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19.03.2018 | Ausgabe 1-2/2018

HeilberufeScience 1-2/2018

Die Brøset-Gewalt-Checkliste zur Einschätzung des aktuellen Aggressionspotenzials bei Patienten in der Erwachsenenpsychiatrie

Zeitschrift:
HeilberufeScience > Ausgabe 1-2/2018
Autoren:
Ramona Bell, Martin Pallauf

Zusammenfassung

Hintergrund

Immer mehr Pflegepersonen, die im akutpsychiatrischen Setting tätig sind, sehen das Auftreten von Gewalt als fixen Teil ihres Berufs. Dies beeinträchtigt die Gesundheit, das Sicherheits- sowie das Wohlgefühl des Pflegepersonals. Gewalt in Bezug auf Häufigkeit und Schweregrad frühzeitig einzuschätzen, kann zu einer signifikanten Verringerung der Vorfälle von Gewalt führen.

Ziel

Ziel ist die Darstellung, ob der Einsatz der Brøset-Gewalt-Checkliste tatsächlich zu einer verbesserten Einschätzung des Aggressionspotenzials bei Patienten in der Erwachsenenpsychiatrie führt und inwiefern die wissenschaftlichen Gütekriterien Objektivität, Validität und Reliabilität erfüllt sind.

Methodik

Es wurde eine Literaturrecherche in den Datenbanken Medline via PubMed, CINAHL via EBSCOhost, PSYNDEX und PubPsych durchgeführt. Eine Handsuche erfolgte in der UMIT-Bibliothek. Die Suche beschränkte sich auf Publikationen der Jahre 2000–2015.

Ergebnisse

7 Studien wurden in die Literaturarbeit inkludiert. Es wurde festgestellt, dass durch die Brøset-Gewalt-Checkliste eine verbesserte Einschätzung des aktuellen Aggressionspotenzials stattfindet. Die Vorfälle von Gewalt und die Anwendung von Zwangsmaßnahmen verringern sich signifikant. Die Pflegepersonen zeigen eine gute Akzeptanz gegenüber dem Einschätzungsinstrument, empfinden die Anwendung als sehr einfach und benötigen wenig Zeit dafür. Die wissenschaftlichen Gütekriterien Objektivität, Validität und Reliabilität werden ebenfalls erfüllt.

Diskussion und Schlussfolgerungen

Die Brøset-Gewalt-Checkliste hat sich in den verwendeten Studien in der Anwendung im Alltag als sinnvoll erwiesen. Die Kommunikation und Dokumentation werden standardisierter und einheitlicher sowie die Argumentation und Entscheidungsfindung im psychiatrischen Setting erleichtert.

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