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Aktionstag Sternenkinder

Im Fokus: Sternenkinder

Wenn Kinder vor, während oder kurz nach der Geburt sterben, stehen betroffene Eltern vor einer tiefgreifenden Trauer. In dieser schweren Zeit kann eine einfühlsame und kompetente Begleitung zu einer wichtigen Stütze werden. Hebammen sind häufig diejenigen, die Familien nicht nur durch die schönsten Momente des Lebens führen, sondern sie auch im Angesicht eines Verlustes begleiten.

Praxisnahe Expertise aus HebammenWissen: Fachbeiträge von Expert*innen unterstützen Sie dabei, noch besser auf die besonderen Herausforderungen vorbereitet zu sein, die die Begleitung von Eltern in dieser schmerzvollen Zeit mit sich bringt. 

Unsere Fachbeiträge:

Orientierung im Dschungel der Bürokratie

Nach einer Fehl- oder Totgeburt sind Eltern nicht nur mit ihrer Trauer konfrontiert, sondern auch mit rechtlichen und organisatorischen Fragen. Begräbnis, Mutterschutz, finanzielle Hilfen – all das kann überfordern. Hebammen können Sicherheit vermitteln, indem sie rechtliche Grundlagen kennen und Eltern bei notwendigen Entscheidungen entlastend zur Seite stehen.

Nach Kindsverlust: Gesetze & Formulare kennen

Die Trauer von Vätern: Ein oft übersehener Aspekt

Während die Trauer der Mütter im Zentrum der Aufmerksamkeit steht, bleibt die der Väter oft unbeachtet. Der Verlust eines Kindes durch eine Totgeburt trifft jedoch beide Elternteile zutiefst. Wie unterschiedlich Männer trauern, warum sie häufig übersehen werden und welche Rolle Hebammen spielen können, um auch ihnen Raum für ihren Schmerz zu geben, lesen Sie im Beitrag „Väter nicht allein lassen“.

Väter nicht allein lassen

Wege aus der Sprachlosigkeit

Eine „stille Geburt“ stellt alle Beteiligten vor enorme emotionale Herausforderungen. Sprache, Gestik und Haltung der Hebamme prägen das Erleben der Eltern in dieser Situation entscheidend mit. Der Beitrag „Verbal - nonverbal: Stellen Sie Nähe her“ beleuchtet, wie Hebammen ihre Kommunikation in der Begleitung einer Totgeburt wahrnehmen – und was sie stärkt, wenn Worte kaum noch reichen.

Verbal - nonverbal: Stellen Sie Nähe her

Professionelles Handeln im Ausnahmezustand

Der Tod eines Kindes in der Perinatalzeit konfrontiert alle Beteiligten mit der tiefsten Form menschlicher Erschütterung. Für Hebammen bedeutet das, zwischen Handlungsdruck, Mitgefühl und Hilflosigkeit zu agieren. Der Artikel „Den Eltern Halt geben“ beschreibt die Gesetzmäßigkeiten, die in solchen Momenten wirken.

Den Eltern Halt geben

Abwartendes Vorgehen bei kleinen Geburten

Häufig wird bei einem frühen Schwangerschaftsverlust eine operative Entfernung des Gewebes vorgenommen, um das Risiko einer Infektion oder einer starken Blutung zu minimieren. Dieser Eingriff ist jedoch nicht immer notwendig. Das abwartende Vorgehen bietet Frauen Zeit und Ruhe, um zu trauern und sich auf die Fehlgeburt vorzubereiten. Zu einer Begleitung gehört dann neben einer umfassenden Aufklärung vor allem auch die emotionale Unterstützung.

Schwangerschaftsverlust: In Würde Abschied nehmen

Pränatale palliative Begleitung

Eine vorgeburtliche Palliativberatung ist eine große fachliche und zwischenmenschliche Herausforderung. Die Diagnose, dass ein Kind an einer lebensverkürzenden Erkrankung leidet, stellt die betroffenen Familien vor eine emotional belastende und oft überfordernde Lebenssituation. Um das Kind und die Familie bedarfsgerecht zu begleiten, ist neben der rein medizinischen Behandlung auch eine psychosoziale Begleitung notwendig.

Vorgeburtliche Beratung bei lebensverkürzender fetaler Erkrankung

Den Verlust sichtbar machen

Ein winziges Händchen, das den Zeigefinger des Papas umschließt, ein Kuss der Mama auf die Stirn des kleinen Menschen: Die ehrenamtlichen Fotograf*innen der Initiative „Dein Sternenkind“ halten die wenigen gemeinsamen Momente, die Mütter und Väter mit ihrem tot geborenen Kind haben, für immer fest. Diese Fotografien können Eltern bei der Trauerarbeit helfen.

Erinnerungen festhalten

Hebammenbegleitung nach Kindsverlust

Im Trauerprozess werden Hebammen zu einer großen Stütze und engen Vertrauten im Familiensystem. Dies erfordert eine gute Balance zwischen Nähe und Distanz und einen kritischen Blick auf die eigenen Ressourcen. Der Beitrag „Trauer und Trost“, gibt Ihnen Tipps für die Trauerbegleitung an die Hand und regt dazu an, auch die eigene Haltung zu den Themen Verlust, Sterben und Trauer reflektieren.

Trauer und Trost

Bildnachweise
Foto mit Fötus und schwarzer Kerze/© Helin Loik-Tomson / Getty Images / iStock)