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2019 | OriginalPaper | Buchkapitel

19. Gesellschaftliche Konstruktion von Gesundheit und Krankheit

verfasst von : Bettina Schmidt

Erschienen in: Gesundheitswissenschaften

Verlag: Springer Berlin Heidelberg

Zusammenfassung

Seit Jahren wird die Bevölkerung zu mehr persönlichem Gesundheitsengagement angeregt. Das hat v. a. in den hohen Soziallagen zu einer Intensivierung des Gesundheitsverhaltens geführt, wobei dort offenbar nicht nur funktional-nützliche, sondern auch soziale Motive das Gesundheitsengagement befördern. Gutes Gesundheitsverhalten ist Bestandteil des kulturellen Kapitals, das nicht nur Gesundheit, sondern auch soziale Distinktion ermöglicht. Der eigene gute Gesundheitszustand beglaubigt, dass man nicht nur fit und leistungsfähig ist, sondern auch selbstdiszipliniert, eigenverantwortlich und vernünftig handelt. Wer dem persönlichen Gesundheitsauftrag nicht nachkommt, gilt als Risikoträger für Krankheit und Kostenproduktion und u. U. als Versager, dem es an Selbstverantwortung und -kontrolle mangelt. Die Gefahr gesundheitsbezogener Stigmatisierungen kollidiert mit der inklusiven Gesellschaft, die allen Menschen ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen will, nicht nur jenen, die den dominierenden Gesundheitsregeln genügen.
Literatur
Zurück zum Zitat Abraham A (2016) Ist das (noch) gesund? Der Körper als Objekt und Medium der Identitätsgewinnung. Impul zur Gesundheitsför 92:13–14 Abraham A (2016) Ist das (noch) gesund? Der Körper als Objekt und Medium der Identitätsgewinnung. Impul zur Gesundheitsför 92:13–14
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Metadaten
Titel
Gesellschaftliche Konstruktion von Gesundheit und Krankheit
verfasst von
Bettina Schmidt
Copyright-Jahr
2019
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-58314-2_21