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01.10.2010 | Konzepte | Ausgabe 6/2010

Notfall +  Rettungsmedizin 6/2010

Facharzt für Notfallmedizin – Pro und Kontra

Interdisziplinäres und interprofessionelles Symposium der BINZ-Stiftung am Wissenschaftszentrum Schloss Reisensburg der Universität Ulm am 22.–23. Januar 2010

Zeitschrift:
Notfall + Rettungsmedizin > Ausgabe 6/2010
Autoren:
D.E.A.A. Prof. Dr. A. Gries, H.-R. Arntz, C.K. Lackner, A. Seekamp, K.H. Altemeyer

Zusammenfassung

Eng verbunden mit einer zunehmenden Zahl an Zentralen Notaufnahmen (ZNA) in Deutschland ist die Frage der zukünftigen Qualifikation des ärztlichen Personals. Im Gegensatz zu einigen anderen Staaten der Europäischen Union kennt Deutschland eine Weiterbildung zum Facharzt für Notfallmedizin nicht, Fachgesellschaften und Interessenverbände formulieren teilweise äußerst kontroverse Standpunkte. Im Wissenschaftszentrum Reisensburg bei Ulm diskutierten nun Vertreter der verschiedenen Fachgesellschaften, Organisationen und Institutionen, inwieweit die Qualifikation des zukünftig in ZNA tätigen ärztlichen Personals zu regeln und zu optimieren ist. Deutlich wurde dabei, dass die Entwicklung in Europa nicht negiert werden darf und den deutschen notfallmedizinisch interessierten Ärztinnen und Ärzten eine verlässliche Perspektive im eigenen Land gegeben werden muss. Drei Modelle erscheinen dabei möglich: 1) zusätzliche auf die Tätigkeit und die Funktion in der Notaufnahme zugeschnittene Kursformate vergleichbar mit den für den präklinischen Bereich eingeführten Fachkundenachweisen bzw. Zusatzbezeichnungen, 2) Integration und Ergänzung bestehender Weiterbildungen durch Inhalte des Europäischen Curriculums und fakultative Weiterbildung bzw. Zusatzbezeichnung nach Erwerb des originären Facharzttitels sowie 3) fakultative Weiterbildung als Basis für eine vor dem Hintergrund europäischer Initiativen auch in Deutschland in Zukunft nicht auszuschließende Weiterbildung zum Facharzt für Notfallmedizin. Inwieweit die ZNA sich dabei zukünftig zum Kompetenzzentrum der prä- und innerklinischen Notfallmedizin mit hoher Attraktivität für das eingebundene Personal entwickeln kann, bleibt abzuwarten.

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Literatur
Über diesen Artikel

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