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05.07.2019 | Originalien Open Access

Das dynamische Modell der Angehörigenpflege und -betreuung

Zeitschrift:
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie
Autoren:
Alexander Scheidegger, Martin Müller, Eleonore Arrer, André Fringer
Wichtige Hinweise

Zusatzmaterial online

Zusätzliche Informationen sind in der Online-Version dieses Artikels (https://​doi.​org/​10.​1007/​s00391-019-01574-8) enthalten.

Zusammenfassung

Hintergrund

Der Verlauf eines Pflege- und Betreuungsarrangements hängt vom komplexen Zusammenspiel vielfältiger Faktoren ab. Um dieses abbilden und analysieren zu können, entstand das „Dynamische Modell der Angehörigenpflege und -betreuung“. Ausgangspunkt sind zwei Transitionsphasen, die für ein individuell passendes Pflegearrangement bestimmend sind und deren Zusammenhang in der Forschung bisher nicht hinreichend klar beschrieben ist: Rollenaneignung und Entlastung. Das Modell soll Fachpersonen ermöglichen, das dynamische Wechselspiel zwischen Rollenaneignung und Entlastung vorausschauend zu berücksichtigen.

Methode

In einem ersten Schritt wurde das Modell partizipativ entwickelt. Hochschulintern waren 4 Institute an der Modellbildung beteiligt. Zusätzlich waren 50 externe Organisationen in Entwicklungsworkshops involviert (u. a. Spitex, Pflegeheime, medizinische und soziale Beratungsstellen). Achtzehn Interviews mit pflegenden und betreuenden Angehörigen dienten als Basis, um den Verlauf der Modellvariablen zu rekonstruieren. Abschließend ermöglichten Computersimulationen, das Modell zu analysieren und mit den Interviewergebnissen zu vergleichen.

Ergebnisse

Das Modell wird als kausales Diagramm dargestellt. Unterschiedliche Eigendynamiken von Arrangements mit pflegenden und betreuenden Angehörigen lassen sich idealtypisch aus dem Zusammenspiel von 5 zirkulären Kausalmechanismen erklären, u. a. Aneignen der Rolle, Erschöpfung und Entlastung durch Dritte. Anhand eines Beispiels wird aufgezeigt, wie Fachpersonen das Modell in ihre Praxis übertragen können.

Diskussion

Idealtypische Entwicklungsmuster bieten Fachpersonen einen Referenzrahmen, um Arrangements bedürfnisgerecht zu unterstützen und dabei deren Heterogenität zu berücksichtigen.

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