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29.08.2019 | Herzinsuffizienz | Nachrichten

Entlass-Pflegekraft für Herzinsuffizienz-Patienten

Am Uniklinikum Würzburg startete das Pilotprojekt Discharge Heart Failure Nurse. Eine Herzinsuffizienz-Pflegekraft managt die Entlassung und poststationäre Weiterversorgung von Herzinsuffizienz-Patienten. Das Projekt wird von der Deutschen Stiftung für chronisch Kranke mit 20.000 Euro gefördert.

Mit fast 400.000 Fällen pro Jahr ist die Herzinsuffizienz die häufigste Diagnose, die hierzulande zu Krankenhauseinweisungen führt. Die Versorgung des hochkomplexen Krankheitsbildes ist nicht nur im Klinikverlauf, sondern auch in der poststationären Phase eine der größten medizinischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Das Risiko erneut hospitalisiert zu werden oder an Komplikationen zu versterben ist trotz therapeutischer Fortschritte extrem hoch.

Umso wichtiger ist die Aufklärung des Patienten und ihrer Angehörigen über das Krankheitsbild, die Therapiemöglichkeiten und Prognose sowie eine strukturierte Betreuung nach der Entlassung. Die spezialisierte Herzinsuffizienz-Pflegkraft kümmert sich um die Patienten während des Klinikaufenthaltes und danach. Sie schult die Patienten, erklärt ihnen möglichst im Beisein der Angehörigen, wie sie welche Medikamente einnehmen sollen, sich gesund ernähren und ausreichend bewegen, ihre Risikofaktoren kontrollieren sowie Zeichen der Verschlechterung erkennen und entsprechend reagieren.


Das Deutsche Zentrum für Herzinsuffizienz Würzburg ist das erste Zentrum in Deutschland, in dem eine Weiterbildung zur Herzinsuffizienz-Pflegekraft angeboten wurde. Darüber hinaus hat das DZHI mit dem Würzburger Weg und dem Krankenhausverbund MAHIN ein entsprechendes Herzinsuffizienz-Netzwerk aus Kliniken, Fachärzten und Hausärzten initiiert. (how)