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01.05.2015 | Originalien | Ausgabe 3/2015

Notfall +  Rettungsmedizin 3/2015

Cyanidintoxikationen durch Rauchgas

Deutschland im europäischen Vergleich − Eine Subgruppenanalyse der RISK-Studie

Zeitschrift:
Notfall + Rettungsmedizin > Ausgabe 3/2015
Autoren:
Dr. S. Weiss, E.M.W. Koch, U. Gottwald-Hostalek, G. Geldner

Zusammenfassung

Fragestellung

Bei der explorativen Auswertung der Studie Risk of Cyanide Poisoning in Smoke Inhalation, Symptoms, Key treatment and Outcome (RISK) zur Cyanidintoxikation bei Patienten unter Rauchgaseinwirkung wurden Unterschiede zwischen den Daten aus Deutschland und denen aus anderen Ländern festgestellt. Durch eine weitere Analyse der Daten sollen die Details dieser Unterschiede herausgearbeitet und bewertet werden.

Material und Methoden

Die Auswertung der RISK-Studie hatte sich auf 102 Patienten (Deutschland 37 %; Belgien, Frankreich, Italien und Spanien insgesamt 63 %) bezogen. Der Mittelwert (MW) ± Standardabweichung betrug 13,9 ± 25 µmol/l (Konfidenzintervall 95 % 8,1–19 µmol/l). Das Datenmaterial der RISK-Studie wurde in 2 Gruppen aufgeteilt, wobei in der ersten Gruppe alle Patienten aus Deutschland und in der zweiten Gruppe alle Patienten aus den übrigen Teilnehmerländern zusammengefasst wurden. Für die Vergleiche wurden Berechnungen der Schätzgrößen Mittelwerte, Mediane, Standardabweichungen und Quartile berechnet.

Ergebnisse

Der Vergleich zwischen den Werten belegte einen gesicherten Unterschied der Cyanidkonzentrationen (MW 19,6 µmol/l; p = 0,01) mit höheren Werten bei den Patienten in Deutschland. Auch die Carboxyhämoglobinwerte lagen in Deutschland trendmäßig höher (p = 0,06). Ebenso zeigten sich bei signifikant mehr deutschen Patienten Ablagerungen von Ruß im Gesicht und im Sputum, was direkt mit den Cyanidkonzentrationen korrelierte.

Schlußfolgerungen

Das vorliegende Datenmaterial lässt folgende Erklärungen für die Unterschiede zwischen den beiden Gruppen vermuten:
  • In deutschen Wohnungen befindet sich mehr cyanidfreisetzendes Material.
  • Die Studienteilnehmer besaßen ein höheres Lebensalter.
  • Die Anzahl an deutschen Patienten mit erniedrigten Glasgow-coma-scale-Werten war höher.

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