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01.10.2011 | Originalarbeit | Ausgabe 5/2011

Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 5/2011

Dekubitus in deutschen Pflegeheimen

Häufigkeiten, Grade und Entstehungsorte

Zeitschrift:
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie > Ausgabe 5/2011
Autoren:
J. Kottner, T. Dassen, MScE Dr. rer. cur. N.A. Lahmann

Zusammenfassung

Hintergrund

Das Neuauftreten von Dekubitus in stationären Langzeitpflegeeinrichtungen gilt als beeinflussbarer Indikator pflegerischer Versorgungsqualität. Ziel dieser Arbeit war die Messung von Häufigkeiten, Graden und Entstehungsorten von Dekubitus in deutschen Pflegeheimen.

Material und Methoden

Im Frühjahr 2010 wurde eine deutschlandweite Prävalenzerhebung in 52 Pflegeheimen (n=3610 Bewohner) durchgeführt. Nach einem standardisierten Verfahren erhoben geschulte Pflegekräfte demographische Variablen, das Dekubitusrisiko und das Vorhandensein von Dekubitus.

Ergebnisse

Die Dekubitusprävalenz betrug 3,9% (95%-Konfidenzintervall 3,3–4,6). Unter Ausschluss von Hautrötungen war der Anteil neu entstandener Dekubitalulzera in Pflegeheimen 1,2% (95%-Konfidenzintervall 0,9–1,6). Unter Risikoadjustierung für Immobilität lag die in der Einrichtung erworbene Prävalenz von Dekubitus in keinem Pflegeheim signifikant höher als in allen anderen.

Schlussfolgerung

Im internationalen Vergleich ist die Prävalenz von Dekubitus in deutschen Pflegeheimen als sehr niedrig einzustufen.

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