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07.06.2018 | Digitalisierung | Nachrichten

Konferenz stellt Forschungsthemen der Pflegepraxiszentren vor

Seit Anfang 2018 erforschen vier Pflegepraxiszentren (PPZ) in Deutschland, wie und wo der Einsatz moderner Technologien im Pflegealltag am erfolgversprechendsten ist.

Mit insgesamt 20 Millionen Euro in fünf Jahren fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Einrichtungen in Hannover, Freiburg, Nürnberg und Berlin mit ihren unterschiedlichen Schwerpunkten. Anfang Juni trafen sich 200 Experten aus Wissenschaft, Industrie und Praxis in Oldenburg auf einer ersten Clusterkonferenz „Zukunft der Pflege“, die über den Stand der Entwicklungen informieren sollte.

Roboterhand und Sensoren

So wurden nach Auskunft der Veranstalter in einer real nachgebildeten 2-Zimmer-Wohnung alltagstaugliche Pflegesituationen ausprobiert. Beispiele: Kann eine intelligente Medikamentenbox verlässlich die Einnahme von Tabletten dokumentieren? Wie gut funktioniert die sensorische Sturzerkennung – also wenn ein Patient die Treppe runterfällt und in der Not nicht eigenständig Hilfe holen kann? Wie hilfreich ist die „dritte Hand“ – ein Roboterarm, der Pflegekräfte bei schwierigen Tätigkeiten unterstützt, beispielsweise beim Anheben eines Bettlägerigen. Neben dem analogen Pflegezimmer wurde auf der Konferenz auch ein virtueller Raum präsentiert. In ihm können Pflegekräfte in Zukunft mit digitalen Brillen durch den dreidimensionalen Raum wandern und sollen sich auf diese Weise aus- und weiterbilden.

Ziel der Wissenschaft ist, dass die neuen Technologien alle Beteiligten gleichermaßen unter die Arme greifen und bestenfalls entlasten sollen – die ambulante häusliche Krankenpflege, die stationäre Altenpflege, die Versorgung in der geriatrischen Akutklinik aber auch das Personal in einem Hospiz.

„Wenn wir mit Hilfe von Sensoren erkennen können, wie mobil die Patienten selbst noch sind, wird das nicht nur das Pflegepersonal entlasten. Die Selbständigkeit der Patienten wird gleichermaßen gefördert und damit ihre Lebensqualität verbessert“, erklärte  Klinikdirektorin Prof. Dr. Ursula Müller-Werdan von der Berliner Charité anlässlich der Konferenz.

Informationen zur Clusterkonferenz und ihren Themen finden Sie hier: https://srvg03.offis.uni-oldenburg.de/piz/clusterkonferenz/

Die Forschungsschwerpunkte der vier Pflegepraxiszentren werden hier dargestellt: https://www.bmbf.de/de/meilenstein-fuer-die-zukunft-der-pflege-5376.html

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