Klinikpersonal beleidigt, bespuckt und angegriffen
- 29.07.2024
- Gewalt
- Nachrichten
In einer Berliner Notaufnahme ist es erneut zu einem Angriff auf Klinikpersonal gekommen. Eine Pflegerin wurde rassistisch beleidigt.
Notaufnahme eines Krankenhauses: Immer wieder kommt es hier zu Übergriffen auf Beschäftigte.
© (Symbolbild) upixa / stock.adobe.com
Notaufnahmen gelten als Hotspots für Übergriffe auf Krankenhausbeschäftigte. Ein neuer Fall ereignete sich in Berlin. So soll in Nacht auf Montag ein Patient in der Notaufnahme eines Berliner Krankenhauses mehrere Krankenhausangestellte beleidigt und angegriffen haben. Das teilte die Polizei Berlin mit.
Demnach war der 25-jährige Patient verärgert über die von ihm als zu lang empfundene Wartezeit. Als ihn eine Pflegerin wegen eines Notfalls um Geduld bat, soll er die 29-Jährige beschimpft und rassistisch beleidigt haben, heißt es weiter.
Danach sei der 25-Jährige in den Tresenbereich der Rettungsstelle eingedrungen, um seine Versichertenkarte zurückzuholen. Dabei kam es laut Polizeiangaben zu einem Gerangel mit zwei weiteren Krankenhausangestellten. Diese habe der Mann beleidigt, bespuckt sowie durch Schläge, Tritte, Kratzen und Kneifen leicht verletzt.
Schließlich sei es dem Personal gelungen, den Patienten aus der Notaufnahme zu schieben. Die eintreffenden Polizeieinsatzkräfte konnten ihn nicht mehr im Umfeld der Klinik aufgreifen. Der Staatsschutz habe die weiteren Ermittlungen übernommen.
In Notaufnahmen kommt es gehäuft zu Übergriffen auf Krankenhausmitarbeiter. Erst in der Silvesternacht sorgte ein Fall in Berlin bundesweit für Schlagzeilen. Wie der rbb berichtet, haben Gewalttaten in Berliner Krankenhäusern deutlich zugenommen. Für 2023 habe das Landeskriminalamt 802 „Rohheitsdelikte“ erfasst. Gegenüber dem Jahr 2019 sei dies eine Zunahme von 50 Prozent. (ne)