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Frailty-Diagnose als Ausgangspunkt einer Trainingsintervention

  • 23.09.2022
  • Themenschwerpunkt
Erschienen in:

Zusammenfassung

Durch das Konzept von Frailty wird eine ältere Risikopopulation beschrieben, die eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für das Auftreten negativer Gesundheitsereignisse aufweist. Aus gesellschaftlicher und auch aus individueller Sicht erscheint es erstrebenswert, die Prognose dieser Menschen durch gezielte Interventionen zu verbessern. Zwischenzeitlich liegt eine Reihe von systematischen Übersichtsarbeiten und Metaanalysen vor, die ganz unterschiedliche Interventionen vergleichen. Diese Arbeiten kommen zu dem Schluss, dass Trainingsinterventionen die besten Effekte erzielen. Gruppenangebote scheinen effektiver zu sein als Trainingsprogramme, die (teilweise) im häuslichen Setting absolviert werden. Das „case finding“ für solche Interventionen sollte mithilfe von Frailty-Instrumenten erfolgen, die auf Kraft, Ausdauer und/oder körperliche Aktivität fokussiert. Hier eignen sich insbesondere die Frailty-Kriterien nach Fried oder aber das Gehtempo und die Short Physical Performance Battery (SPPB). Ein flächendeckendes Angebot entsprechender Trainingsgruppen erscheint aus geriatrischer Sicht dringend erforderlich. Die Umsetzung erfordert jedoch einen deutlichen Ausbau bestehender Strukturen und neue Wege, um ältere Menschen mit Frailty zu erreichen.
Titel
Frailty-Diagnose als Ausgangspunkt einer Trainingsintervention
Verfasst von
Prof. Dr. Petra Benzinger
Kilian Rapp
Jürgen Bauer
Publikationsdatum
23.09.2022
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie / Ausgabe 8/2022
Print ISSN: 0948-6704
Elektronische ISSN: 1435-1269
DOI
https://doi.org/10.1007/s00391-022-02113-8
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