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01.05.2015 | Ausgabe 4/2015

ProCare 4/2015

freizeit & leben

Zeitschrift:
ProCare > Ausgabe 4/2015
Die humorvolle Sicht auf sein Umfeld hat den Deutschen Graphiker A. Paul Weber (1893 — 1980) zu einem umfangreichen satirischen Werk angeregt. Zeigt vor allem das Frühwerk in Inhalt und Form Anklänge an die großen humoristischen Zeichner wie Wilhelm Busch, so schlägt das Schaffen Webers später mehr und mehr den Weg der großen zeitkritischen und satirischen Graphiker wie Francisco Goya und Honoré Daumier ein. Er selbst behandelte seine Graphiken mehr als Botschaften denn als Kunstwerke. Seine Abneigung gegen die Spielregeln des Kunstmarktes, die er mit unlimitierten Auflagen, manchmal auch mit der Verweigerung seiner Signatur verhöhnte, sein Engagement für die Kleinen und Schwachen, trug dazu bei, Weber in der etablierten Kunstszene als suspekt erscheinen zu lassen. Tierbilder, Gesellschaftskritik, Widerstand, Narren, Kunst- und Kunstbetrieb und auch schon Umweltzerstörung und Tod und schließlich die Medizin sind Themenkreise, zu denen Weber seine oft bissigen künstlerischen Kommentare abgegeben hat. ...

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