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Gesundheitspolitik Fachverbände unterstützen Forderung nach „Nationalen Aktionsplan Frauengesundheit“

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Die Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Deutschen Bundestag, Dr. Tanja Machalet (SPD), setzt einen Schwerpunkt auf Frauengesundheit. Sie spricht sich für einen Nationalen Aktionsplan aus. Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) sowie der Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte (BVF) begrüßen die Forderung.

Als klaren politischen Akzent in der Arbeit des Gesundheitsausschusses benennt die Vorsitzende Tanja Machalet das Thema Frauengesundheit. Im Gespräch mit dem Deutschen Ärzteblatt wirbt sie konkret für einen „Nationalen Aktionsplan Frauengesundheit“. Die Ausschussvorsitzende kritisiert unter anderem die ineffizienten Strukturen im Gesundheitssystem und spricht sich für eine Beschleunigung der Digitalisierung aus.

Bereits beim Parlamentarischen Abend der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe im Dezember war Machalet zu Gast. Auf der Veranstaltung wurden im Dialog mit der Politik Fachempfehlungen für die Verbesserung der Frauenheilkunde in Deutschland für Klinik und Praxis präsentiert. Aus Sicht der Fachverbände ist ein solcher Aktionsplan ein notwendiger Schritt, um Frauengesundheit systematisch in Versorgung und Forschung zu stärken: „Da sich Frauen- und Männerkörper in Symptomen, Krankheitsverläufen und Therapien unterscheiden, muss Frauengesundheit in Versorgung und Forschung systematisch verankert werden“, so der zweite Vorsitzende des BVF Markus Haist. Ein Nationaler Aktionsplan Frauengesundheit sei dafür ein "längst überfälliger Schritt".

Die DGGG sieht in dem fortgeführten Dialog mit der Politik eine zentrale Voraussetzung, um konkrete Verbesserungen für die Frauenheilkunde und die Geburtshilfe in Deutschland zu erreichen. „Wir danken Tanja Machalet, dass sie sich mit so viel Nachdruck für einen Aktionsplan für Frauengesundheit in Deutschland einsetzt“, so DGGG-Präsident Prof. Gert Naumann.

Geburtshilfe als Teil der Frauengesundheit

Im Zentrum der Diskussion standen auch Fragen der Geburtshilfe. Die DGGG betonte die Notwendigkeit einer Neustrukturierung mit einem besonderen Fokus auf Sicherheit und Facharztverfügbarkeit. Ziel sei es, tragfähige Rahmenbedingungen für eine verlässliche Versorgung rund um Schwangerschaft und Geburt zu schaffen. In diesem Zusammenhang wurde die Geburtshilfe als wesentlicher Bestandteil einer umfassenden Frauengesundheit hervorgehoben.

Gemeinsam mit weiteren Fachverbänden benannte die DGGG eine Reihe gesundheitspolitischer Herausforderungen. Dazu zählen unter anderem die nachhaltige Sicherung der ambulanten fachärztlichen Versorgung, adäquate Strukturen für ambulante Operationen sowie eine bessere Integration gynäkologischer Krebserkrankungen in das Krankenhausstrukturgesetz. Auch der Ausbau präventiver Angebote und die Förderung von Gesundheitskompetenz wurden als relevante Handlungsfelder genannt.

dggg.de

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Bildnachweise
Weibliches Geschlechtszeichen/© Liudmila Chernetska / Getty Images / iStock