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2016 | Fachwissen Pflege | Buch

Pflegewissen Intermediate Care

Für die Weiterbildung und die Praxis

herausgegeben von: Jutta Busch, Birgit Trierweiler-Hauke

Verlag: Springer Berlin Heidelberg

Buchreihe : Fachwissen Pflege

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Über dieses Buch

Professionelles Wissen konkret für die Praxis!
Dieses Fachbuch bietet Pflegenden aus dem Bereich Intermediate Care kompaktes Grundlagenwissen und zeigt anhand zahlreicher Beispiele die erfolgreiche Umsetzung im täglichen Arbeitsablauf.Durch die ausführliche Darstellung von konkreten Fällen aus unterschiedlichen Fachdisziplinen werden die pflegerischen Aufgaben und besonderen Herausforderungen auf der IMC − Station erläutert. Profitieren Sie vom Erfahrungsschatz der Autoren und lesen Sie zusätzlich zahlreiche Tipps und Anregungen für die gelungene Anleitung neuer Mitarbeiter. Die übersichtliche inhaltliche Struktur ermöglicht Ihnen einen schnellen Zugang zu den wichtigen Informationen und erleichtert den Einstieg in diesen anspruchsvollen Aufgabenbereich.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Wissen für die IMC-Pflege

Frontmatter
1. Einleitung
Zusammenfassung
Das einleitende Kapitel gibt einen Überblick über Zielsetzung und Aufbau dieses Buches, das in drei Sektionen gegliedert ist: 1. Grundlagenwissen für die IMC-Pflege, 2. Lernen an Fallbeispielen aus der Praxis und 3. Organisation, Konzepte und Weiterbildung für den IMC-Bereich. Da als Zielgruppe Pflegende auf IMC-Stationen, neue Mitarbeiter und Weiterbildungsteilnehmer ebenso angesprochen werden wie Praxisanleiter und Lehrende, bietet die Einführung auch eine Reihe von Hinweisen und Tipps zum Lernen und Lehren.
J. Busch, B. Trierweiler-Hauke
2. Überwachung und Monitoring
Zusammenfassung
In diesem Kapitel soll ein Überblick über verschiedene Maßnahmen und Möglichkeiten des apparativen und klinischen Monitorings gegeben werden. Bei der Betreuung von Patienten auf der Intermediate-Care-Station kommt der Überwachung eine zentrale Rolle zu. Das apparative Monitoring ist hierbei unentbehrlich. In Bezug auf eine ganzheitliche Betreuung müssen die apparativen Überwachungsmöglichkeiten aber durch klinische Krankenbeobachtung ergänzt und in Zusammenhang gebracht werden. Anhand dieser Informationen kann dann eine individuelle Therapie und Pflege geplant werden. Die Sinne Sehen, Fühlen, Hören, und Riechen kommen hierbei gezielt zum Einsatz und ergänzen die apparativ ermittelten Parameter. Die Überwachung soll zielgerichtet und geplant erfolgen, um Störungen frühzeitig erkennen zu können. Auch sollten die Maßnahmen der Überwachung den Patienten so wenig wie möglich einschränken.
A. Motzkus
3. Unterstützung und Förderung der Atmung
Zusammenfassung
Funktionsstörungen der Atmung sind bei IMC-Patienten häufig und werden als ein Kernelement pflegerischer Interventionen in diesem Bereich angesehen. Ziel dieses Kapitels ist es, die Komplexität der atemtherapeutischen Interventionsmöglichkeiten zu erläutern und dabei auch die theoretischen Zusammenhänge von pathophysiologischen Phänomenen zu erörtern, damit der Pflegebedarf von respiratorisch insuffizienten IMC-Patienten abgeleitet und geplant werden kann. An einem Patientenbeispiel wird abschließend die nichtinvasive Beatmung veranschaulicht sowie die Interpretation von Blutgasanalysen (BGA) erläutert.
J. Wohlgehagen, J. Busch
4. Akut- und Grenzsituationen
Zusammenfassung
Bei der Betreuung von Patienten auf einer Intermediate-Care-Station werden wir häufig mit Akutsituationen konfrontiert, die für den Patienten mit einer lebensbedrohlichen vitalen Gefährdung einhergehen. Im ersten Teil dieses Kapitels werden neben allgemeinen Handlungsstrategien in Akutsituationen die Atemwegssicherung, die kardiopulmonale Reanimation und die relevantesten Krankheitsbilder in Bezug auf die Herz-Kreislauf-Funktion und den Stoffwechsel, die eine solche akute Situation hervorrufen, dargestellt und Handlungsstrategien aufgezeigt. Akutsituationen führen jedoch auch immer zu Grenzerfahrungen und werden von Patienten und deren Angehörigen häufig als existenzielle Bedrohung wahrgenommen. Des Weiteren müssen wir uns in kritischen Grenzsituationen auch mit dem Thema Tod und Sterben auseinandersetzen. Diese Aspekte werden in einem zweiten Teil aufgezeigt.
D. Wengert
5. Schmerzmanagement auf einer IMC-Station
Zusammenfassung
Schmerzen spielen im intensivmedizinischen Alltag nicht nur im Hinblick auf Morbidität und Mortalität eine große Rolle. Das Schmerzmanagement ist außerdem ein wichtiges Qualitätsmerkmal einer Klinik. Dieses Kapitel befasst sich mit der Problematik der Schmerzbehandlung unter den besonderen Herausforderungen auf einer IMC-Station. Die Patienten hier sind häufig multimorbide. Hinzu kommen perioperative Problemstellungen wie Kreislaufinstabilität, relativer Volumenmangel, Obstipation usw. Dabei spielen nicht nur die Folgen von Schmerz auf den Organismus und damit auf die Salutogenese eine Rolle, sondern auch die Wirkung der einzelnen Schmerzmittel auf diese Patientengruppe. Dieser Herausforderung muss mit einem hohen Maß an Kompetenz und Empathie begegnet werden. Dieses Kapitel soll Ihnen einen Leitfaden an die Hand geben, um im Alltag leichter durch das Gewirr an Möglichkeiten zur Schmerzerfassung und Behandlung navigieren zu können.
C. Löwe
6. Ernährung
Zusammenfassung
„Keep the gut working. It will make the difference%21“ Ein kämpferischer Satz aus dem angloamerikanischen Raum, der den Prozess des Umdenkens im Bereich der Ernährung von kritisch kranken Patienten beschreibt. Die Bedeutung der Magen-Darm-Funktion erfährt – so wie die Frage nach der adäquaten Ernährung insgesamt – starke Beachtung. Dieses Kapitel liefert einen Einblick in die Grundlagen der Ernährungstherapie als interprofessionelle Aufgabe.
T. Thorhauer
7. Wahrnehmungsstörungen
Zusammenfassung
In diesem Kapitel werden Wahrnehmung sowie Wirklichkeits- und Wahrnehmungsstörungen behandelt. Hierbei werden Veränderungen der Wahrnehmung im Alter und durch Medikamente vorgestellt. Eine besondere Bedeutung kommt dabei dem Delir und dessen Erkennen und Behandeln zu. Besonders relevant sind hier die pflegerischen Interventionen zur Prävention des Delirs.
P. Nydahl
8. Hygiene auf der IMC-Station
Zusammenfassung
Im Kapitel Hygiene auf der IMC-Station wird dargelegt, dass die Einhaltung von Hygienemaßnahmen nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu den Basismaßnahmen einer jeden IMC-Station gehört. Neben den Standard-Hygienemaßnahmen einer IMC-Station werden die besonderen Aspekte der hygienischen Körperpflege beschrieben. Die erforderlichen Interventionen zur Vermeidung von Katheterinfektionen werden begründet. Die Vorbereitung, Anlage und Pflege der Katheter werden detailliert dargestellt, sodass jeder Lernende dies als Handlungsanweisung verwenden kann und dem Erfahrenen eine Detailprüfung ermöglicht wird. Wichtige Aspekte der Wund-, Drainagen- und Stomapflege werden besprochen und eine Kurzübersicht zur Pflege von Patienten mit MRE gegeben.
B. Trierweiler-Hauke
9. Mobilitätsförderung
Zusammenfassung
In diesem Kapitel wird aufgezeigt, dass Bewegungsförderung und die Umsetzung der Sofort- und Frühmobilisation zur schnelleren Rekonvaleszenz des Patienten beiträgt und Komplikationen verhindert. Eine Zielformulierung, die sich an alle Akteure im therapeutischen Team wendet und ein Mobilisationskonzept, das Vorbereitung, Durchführung und Nachbetreuung des Patienten erläutert, sind notwendig, um Mobilisation im Stationsalltag mit höchster Priorität durchzuführen. Widerstände seitens der Patienten und Pflegenden werden dargelegt und einfache und schnell in die Pflegetätigkeit zu integrierende Maßnahmen und Hilfsmittel aufgezeigt. Der Beitrag von Pflegenden für eine gelingende Mobilisation wird beleuchtet.
B. Trierweiler-Hauke
10. Schnittstellen der IMC-Versorgung
Zusammenfassung
Dieses Kapitel betrachtet die Schnittstellenproblematik zwischen den Versorgungseinrichtungen (ICU – IMC – periphere Station – nachversorgende Einrichtungen), die im Versorgungsverlauf der Patienten auftreten. Die Verlegung der Patienten zwischen Intensivstation und IMC-Einheit, die Informationsweitergabe zwischen Pflegenden und die frühzeitige Planung der weiterführenden Versorgung nach dem IMC-Aufenthalt stehen im Fokus. In den Abschnitten zu innerklinischem Transport, Übergabe und Entlassungsmanagement geht es besonders um die Frage, wie die möglichst lückenlose und sichere Betreuung von kritisch kranken Patienten gewährleistet werden kann.
D. Heinze, A. Korinth
11. Kommunikation auf einer IMC-Station
Zusammenfassung
Kommunikation ist von zentraler Bedeutung in der Beziehungsgestaltung zu Patienten und Angehörigen, aber auch in der Teamzusammenarbeit und im Umgang mit anderen Berufsgruppen. In diesem Kapitel werden wichtige theoretische Grundlagen der Kommunikation dargestellt und an Beispielen erläutert. Ebenso wird die Situation der Patienten und der Angehörigen auf einer IMC-Station beleuchtet, um so die Kommunikation gestalten zu können. Ein Schwerpunkt ist die zielführende Kommunikation in Belastungssituationen. Hier werden Instrumente wie die Kollegiale Fallberatung, die Supervision und die ethischen Fallbesprechungen vorgestellt. Sie finden eine Anleitung, wie Sie diese Elemente in Ihren Arbeitsalltag integrieren können.
A. König

Lernen an Fallbeispielen aus der Praxis

Frontmatter
12. Fallbeispiel Sepsis
Zusammenfassung
Die Sterblichkeit der schweren Sepsis und des septischen Schocks ist unverändert hoch. So sterben in deutschen Krankenhäusern nach einer Erhebung des Kompetenznetzwerks Sepsis (SepNet) immer noch 55,2% an den Folgen der schweren Sepsis und des septischen Schocks. Der fulminante Krankheitsverlauf septischer Patienten katapultiert den Patienten von jetzt auf nachher in eine lebensbedrohliche Situation und konfrontiert die Familie und Freunde innerhalb kürzester Zeit mit der Endlichkeit des Lebens. Die Früherkennung und die Diagnose der Sepsis ist eine große Herausforderung, da es derzeit keinen Parameter gibt, der allein zur Diagnose der Sepsis führt. In diesem Kapitel werden sowohl die Früherkennungsparameter, die Präventionsmöglichkeiten, die Diagnose als auch die Behandlung der Sepsis im Rahmen eines IMC-Aufenthaltes aufgezeigt. Pflegerische Herausforderungen und Überwachungsschwerpunkte werden anhand eines Fallbeispiels vertieft.
B. Trierweiler-Hauke
13. Fallbeispiel Kardiologie – Herzinsuffizienz
Zusammenfassung
Die Herzinsuffizienz stellt eine der häufigsten internistischen Erkrankungen dar. Trotz großer Fortschritte in der Therapie der chronischen Herzinsuffizienz ist die Prognose immer noch schlecht. Die Herzinsuffizienz betrifft nicht nur Ältere, sondern auch Patienten in jüngerem Alter, welche berufstätig sind und deren Lebensplanung von einer gelingenden Therapie abhängig ist. Oft bleibt dann nur noch die Herztransplantation. Dieses Kapitel beschreibt in einem Fallbeispiel einen Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz nach Infarkt mit akutem Lungenödem. Im ersten Teil werden die medizinischen Grundlagen zum Krankheitsbild erklärt. Weiterhin werden die medikamentöse Therapie erläutert sowie die Herzunterstützungssysteme benannt. Im Hauptteil liegt der Schwerpunkt auf der Therapie des Lungenödems und den pflegerischen Schwerpunkten, die sich daraus ergeben. Die Patientenedukation und das Einbeziehen der Angehörigen sind von hoher Wichtigkeit, um den Patienten ein Höchstmaß an Autonomie und selbstständiger Lebensführung zu ermöglichen.
A. Noll
14. Fallbeispiel Kardiochirurgie – Aortenaneurysma
Zusammenfassung
In diesem Fallbeispiel werden grundlegende medizinische Aspekte zum Krankheitsbild Aortenaneurysma dargelegt und fallbezogen die Pflege und Überwachung einer Thorax- und einer Liquordrainage sowie das Vermeiden von Blutdruckschwankungen und Schmerzen als vorrangige Pflegeprobleme herausgearbeitet. Die Pflege dieses Patienten erfordert eine sorgfältige Beobachtung, da verbunden mit den Drainagen gravierende Risiken wie eine Paraplegie/-parese oder ein Pneumothorax drohen. Neben den exemplarisch dargelegten Pflege- und Überwachungsschwerpunkten gilt abschließend ein besonderes Augenmerk der Frage, wie der Patient den kritischen Verlauf der Verlegungssituation auf die IMC-Station erlebt.
B. Meier
15. Fallbeispiel Neurologie – Myasthenia gravis
Zusammenfassung
Die Myasthenia gravis ist eine Autoimmunerkrankung mit Autoantikörper gegen Strukturen der postsynaptischen Membran im Bereich der neuromuskulären Endplatte. Leitsymptom der Myasthenia gravis ist eine abnorme Ermüdbarkeit der Willkürmuskulatur, die sich unter Belastung einstellt oder rasch zunehmen kann. Die Therapie setzt sich aus Immunsuppression und Cholinesterasehemmern zusammen. Ein Schwerpunkt der Pflege von Menschen mit Myasthenia gravis besteht in der differenzierten Beurteilung der Symptome. Ist die Atemmuskulatur mitbetroffen, droht ein Ventilationsversagen. Bei Mitbeteiligung der Muskeln zum Schlucken droht die Aspiration von Speisen und Getränken. Myasthenia gravis ist als Erkrankung – auch als Nebenerkrankung – tückisch. Es gibt eine Vielzahl von Selbstverständlichkeiten im IMC-Bereich, die für Patienten mit Myasthenia gravis nicht gelten. So sind z. B. viele gängige Medikamente kontraindiziert. Fördern durch Fordern gilt bei Patienten mit Myasthenia gravis zunächst nicht, sondern führt rasch zur Überforderung und einer Zunahme der Symptome.
I. Meyer
16. Fallbeispiel Stroke Unit – Schlaganfall
Zusammenfassung
In diesem Fallbeispiel werden grundlegende medizinische Aspekte zum Krankheitsbild Schlaganfall dargelegt und fallbezogen mehrere Pflegeprobleme und -aufgaben herausgearbeitet. Die prophylaktische Pflege, Kommunikation und Ressourcenförderung in dieser Patientensituation ist dabei untrennbar mit der Beobachtung und dem Monitoring verknüpft. Neben den exemplarisch dargelegten Pflege- und Überwachungsschwerpunkten gilt abschließend ein besonderes Augenmerk der Frage, wie die Patientin ihre Situation nach dem akuten Auftreten des Schlaganfalls und den weiteren Verlauf auf der Stroke Unit erlebt.
N. Moritz
17. Fallbeispiel Viszeralchirurgie – Pankreasresektion
Zusammenfassung
Das Pankreaskarzinom ist nach dem Dickdarm- und Magenkarzinom der dritthäufigste gastrointestinale Tumor. Dieses Kapitel beschreibt in einem Fallbeispiel einen 55-jährigen Mann, der an einem Pankreaskopftumor erkrankt und anschließend eine Operation nach Whipple erhält. Die Anatomie und Funktion der Bauchspeicheldrüse werden im ersten Teil dieses Kapitels erklärt, ebenso wie die Ursachen, Symptome und die diagnostischen Maßnahmen dieser Erkrankung. Im Hauptteil werden die pflegerischen Schwerpunkte nach einer Pankreaslinksresektion beschrieben, die nicht nur die postoperative Überwachung, sondern auch frühe operativ bedingte Probleme umfassen. Den Schwerpunkt bildet die Früherkennung einer Magen-Darm-Atonie und die daraus folgende Aspirationsprophylaxe. Erste Warnzeichen, Pflegeinterventionen und die daraus folgenden Maßnahmen werden bildlich dargestellt. Am Schluss wird die Nahrungsaufnahme mit Unterstützung von Enzympräparaten erklärt und wie Patienten nach einer Krebserkrankung in einer Selbsthilfegruppe Mut und Zuversicht schöpfen.
M. Wüsten
18. Fallbeispiel Pulmologie – COPD
Zusammenfassung
Anhand dieses Fallbeispiels werden grundlegende medizinische Aspekte zum Krankheitsbild der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung dargelegt. Es werden fallbezogen die vorrangigen Pflege- und Überwachungsschwerpunkte bei einem Patienten im weit fortgeschritten Stadium der Krankheit aufgezeigt. Eine besondere Bedeutung hat zudem die Frage, wie dieser vital bedrohte Patient seine Situation erlebt und welche Rolle der Wille der Patienten im Rahmen der Behandlung auf der IMC-Station hat.
J. Busch
19. Fallbeispiel Transplantation – Lebertransplantation
Zusammenfassung
Im Jahr 2014 wurden in Deutschland 937 Lebertransplantationen durchgeführt, 879 davon nach postmortaler Organspende und 58 durch eine Lebendspende. Gleichzeitig wurden 2014 auch 1336 Patienten neu zur Lebertransplantation gemeldet. Aufgrund der Schwere der ursächlichen Erkrankung und der Operation mit all ihren Komplikationen ist es nicht selten, dass ein solcher Patient der Überwachung und Pflege einer Intermediate Care oder gar Intensivstation bedarf. Daher beschäftigt sich dieses Kapitel umfassend mit allen Aspekten der Lebertransplantation. Dazu zählen die Allokation und die Durchführung der Lebertransplantation genauso wie die möglichen Komplikationen und deren Behandlung. Die Arbeit der Pflegenden zielt auf die Stabilisierung der Organfunktion, die Behandlung begleitender Organdysfunktionen, die adäquate Induktion der Immunsuppression und die möglichst frühe Wiederherstellung der Eigenständigkeit des Transplantierten ab. Bei der intensivmedizinischen Betreuung bereits transplantierter Patienten steht aber auch die Erhaltung der Funktion des Transplantats, die Steuerung der immunsuppressiven Medikation und die Therapie der Begleiterkrankungen im Mittelpunkt.
K. Siegel
20. Fallbeispiel Neurochirurgie – Hirndruck
Zusammenfassung
Dieses Kapitel stellt exemplarisch am Krankheitsbild eines Hydrozephalus die medizinischen Grundlagen des erhöhten intrakraniellen Drucks (ICP), Besonderheiten zu möglichen Folgen und eine entsprechende Therapie vor. Anhand eines Fallbeispiels werden sehr praxisorientiert die wesentlichen Ziele pflegerischer Interventionen zur Therapie sowie Überwachungsschwerpunkte des erhöhten ICP erläutert. In der Pflege von neurologischen und neurochirurgischen Patienten haben eine genaue Patientenbeobachtung und eine schnelle Reaktion auf Veränderungen höchste Priorität. Eine regelmäßige Kontrolle von Vigilanz, Koordination, Motorik sowie der Pupillen ist bei solchen Patienten obligat. Die Therapie richtet sich nach der Ursache und den Möglichkeiten, Platz für das intrakranielle Gewebe zu schaffen. Für die Betreuung von Patienten mit möglichem erhöhtem ICP sind eine hohe Achtsamkeit und ein besonderes Feingefühl notwendig. Je nach Dauer und Ausmaß der „Hirndruckkrise“ bzw. Ursache des erhöhten ICP und Lokalisation des geschädigten Nervengewebes sind unterschiedliche Spätfolgen zu erwarten. Es liegt in den Händen des therapeutischen Teams, den (schmalen) Grat der Genesung nicht zu verlassen. Das gemeinsame Ziel des gesamten Teams sollte immer die Erhaltung der Lebensqualität des Patienten sein.
K. Kleem
21. Fallbeispiel Gynäkologie – Präeklampsie
Zusammenfassung
Die Präeklampsie zählt neben der Eklampsie und dem HELLP-Syndrom (H = Hämolyse, EL = „elevated liver enzymes“ (erhöhte Leberwerte), LP = „low platelets“ (erniedrigte Thrombozytenzahl)) zu den hypertonen Schwangerschaftserkrankungen. Die Inzidenz beträgt 6–8%. Die perinatale Mortalitätsrate bei hypertonen Schwangerschaftserkrankungen liegt bei 20–25%, in Bezug auf die mütterliche Mortalität stehen sie an erster bis dritter Stelle. Anhand eines ausgesuchten Fallbeispiels erhält der Leser in diesem Kapitel zum einen wichtige Informationen in Bezug auf das Krankheitsbild und die Therapie der Präeklamsie, zum anderen wird die Überwachung der Patienten in Bezug auf die Komplikationen dargestellt und pflegerische Handlungsstrategien abgeleitet. Da das Krankheitsbild für die Mutter eine absolute Ausnahmesituation darstellt, sollen die pflegerischen Handlungsstrategien in Bezug auf das Patientenerleben vertieft werden. Abschließend werden Möglichkeiten zur Umsetzung für den Unterricht aufgeführt.
D. Wengert

Organisation, Konzepte und Weiterbildung

Frontmatter
22. Intermediate Care – Zielsetzungen, Definitionen und Zuweisungskriterien
Zusammenfassung
IMC-Stationen lassen sich über ihre Zielsetzungen, Aufgaben und Ausstattungsmerkmale beschreiben, eine klare Definition von IMC ist dagegen ebenso problematisch wie die eindeutige Bestimmung von Kriterien für die Zielgruppe. Das Kapitel gibt einen Einblick in diese Diskussionspunkte.
J. Busch, B. Trierweiler-Hauke
23. Organisationsstrukturen und Rahmenbedingungen von Intermediate Care
Zusammenfassung
IMC als integrierter Teilbereich einer Intensivstation oder als eigenständige Station – wo liegen die Vor- und Nachteile? Diese Frage ist ebenso Thema des Kapitels wie Überlegungen zu sinnvoller apparativer Ausstattung, baulicher Gestaltung und angemessenem Personalschlüssel. Nicht zuletzt trägt auch das Einarbeitungskonzept für neue Mitarbeiter entscheidend zu der erfolgreichen Organisation von IMC bei, sodass diesem Aspekt besondere Aufmerksamkeit gewidmet wird.
J. Busch, B. Trierweiler-Hauke
24. Bildungsangebote für die Qualifikation im IMC-Bereich
Zusammenfassung
Im abschließenden Kapitel zu diesem Buch stellt sich die Frage nach Bildungsangeboten, durch die das „Pflegewissen Intermediate Care“ systematisch erworben und vertieft werden kann. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Erkenntnis, dass nur die Kombination von theoretischem Wissen mit reflektierten Praxiserfahrungen zur notwendigen Handlungskompetenz führen.
J. Busch, B. Trierweiler-Hauke
Backmatter
Metadaten
Titel
Pflegewissen Intermediate Care
herausgegeben von
Jutta Busch
Birgit Trierweiler-Hauke
Copyright-Jahr
2016
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-662-49511-7
Print ISBN
978-3-662-49510-0
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-49511-7