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14.03.2019 Open Access

Der Übergang von der Intensiv- auf die Normalstation und die Zeit danach. Eine qualitative Studie aus Sicht der Betroffenen und deren Angehörigen

Zeitschrift:
HeilberufeScience
Autoren:
Tamara Großbichler, Martin Nagl-Cupal
Wichtige Hinweise
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in diesem Beitrag überwiegend das generische Maskulinum verwendet. Dies impliziert immer beide Formen, schließt also die weibliche Form mit ein.

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Hintergrund

Wenn sich Intensivpatienten von ihrem kritischen Krankheitszustand erholen, werden diese in der Regel auf eine Normalstation transferiert. Dies kann für sie als auch für ihre Angehörige mit großen Herausforderungen verbunden sein.

Zielstellung

Ziel dieser Forschungsarbeit war es, zu beschreiben und zu verstehen, wie ehemalige, schwer kritisch kranke Intensivpatienten und deren Angehörige die Transferierung von der Intensiv- auf die Normalstation und die anschließende Entlassung nach Hause erleben.

Methodik

Dieser Studie liegt ein qualitativer Forschungsansatz zugrunde. Die Datenerhebung erfolgte mittels qualitativen, leitfadengestützten Interviews mit Betroffenen und deren Angehörigen. Die Datenanalyse erfolgte mittels offenem und axialem Kodieren der Grounded Theory nach Strauss und Corbin.

Ergebnisse

Das Erleben der Transferierung und die Zeit danach können, angeschlossen an eine Vorphase, als Prozess in 3 Phasen beschrieben werden: 1. Phase: Ankommen – Landen, 2. Phase: Dort sein – Aktiv werden, 3. Phase: Zurück ins Leben – Ablösung. Dieses Phasenmodell zeigt auf, welche Veränderungen durch den gemeinsam durchlebten Prozess in Bezug auf Interaktionen, Rollen und Beziehungen stattfinden. Beide erleben die Zeit unmittelbar nach der Transferierung als Bruch, der zu Enttäuschung und Frustration führt. Die Angehörigen versuchen, die vorhandenen Lücken auszugleichen, indem sie aktiv eingreifen und eine tragende Rolle einnehmen.

Diskussion/Schlussfolgerungen

Die Ergebnisse zeigen, dass Betroffene und Angehörige sowohl im Zusammenhang mit dem Übergang als auch in der Zeit danach mit verschiedenen Herausforderungen zu kämpfen haben und dabei meist keine adäquate Unterstützung erhalten. Für beide Gruppen ist eine kontinuierliche Begleitung vor, während und nach dem Transferprozess und auch zu Beginn auf der Normalstation eine Notwendigkeit.

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Literatur
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