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26.10.2017 | Demenz | Nachrichten

Pflegende von Demenzkranken fordern mehr Unterstützung

Mehr Unterstützung und mehr Respekt für Demenzkranke – das sind zentrale Forderungen von pflegenden Angehörigen.

Demenz Pflege im Alter © Tschauner /dpaHilfe im Alter: Eine Seniorenbegleiterin hilft einem Ehepaar in dessen Wohnung – auch ein Modell für Demenzkranke.

Aus dem aktuellen Pflegereport der DAK-Gesundheit, der heute in Berlin vorgestellt worden ist, geht hervor, dass pflegende Angehörige von Demenzkranken oft am Ende ihrer Kräfte sind. 59 Prozent geben dies laut Report an. Selbst im weiteren Umfeld von Menschen mit Demenz habe jeder Dritte angegeben, oft erschöpft zu sein. Neun von zehn fordern mehr Unterstützung.

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Beim Wunsch nach mehr Unterstützung steht das Geld an erster Stelle: 86 Prozent der Befragten geben in dem Report an, mehr finanzielle Hilfe zu brauchen. Zwei von drei möchten mehr Unterstützung durch professionelle Dienste. 60 Prozent erwarten für sich und ihre dementen Familienmitglieder mehr Selbsthilfe-, 42 Prozent mehr Informationsangebote. Jeder dritte pflegende Angehörige will Unterstützung durch Freiwillige und günstigere Möglichkeiten, sich von privaten Pflegekräften unterstützen zu lassen.

Außerdem sind 80 Prozent der Befragten der Meinung, dass sowohl Menschen mit Demenz, als auch deren Familien mehr Respekt verdienten. Der Report zeigt laut DAK zudem erstmals, dass jeder Fünfte Wohngruppen für die beste Betreuungsform Demenzkranker hält. In Wohngruppen lebten jedoch nur knapp zwei Prozent der Betroffenen.

Für den DAK-Pflegereport hat das AGP Institut Sozialforschung an der Evangelischen Hochschule Freiburg untersucht, welche Erfahrungen, Erwartungen und Ängste die Menschen zum Thema Demenz haben. Derzeit leben nach DAK-Zahlen in Deutschland rund 1,6 Millionen Menschen mit Demenz. Schätzungen zufolge könnten es 2050 doppelt so viele sein. (run)

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