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01.03.2013 | Originalien | Ausgabe 2/2013

Notfall +  Rettungsmedizin 2/2013

Einführung des Emergency-Severity-Index in der Zentralen Notaufnahme

Akzeptanzstudie aus drei Perspektiven

Zeitschrift:
Notfall + Rettungsmedizin > Ausgabe 2/2013
Autoren:
B.A. Pflegemanagement, MScN (Master of Science in Nursing) S. Schüler, H. Eisenbarth, A. Fersterra, M. Schob, PD Dr. H. Dormann

Zusammenfassung

Hintergrund

Der Aufnahmeprozess innerhalb einer Zentralen Notaufnahme versteht sich als ein Schnittstellenprozess. Die Einführung eines Triageinstruments stellt einen Veränderungsprozess dar und wird ohne die Akzeptanz aller beteiligten Berufsgruppen nicht gelingen. Ziel dieser Studie ist es, den Aufnahmeprozess vor und nach Einführung des Emergency-Severity-Index(ESI)-Triageinstruments zu analysieren und dessen klinische Akzeptanz retrospektiv aus drei verschiedenen Perspektiven zu evaluieren.

Material und Methoden

6 Monate nach Einführung des ESI-Triageinstruments wurden Rettungsdienst (R), Ärzte (Ä) und Pflegepersonen (P) mittels eines halbstandardisierten anonymisierten Fragebogens innerhalb der Zentralen Notaufnahme am Klinikum Fürth befragt. Zur Auswertung wurde eine Mittelwertberechnung (x̄̄̄̄̄̄) der kategorisierten Antworten durchgeführt. Die beantworteten Thesen wurden ordinalskaliert von 0 (trifft nicht zu) bis 3 (trifft vollständig zu) dargestellt.

Ergebnisse

Vor Einführung des ESI-Triageinstruments orientierte sich die Dauer der Wartezeit meist an der Reihenfolge des Eintreffens (x̄̄̄̄̄̄Ä1,9; x̄̄̄̄̄̄P2,0; x̄̄̄̄̄̄R2,3), was zu einer subjektiv empfundenen Unzufriedenheit der wartenden Patienten führte (x̄̄̄̄̄̄P2,1). Der Aufnahmeprozess mit dem ESI-Triageinstrument wird berufsgruppenübergreifend positiv bewertet (x̄̄̄̄̄̄Ä2,2; x̄̄̄̄̄̄P2,7; x̄̄̄̄̄̄R2,5), da sich die interprofessionelle Zusammenarbeit und qualitative Erstversorgung verbessert hat (x̄̄̄̄̄̄Ä1,9; x̄̄̄̄̄̄P2,2; x̄̄̄̄̄̄R2,1). Wartende Patienten fühlen sich wahrgenommen und wirken zufriedener (x̄̄̄̄̄̄P2,2). Das Schulungskonzept wird aus pflegerischer Sicht als sinnvoll und notwendig erachtet (x̄̄̄̄̄̄P2,7). Sowohl Rettungsdienst als auch Ärzte sehen die fachliche Kompetenz, das ESI-Triageinstrument richtig anwenden zu können, bei den Pflegenden (x̄̄̄̄̄̄R2,2; x̄̄̄̄̄̄Ä2,3) und fühlen sich dabei in ihrer Kompetenz nicht eingeschränkt (x̄̄̄̄̄̄Ä0,3; x̄̄̄̄̄̄R0,7).

Schlussfolgerungen

Durch die schrittweise Implementierung des ESI-Triageinstruments ist die erhoffte Prozessoptimierung im Aufnahmeprozess eingetreten, woraus eine Professionalisierung der interdisziplinären Zusammenarbeit resultierte. Die berufsgruppenübergreifende klinische Akzeptanz des ESI-Triageinstruments war hierbei Prediktor der erfolgreichen Implementierung.

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Literatur
Über diesen Artikel

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