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Portpflege

Hygiene, Verbandswechsel, Überwachung, Komplikationsmanagement

Über dieses Buch

Umfassende und professionelle Pflege von Menschen mit Ports! Dieses Buch bietet Pflegekräften und medizinischen Berufsgruppen umfangreiches Wissen für die Versorgung von Menschen mit Ports. Beginnend mit der Auswahl und der Indikation für eine Portanlage, über den Verbandswechsel und den Hygienerichtlinien, bis zum alltäglichen Handling – hier finden Sie Expertenwissen auf höchstem Niveau! Die Autoren kommen aus unterschiedlichen Berufsgruppen und zeigen, dass eine gute interprofessionelle Zusammenarbeit für eine erfolgreiche Behandlung von Patienten mit Port unabdingbar ist.

Inhaltsverzeichnis

  1. Frontmatter

  2. Kapitel 1. Interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Portpflege

    Roland Hennes, Gisela Müller
    Zusammenfassung
    Portkathetersysteme haben in der modernen Onkologie und Ernährungsmedizin eine zentrale Bedeutung in der Durchführung notwendiger und geeigneter Behandlungsmaßnahmen eingenommen. Die kompetente und erfolgreiche Behandlung von Patienten mit einem Portkathetersystem stellt ganz besondere Anforderungen an die Pflegenden. In diesem Kapitel soll erklärt werden, was ein implantiertes Portkathetersystem so besonders macht und wie damit die Anforderungen an alle Berufsgruppen und Beteiligten definiert werden.
  3. Kapitel 2. Indikationen für ein Portkathetersystem, Grundlagen der Portoperation und Umgang mit Komplikationen aus der Sicht der Pflege

    Roland Hennes
    Zusammenfassung
    Patienten, die ein Portkathetersystem für ihre Behandlung benötigen, stammen häufig aus dem onkologischen und ernährungsmedizinischen Bereich. Hier stehen die Indikationen zur Gabe von Chemotherapeutika, Antikörpern sowie Ernährungslösungen und weiteren additiven Infusionen und Präparaten im Vordergrund. In diesem Kapitel werden die Indikationen für die Anlage eines Portkathetersystems erläutert, die möglichen Lokalisationen sowie Komplikationen, die bei der Implantation auftreten können.
  4. Kapitel 3. Hygiene in der Portpflege

    Vanessa Eichel, Uwe Frank
    Zusammenfassung
    Die Infektion ist die häufigste Komplikation eines Portsystems und kann für den Patienten neben Antibiotikaeinnahme und Portexplantation auch Intensivpflichtigkeit bedeuten und lebensbedrohlich sein. Dies verdeutlicht den hohen Stellenwert der Hygiene im Umgang mit dem Port. Eine Desinfektion kann nur in Verbindung mit allen anderen geeigneten Hygienemaßnahmen zum Erfolg führen. Grundlage für die Hygiene im Umgang mit Ports ist die sogenannte Standard- oder Basishygiene. Diese beinhaltet die Händehygiene, die Schutzausrüstung, das Verhalten beim Husten, Niesen und Schnäuzen, die Reinigung/Desinfektion der Patientenumgebung, die korrekte Aufbereitung und die sichere Injektionstechnik.
  5. Kapitel 4. Rechtliche Aspekte bei der Durchführung der Portpunktion durch Pflegekräfte – Delegation ärztlicher Tätigkeit

    Katja Maier
    Zusammenfassung
    Spezifische rechtliche Regelungen zur Durchführung von Portpunktionen durch Pflegekräfte gibt es nicht. Die allgemeine Rechtslage zur Delegation ärztlicher Tätigkeiten an die Pflege ist gegenwärtig unklar und nicht abschließend geregelt. Eine einheitliche Umsetzung der Übertragung von bestimmten ärztlichen Tätigkeiten soll derzeit durch die Heilkundeübertragungsrichtlinie (HÜR) im Rahmen von Modellvorhaben erprobt werden.
  6. Kapitel 5. Expertenstandard Portpflege

    Barbara Fantl
    Zusammenfassung
    Da es in der Bundesrepublik Deutschland bislang keine einheitliche Leitlinie zur Versorgung von Patienten mit zentralvenösen Portsystemen gibt, basieren die im Folgenden formulierten Empfehlungen auf Richtlinien des Robert Koch-Institutes und auf der langjährigen Expertise des Universitätsklinikums Heidelberg. Die standardisierte fachliche Pflege von implantierten Portsystemen ist nach der Portimplantation die wichtigste Maßnahme, um für die Patienten einen dauerhaften, komplikationsfreien und sicheren Zugang zu gewährleisten. Anhand einer Studie des Universitätsklinikums Heidelberg, in der bei 385 Patienten die Gründe einer Portexplantation untersucht wurden, konnte eindeutig gezeigt werden, dass die Portinfektion die häufigste Komplikation bei implantierten Portsystemen darstellte und häufig zur Explantation der Systeme führte.
  7. Kapitel 6. Wundversorgung und Verbandwechsel

    Barbara Fantl
    Zusammenfassung
    Die Wundversorgung und der Verband müssen – genauso wie die Punktion – nach hygienischen Richtlinien erfolgen. Der Verband sollte grundsätzlich unter sterilen Bedingungen angelegt werden. In diesem Kapitel werden die Grundsätze der Wundversorgung und des Verbandwechsels erläutert.
  8. Kapitel 7. Intraoperative und postoperative Betreuung von Portpatienten

    Birgit Appelhoff, Lisa Moser
    Zusammenfassung
    Ein strukturiertes und gut organisiertes Management der verantwortungsvollen Betreuung ist ein wichtiger Baustein eines erfolgreichen Behandlungsverlaufs für einen Portpatienten. Dieses Kapitel informiert über die ausschlaggebenden pflegerischen Maßnahmen.
  9. Kapitel 8. Besonderheiten bei der Portpflege von onkologischen Patienten

    Susann Eismann
    Zusammenfassung
    Die Onkologie ist das Haupteinsatzgebiet von Portsystemen. Viele Patienten sind aufgrund der Schwere ihrer Erkrankung auf einen dauerhaft sicheren Gefäßzugang angewiesen. Während in der Kinderonkologie wegen des „Anstichtraumas“ häufig Hickmann-Katheter zum Einsatz kommen, fällt die Wahl bei Erwachsenen fast immer auf einen Port. Viele Patienten haben einen schlechten Venenstatus, was periphere Venenverweilkanülen als Dauerlösung ausscheiden lässt. Es ist wichtig, Patienten schon zu Beginn der Therapie über Portsysteme aufzuklären. Hierbei spielt die Pflegefachkraft eine wichtige Rolle, da sie die onkologischen Patienten über die Vorteile eines Portsystems sensibel beraten kann, nachdem im Arztgespräch über die notwendige Zytostatikatherapie und Portsysteme aufgeklärt wurde.
  10. Kapitel 9. Portversorgung in der ambulanten Pflege

    Halka Nehring, Anna Schäfers
    Zusammenfassung
    Nicht nur im stationären Setting, sondern auch im ambulanten Bereich stellt der Port als jederzeit verfügbarer und häufig punktierbarer Gefäßzugang die Grundlage für die Therapie mit hyperosmolaren Infusionen, wie sie parenterale Ernährung und Zytostatikainfusionen verkörpern, dar. Damit wird dem Patienten ermöglicht, seine benötigte Therapie in seinem gewohnten Umfeld zu erhalten bzw. fortzusetzen. Häufig geht dies mit einem besseren Therapieoutcome und einem Zugewinn an Lebensqualität einher. Um dies zu ermöglichen, bedarf es einer gut vernetzten Zusammenarbeit der an der Versorgung beteiligten Berufsgruppen. Dazu gehört unabdingbar ein engmaschiges Informations- und Kommunikationsnetz, in das auch der Patient und dessen Angehörige eingebunden werden.
  11. Kapitel 10. Versorgung spezieller Patientengruppen

    Julia Winkler, Debora Stern, Bianka Walter, Damaris Weeber
    Zusammenfassung
    Eine besondere Herausforderung im Umgang mit dem Portsystem stellen kachektische und adipöse Patienten sowie Patienten mit Systemerkrankungen dar. Dies ist bedingt durch die unterschiedliche Dicke bzw. Beschaffenheit des Gewebes oder durch erhöhte Infektanfälligkeit bzw. Blutungsneigung des Patienten.
  12. Kapitel 11. Portpflege bei Kindern

    Heiko Riemke
    Zusammenfassung
    Seit über 30 Jahren wird eine Portanlage auch bei Kindern durchgeführt. Der medizinische Fortschritt und die Entwicklung von Produkten speziell für Kinder macht bereits eine Versorgung im 1.Lebensjahr möglich. So ist schon in einem frühen Lebensalter ein sicherer venöser Zugang vorhanden.
  13. Kapitel 12. Dokumentation, Patientenberatung und Informationen

    Margit Benz
    Zusammenfassung
    Der Aufklärung des Patienten, sowohl über den Behandlungsverlauf als auch über den eigentlichen operativen Eingriff, kommt aus medizinischer wie juristischer Sicht grundlegende Bedeutung zu. Eine klare und transparente Darstellung der medizinischen Inhalte und Vorgehensweisen muss dem Patienten verständlich mitgeteilt werden. Um hier im Service zu sein, wurden am Heidelberger Portzentrum die Fragen der Patienten gesammelt und eine Portinformationsbroschüre erstellt, die sowohl die entsprechenden Informationen zum organisatorischen Ablauf gibt – von der Aufklärung bis zur Implantation des Ports – als auch den Umgang mit dem Port im weiteren Behandlungsverlauf erklärt.
  14. Kapitel 13. Evidenz der Portpflege

    Reinhart T. Grundmann
    Zusammenfassung
    Evidenzbasierte Aussagen zur Portpflege sind eine Rarität, die meisten Empfehlungen beruhen auf Empirie. Die wichtigste Maßnahme der Portpflege ist die Einhaltung der Hygienerichtlinien. Für die Punktion dürfen nur geeignete Spezialkanülen verwendet werden. Zur Reduktion des Thrombose- und Infektionsrisikos sollten Blutentnahmen aus dem zentralvenösen Zugang vermieden werden. Vor und nach Flüssigkeitsinfusion oder Injektion sollten Ports gespült werden. Für Art und Menge der Spüllösung gibt es keine Evidenz, in der Regel wird zum Spülen lediglich sterile Kochsalzlösung und zur Blockierung des Ports möglicherweise ebenfalls eine Kochsalzlösung ohne Heparin-Zusatz empfohlen.
  15. Erratum zu: Portpflege

    Roland Hennes, Gisela Müller
  16. Backmatter

Titel
Portpflege
Herausgegeben von
Dr. med. Roland Hennes
Gisela Müller
Copyright-Jahr
2020
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-662-60483-0
Print ISBN
978-3-662-60482-3
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-60483-0

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