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01.08.2014 | Beiträge zum Themenschwerpunkt | Ausgabe 6/2014

Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 6/2014

Gesundheitsschutz bei Hitzewellen

Europäische Empfehlungen und hessische Erfahrungen

Zeitschrift:
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie > Ausgabe 6/2014
Autoren:
Prof. Dr. H.A. Grewe, S. Heckenhahn, B. Blättner

Zusammenfassung

Hintergrund

Im Zuge des globalen Klimawandels sind zukünftig häufiger Hitzeextreme zu erwarten. Als Prävention für gesundheitliche Folgen dienen Hitzeaktionspläne.

Ziel

Die vorliegende Arbeit entwickelt ein Konzept für einen hessischen Hitzeaktionsplan.

Material und Methoden

In 34 Experteninterviews wurde das bestehende Warnsystem evaluiert. Hitzeaktionspläne von 8 europäischen Ländern wurden analysiert und Empfehlungen für einen hessischen Hitzeaktionsplan abgeleitet.

Ergebnisse

In Hessen werden lediglich in Heimen präventive Maßnahmen verlässlich umgesetzt. Andere Versorgungsbereiche reagieren nach individuellen Kriterien.
Alle untersuchten Hitzeaktionspläne enthalten ein Warnsystem, Maßnahmenkataloge, Regelungen der Zuständigkeiten und der Risikokommunikation. Die Verantwortung für die Umsetzung liegt bei den Kommunen. Einige Pläne umfassen koordinierte Verlaufsbeobachtungen des Sterbe- oder Krankheitsgeschehens.
In einem landesweiten Hitzeaktionsplan sollten Handlungsaufträge konkretisiert und lokal an spezifische Bedarfe angepasst werden. Der ambulante ärztliche Versorgungsbereich nimmt eine Schlüsselstellung im Zugang zur vulnerablen Gruppe der älteren Menschen ein.

Diskussion

Ein Hitzeaktionsplan bietet Chancen für wirksame Prävention, wenn Zuständigkeiten verbindlich geregelt und überprüft werden, begleitet von einem Monitoring des Krankheits- bzw. Sterbegeschehens. Eine Prävention innerhalb der deutschen Gesundheitsversorgungsstrukturen wird nur mit einer verbindlichen Beteiligung der ambulanten ärztlichen Versorgung vulnerable Gruppen erreicht.

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Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie

Print-Titel

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Literatur
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