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25.01.2019 | Originalien

Evaluation der Notfallsanitäterprüfung in Niedersachsen

Eine subjektive Bewertung aus Sicht von Prüfungsverantwortlichen

Zeitschrift:
Notfall + Rettungsmedizin
Autoren:
Dr. med. H. Eismann, K. Enke, F. Scheinichen, D. Böhmelt, DESA Dr. med. M. Flentje
Wichtige Hinweise

Redaktion

M. König, Lübeck
A. Lechleuthner, Köln
T. Luiz, Kaiserslautern
H. Marung, Lübeck
Diese Originalie ist Teil des Leitthemas.

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Einführung des Berufsbilds Notfallsanitäter hat die Ausbildungs- und Prüfungsbedingungen von Rettungsdienstpersonal verändert. Um den neuen erweiterten Handlungszielen gerecht zu werden, gibt es eine enge Verzahnung zwischen Ausbildung in der Rettungsschule und -wache. Die Zusammensetzung der Prüfungskommission, Dauer und Art der Abschlussprüfung wurden angepasst. Ziel dieser Arbeit ist es, die seit 2014 durchgeführten Prüfungen strukturiert zu evaluieren, um Erfolgsfaktoren und Problemfelder zu identifiziert.

Methode

Die Evaluation erfolgte über ein elektronisches Delphi-Verfahren. Experten, die alle an Prüfungen teilgenommen hatten, wurden nach ihren Erfahrungen befragt. Diese wurden durch alle Umfrageteilnehmer priorisiert und anschließend in Hinblick auf die Relevanz bewertet. Daten über die Zahl der erfolgreich absolvierten Prüfungen wurden von der zuständigen Behörde erfragt.

Ergebnisse

Die erfolgreiche Anwendung von Algorithmen und das strukturierte Abarbeiten von Notfällen werden als positives, relevantes Item in den Prüfungen genannt. Als negativer Einfluss wird fehlendes Wissen um die Komplexität der medizinischen Zusammenhänge aufgeführt. Unvorbereitete Mitarbeiter mit jedoch viel Berufserfahrung haben Probleme bei den Prüfungen. Die Durchfallrate in der Wiederholungsprüfung ist sehr gering (<3 %). Ärzte sehen sich als Prüfer unterrepräsentiert.

Schlussfolgerungen

Die Prüflinge haben im Sinne des Ausbildungsziels „Anwenden von in der Ausbildung erlernter invasiver Maßnahmen“ in den Prüfungen gehandelt und arbeiten strukturiert. Komplexe medizinische Zusammenhänge zu vermitteln bleibt eine Herausforderung der Ausbildung. Trotz der geringen Durchfallquote bleibt die Frage, wie die endgültig durchgefallenen Mitarbeiter in Zukunft eingesetzt werden können. Ärzte wollen mehr in die Prüfungen eingebunden werden.

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Literatur
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