die quantitative Auswertung ergab signifikante Verbesserungen bei den Zielparametern.

Diskussion

Die Akzeptanz bei Patienten und die Bereitschaft des interdisziplinären Teams, neue Wege in der Versorgung zu gehen, unterstreichen die Machbarkeit einer Implementierung innerhalb eines festen Therapiekonzepts. Die signifikanten Prä-post-Verbesserungen deuten auf einen möglichen Benefit hin und sollten in weiterführenden Wirksamkeitsstudien überprüft werden.

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Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie

Print-Titel

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Literatur
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