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05.04.2017 | Übersichten | Ausgabe 8/2017

Notfall +  Rettungsmedizin 8/2017

Endtidale CO2-Messung in der Notfallmedizin

Auch bei spontan atmenden Patienten?

Zeitschrift:
Notfall + Rettungsmedizin > Ausgabe 8/2017
Autoren:
MHBA Dr. med S. Casu, Dr. med. U. Schweigkofler

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Messung des exspiratorischen CO2 kann mit Hilfe chemischer Indikatoren oder mittels Infrarotspektroskopie erfolgen. Insbesondere durch die Kapnographie werden sowohl bei beatmeten als auch bei spontan atmenden Patienten viele zusätzliche Informationen gewonnen, die nicht nur therapeutische Entscheidungen wesentlich beeinflussen, sondern gleichzeitig auch der Sicherheit von Notfallpatienten dienen. In dieser Übersichtsarbeit wird die endtidale CO2-Messung näher beleuchtet und der Einsatz bei spontan atmenden Patienten durch Einblick in die aktuelle Studienlage diskutiert.

Material und Methoden

Auswertung aktueller Literatur, klinischer Studien, Leitlinien und Handlungsempfehlungen.

Ergebnisse und Schlussfolgerungen

In Leitlinien und Handlungsempfehlungen findet sich die Verwendung der endtidalen CO2-Messung zunehmend häufig wieder. Im Vordergrund stehen hierbei aktuell Patienten, die endotracheal intubiert- oder mit supraglottischen Atemwegshilfen versorgt wurden. In Handlungsempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) wird der Einsatz der Kapnographie insbesondere in Verbindung mit Interventionen unter Analgosedierung auch bei spontan atmenden Patienten empfohlen. Große randomisierte Studien, die eindeutige Schlussfolgerungen über den Einsatz der Kapnographie bei spontan atmenden Patienten zulassen, fehlen. Zwischenzeitlich durchgeführte Review-Arbeiten beklagen die fehlende Evidenz und kommen zum Schluss, dass bis zur Vorlage einer ausreichenden Datenlage die aktuell geltenden Leitlinien und Handlungsempfehlungen im Sinne eines möglichst hohen Sicherheitsstandards befolgt werden sollen.

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Literatur
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