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21.12.2017 | Leitthema | Ausgabe 1/2018

Notfall +  Rettungsmedizin 1/2018

Empfehlungen der S2e-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrtmedizin zu Herz-Kreislauf-Stillstand und kardiopulmonaler Reanimation während Linienflügen

Zeitschrift:
Notfall + Rettungsmedizin > Ausgabe 1/2018
Autoren:
Prof. Dr. J. Hinkelbein, C. Adler, M. Bernhard, A. Hohn, S. Jansen, M. Komorwoski, C. Neuhaus, T. Warnecke, Autoren der AWMF-S2e-Leitlinie zum IFCA
Wichtige Hinweise

Redaktion

J. Hinkelbein, Köln
Die Mitglieder der Autorengruppe der AWMF-S2e-Leitlinie zum IFCA werden am Beitragsende gelistet.

Zusammenfassung

Hintergrund

Im Jahr 2017 werden über 3 Mrd. Menschen weltweit mit einem Flugzeug reisen. Wenngleich diese Art der Fortbewegung sehr sicher ist, treten beim Fliegen Notfälle mit einer Häufigkeit von einem Notfall pro 14.000 bis 50.000 transportierten Passagieren auf („in-flight medical events“, IFME). Ein plötzlicher Herz-Kreislauf-Stillstand beim Fliegen macht zwar nur 0,3 % der Notfälle aus, allerdings ist der Behandlungserfolg extrem von der Versorgung innerhalb der ersten Minuten abhängig.

Methoden und Ergebnisse

Mittels einer systematischen Literaturanalyse und den GRADE-, RAND- und DELPHI-Methoden wurden insgesamt 28 spezifische Empfehlungen zum „in-flight cardiac arrest“ (IFCA) erarbeitet. Bei Themenpunkten ohne vorhandene Evidenz wurde ein Expertenkonsensus generiert. Die wichtigsten Empfehlungen lauten: In der Sicherheitsansage vor dem Flug („pre-flight safety announcement“) sollen der Ort des Notfallmaterials als auch die Hauptinhalte erwähnt werden. Fachkundiges Personal soll mittels Bordansage ausgerufen werden, wenn ein Patient mit Herz-Kreislauf-Stillstand identifiziert wird. Reanimationsmaßnahmen mit zwei Personen sind das Optimum. Die Aircraft Crew sollte regelmäßig in Basismaßnahmen zur Reanimation trainiert werden – optimalerweise mit einem Fokus auf den Umgang mit Patienten in Luftfahrzeugen. Eine außerplanmäßige Zwischenlandung (Diversion) sollte sofort nach ROSC durchgeführt werden. Verantwortlich für Entscheidungen ist in letzter Instanz der Flugkapitän.

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Literatur
Über diesen Artikel

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