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01.04.2016 | Beiträge zum Themenschwerpunkt | Ausgabe 3/2016

Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 3/2016

„EduKation demenz®“

Psychoedukatives Schulungsprogramm für Angehörige von Menschen mit Demenz

Zeitschrift:
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie > Ausgabe 3/2016
Autoren:
Prof. Dr. Sabine Engel, A. Reiter-Jäschke, B. Hofner

Zusammenfassung

Hintergrund

Im Verlauf von Demenzerkrankungen kommt es oft zu einer Verschlechterung der Beziehungsqualität zwischen den Erkrankten und den versorgenden Angehörigen. Diese trägt wesentlich zum Belastungsempfinden der Angehörigen bei und wird u. a. verursacht durch eine sehr kritische Haltung der Angehörigen gegenüber den Erkrankten und der eingeschränkten Fähigkeit der Angehörigen, einfühlsam mit den Erkrankten zu kommunizieren.

Ziel der Arbeit (Fragestellung)

Geprüft werden sollte, ob durch eine gezielte kommunikationsfördernde Intervention für Angehörige von Menschen mit Demenz ihre Fähigkeit zur einfühlsamen Kommunikation mit dem Erkrankten gestärkt, ihre emotionale Haltung gegenüber den Erkrankten verbessert und ihr Belastungsempfinden und ihre depressiven Symptome reduziert werden können.

Material und Methoden

Im Rahmen einer prospektiven Confounder-adjustierten kontrollierten Interventionsstudie nahmen 121 Angehörige an der 10-wöchigen Gruppenintervention „EduKation demenz®“ teil, die 93 Angehörigen der Kontrollgruppe erhielten ausführliche Ratgeberliteratur. Die Vorher- und Nachher-Befragungen wurden mithilfe eines standardisierten Fragebogens durchgeführt.

Ergebnisse

Im Vergleich zur Kontrollgruppe zeigte sich bei der Schulungsgruppe eine statistisch signifikante Veränderung in allen Zielparametern: „einfühlsamere Kommunikation mit dem Kranken“ (adjustierter Unterschied der Veränderung Intervention vs. Kontrolle: 0,69, p = 0,023), „weniger kritische Haltung gegenüber dem Kranken“ (adjustierter Unterschied der Verbesserung Intervention vs. Kontrolle:  2,11, p = 0,027), „Reduktion des Belastungsempfindens durch Kommunikationsstörungen“ (adjustierter Unterschied der Veränderung Intervention vs. Kontrolle:  1,76, p = 0,038), „Abnahme der depressiven Symptome“ (bei Angehörigen mit 33 Punkten in der Allgemeinen Depressionsskala-Kurzform (ADS-K) ≥ 33; p = 0,028).

Schlussfolgerungen

Angehörige von Menschen mit Demenz profitieren offensichtlich von reiner Informationsvermittlung, wie sie z. B. durch umfangreiche Ratgeberliteratur angeboten wird, nicht in gleichem Maß wie von einer psychoedukativen Gruppenintervention.

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Literatur
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