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01.01.2014 | Beiträge zum Themenschwerpunkt | Ausgabe 1/2014

Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 1/2014

Der Abbau von Überversorgung als Teil der ärztlichen Berufsethik

Konzeptionelle Klärung und neue Perspektive

Zeitschrift:
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie > Ausgabe 1/2014
Autor:
Prof. Dr. Dr. D. Strech

Zusammenfassung

Hintergrund

Anders als das Thema Überversorgung werden die Themen Rationierung und Priorisierung in Deutschland seit etwa 5 Jahren zunehmend innerhalb der Ärzteschaft und im Austausch mit gesundheitspolitischen Akteuren diskutiert.

Fragestellung

Dieser Beitrag stellt die Zusammenhänge und Abgrenzungen zwischen Rationalisierung, Priorisierung und Rationierung dar. Er erläutert, warum und wie die deutsche Ärzteschaft das Thema Überversorgung transparent und intensiver als bisher adressieren sollte.

Diskussion

Eine ethisch gebotene ärztliche Rationalisierung umfasst maßgeblich den Abbau von Überversorgung. Um Bereiche der Überversorgung zu identifizieren und Dringlichkeiten festzulegen, bedarf es einer Priorisierung von Indikationen und Maßnahmen. Auch eine Rationierung ist nicht per se ethisch problematisch, wenn sie sich aufgrund begrenzter Ressourcen und nach angemessenen Bemühungen um Rationalisierung sowie weiteren politischen Aufgaben nicht vermeiden lässt. Dennoch gewinnt eine durch die Ärzteschaft angestoßene Debatte um Rationierung erst dann an Legitimität, wenn durch angemessene Bemühungen der Abbau von Überversorgung angemessen reduziert wurde. Als ein möglicher Ansatz wird die US-amerikanische Choosing-Wisely-Initiative vorgestellt. Ergänzende, vielleicht sogar effektivere ärztliche Initiativen zum Abbau von Überversorgung sind denkbar.

Schlussfolgerungen

Die deutsche Ärzteschaft bedarf einer expliziteren Verständigung nach innen und nach außen über die Angemessenheit der bisherigen Aktivitäten zum Abbau von Überversorgung und zum Bedarf weiterer Aktivitäten. Diese Aufgabenbereiche sollten von der Ärzteschaft primär im Sinne einer verbesserten Patientenversorgung und erst sekundär im Sinne wirtschaftlichen Handelns verstanden werden.

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Literatur
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