Skip to main content
main-content

Tipp

Weitere Artikel dieser Ausgabe durch Wischen aufrufen

01.07.2016 | Originalien | Ausgabe 5/2016

Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 5/2016

Der De Morton Mobility Index zur Evaluation der geriatrischen Frührehabilitation

Zeitschrift:
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie > Ausgabe 5/2016
Autoren:
L. Dasenbrock, T. Berg, S. Lurz, E. Beimforde, R. Diekmann, F. Sobotka, J. M. Bauer

Zusammenfassung

Hintergrund

Zur Dokumentation des Rehabilitationserfolgs werden in der geriatrischen Frührehabilitation am häufigsten der Timed up and go (TUG-)Test und der Tinetti-Test eingesetzt. Es erscheint jedoch fraglich, ob sie in diesem Setting das gesamte Mobilitätsspektrum mit ausreichender Präzision abbilden können und zur Verlaufsbeurteilung geeignet sind. Vor diesem Hintergrund wurde der De Morton Mobility Index (DEMMI) entwickelt und validiert.

Ziel der Arbeit

Ziel war es, die Wertigkeit des DEMMI gegenüber TUG- und Tinetti-Test für die geriatrische Frührehabilitation zu untersuchen.

Material und Methode

Decken- und Bodeneffekte von DEMMI, TUG-, Tinetti-Test und Barthel-Index (BI) wurden ermittelt. Korrelationen wurden mithilfe des Spearman-Korrelationskoeffizienten berechnet. Einflüsse auf den DEMMI wurden mit multipler linearer Regression geschätzt.

Ergebnisse

Es wurden 144 Patienten (Alter 84,91 Jahre [SD ±5,77 Jahre], 65,97 % weiblich) untersucht. Beim DEMMI wurden im Mittel 33,45 Punkte (SD ±15,37 Punkte) bei Aufnahme und 43,90 Punkte (SD ±15,55 Punkte) bei der Entlassung (jeweils n = 144) erreicht. Bodeneffekte beim TUG-Test wurden bei Aufnahme bei 84,72 % (n = 122) und bei der Entlassung bei 60,42 % der Patienten (n = 87) beobachtet. Keine Boden- oder Deckeneffekte zeigten hingegen DEMMI, Tinetti-Test und BI. Die Korrelation bei Aufnahme und Entlassung betrug zwischen DEMMI und TUG-Test −0,48 und −0,49, zwischen DEMMI und Tinetti-Test 0,75 und 0,82 sowie zwischen DEMMI und BI 0,54 und 0,66 jeweils mit p < 0,01.

Diskussion

Signifikante Korrelationen zu TUG-, Tinetti-Test und BI lassen darauf schließen, dass der DEMMI ein geeignetes Instrument ist, um den Erfolg der geriatrischen Frührehabilitation abzubilden. Da keine Boden- und Deckeneffekte auftreten, scheint der DEMMI dem TUG-Test überlegen.

Bitte loggen Sie sich ein, um Zugang zu diesem Inhalt zu erhalten

Sie möchten Zugang zu diesem Inhalt erhalten? Dann informieren Sie sich jetzt über unsere Produkte:

Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie

Print-Titel

• Themenbezogene Hefte behandeln Fragen der Gerontologie, der Biologie und Grundlagenforschung des Alterns und der geriatrischen Forschung

• Erweitert mit Beiträgen zu Therapie, Psychologie und Soziologie sowie der praktischen Altenpflege.  

• Hot topics von Experten knapp, aussagekräftig und provokativ kommentiert

Literatur
Über diesen Artikel

Weitere Artikel der Ausgabe 5/2016

Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 5/2016 Zur Ausgabe

Mitteilungen der DGG

Mitteilungen der DGG

Originalien

Fit mit Rollator