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24.06.2024 | Ernährung | Nachrichten

Neubewertung

DGE ändert Position zu veganer Ernährung

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Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat ihre Warnung vor einer rein veganen Ernährung aufgehoben. Demnach könne ein gesunder Erwachsener sich auch rein pflanzlich ernähren, ohne dass es schlecht für die Gesundheit wäre. Für Kinder, Jugendliche, Schwangere, Stillende und Senior*innen spricht die Gesellschaft jedoch weiterhin keine Empfehlung aus.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat ihre Empfehlung zur veganen Ernährung neu bewertet. Neben aktuelleren Daten zur Gesundheit betrachtet sie in einem neuen Positionspapier erstmals auch die Dimensionen Umwelt, Tierwohl und Soziales als Ziele einer nachhaltigeren Ernährung. Bereits 2016 und 2020 hatte die DGE Positionspapiere zur veganen Ernährung veröffentlicht. Damals erfolgte die Bewertung ausschließlich unter Betrachtung der Nährstoffversorgung, weshalb die vegane Ernährungsweise nicht empfohlen wurde.

Veganismus: Bei sorgfältiger Gestaltung gesundheitsfördernd

Von ihrer ursprünglichen Haltung ist die Gesellschaft nun abgewichen. Unter der Voraussetzung der Einnahme eines Vitamin-B12-Präparats, einer ausgewogenen, gut geplanten Lebensmittelauswahl sowie einer bedarfsdeckenden Zufuhr der potenziell kritischen Nährstoffe kann die vegane Ernährung gesundheitsfördernd sein und somit für die Allgemeinbevölkerung empfohlen werden. Dabei sei besonders auf die Zufuhr potenziell kritischer Nährstoffe zu achten. Dazu gehören neben Vitamin B12 auch Jod, Protein, langkettige Omega-3-Fettsäuren, Vitamin D, Vitamin B2, Calcium, Eisen, Zink und Selen. Auch Vitamin A wird als gegebenenfalls kritisch eingeschätzt.

Keine klare Empfehlung für Schwangere und Stillende

Obwohl die DGE eine vegane Ernährung als empfehlenswerte Maßnahme betrachtet, um die Umweltbelastungen unseres Ernährungssystems zu reduzieren, spricht sie weiterhin keine eindeutige Empfehlung für oder gegen eine vegane Ernährung für Kinder, Jugendliche, Schwangere, Stillende und Senior*innen aus. Die Gesellschaft begründet dies mit der noch eingeschränkten Datenlage. Aufgrund des Risikos teilweise irreversibler Folgen bei unsachgemäßer Umsetzung sollten vulnerable Gruppen über besonders fundierte ernährungswissenschaftliche Kenntnisse verfügen, um sich vegan ernähren zu können. Für sie ist eine sorgfältig durchdachte Ernährung von noch größerer Bedeutung als für die gesunde erwachsene Allgemeinbevölkerung.

dge.de

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