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01.02.2014 | originalarbeit | Ausgabe 1-2/2014

ProCare 1-2/2014

Gesundheitsförderung an Schulen für Pflegeberufe

Interventionsstudie an der Bamberger Akademie für Gesundheitsberufe/am Bamberger Bildungszentrum für Altenhilfe

Zeitschrift:
ProCare > Ausgabe 1-2/2014
Autoren:
Matthias Drossel, Kathleen Hirsch

Zusammenfassung

Hintergrund: Dem durch die demografische Entwicklung entstehenden Mehrbedarf an professionell Pflegenden stehen sinkende Bewerberzahlen gegenüber. Zudem können Pflegekräfte ihren Beruf durch die hohen physischen und psychischen Belastungen im Arbeitsalltag nicht bis zum Eintritt ins Rentenalter ausüben. Somit ist es wichtig, Auszubildende für diesen Beruf zu gewinnen und diese u. a. durch gesundheitsfördernde Maßnahmen gesund zu erhalten, damit sie langfristig den Beruf ausüben können.
Zielstellung: An der Bamberger Akademie für Gesundheitsberufe BAfG) und dem Bamberger Bildungszentrum für Altenhilfe (BZfA) soll Gesundheitsförderung verstärkt in den Lehrplan implementiert werden. Die Ergebnisse dieser Erhebung dienen u. a. als Grundlage, die Lehrplaninhalte auf die Bedürfnisse der Auszubildenden anzupassen.
Methode: Eine Interventionsstudie an den Berufsfachschulen der BAfG ermöglichte 218 Auszubildenden Angebote der Gesundheitsförderung für 90 min/Woche während der theoretischen Schulphase wahrzunehmen. Vor dem Beginn der Maßnahmen zur Gesundheitsförderung wurde ein Fragebogen verteilt. Dieser erhob den aktuellen Gesundheitszustand der Auszubildenden, gesundheitsschädigende Verhaltensweisen sowie Wünsche und Erwartungen der Auszubildenden an das Angebot.
Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigen, dass regelmäßige Angebote in den Bereichen Ernährung, körperliche Aktivität und Stressbewältigung schon nach 3 Monaten zu einem positiven Effekt bezüglich Wohlbefinden, sportlicher Aktivität und Minderung körperlicher Leiden führen. Positive gesundheitsfördernde Verhaltensweisen treten vermehrt auf, und gesundheitsschädigendes Verhalten wird reduziert.
Schlussfolgerung: Die Auswertung belegt, dass das subjektive Gesundheitsempfinden positiv beeinflusst, gesundheitsförderndes Verhalten vermehrt und gesundheitsschädigende Verhaltensweisen verringert werden konnten.

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