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Hintergrund. Die invasive Beatmung ist eine Form der maschinellen Beatmung. Sie kommt dann zum Einsatz, wenn eine Person ihre Atmung nicht kontrollieren kann und nicht angemessen mit Sauerstoff versorgt wird. Eine Komplikation, die bei Patientinnen und Patienten wahrend einer invasiven Beatmung haufig auftritt, ist die ventilatorassoziierte Pneumonie (ventilator-associated pneumonia, VAP). Sie zahlt zu den nosokomialen Pneumonien und tritt per Definition fruhestens zwei Tage nach einer endotrachealen Intubation auf. Mit einer Infektionsrate von 9,1 Fallen pro 1.000 invasiven Beatmungstagen war die VAP im Jahr 2019 die am haufigsten vorkommende Device-assoziierte Infektion auf Intensivstationen in Osterreich. (Bundesministerium fur Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, 2019) Das Auftreten einer VAP wird von verschiedenen Faktoren begunstigt, wie z. B. dem Alter (≥60 Jahre), der Dauer der invasiven Beatmung bzw. Intubation, Bewusstseinsstorungen, Verbrennungen, einer Vorbehandlung mit Antibiotika sowie invasiven operativen Eingriffen (Wu et al., 2019). Um einer VAP vorzubeugen, konnen unter anderem apparativtechnische Masnahmen angewendet werden. Dazu zahlen der Wechsel der Beatmungsschlauche oder die aktive/passive Atemgasbefeuchtung. 2013 hielt die Kommission fur Krankenhaushygiene und Infektionspravention des Robert Koch-Institutes fest, dass beschadigte oder verschmutzte Beatmungsschlauche sofort zu wechseln sind. Der routinemasige Wechsel von Schlauchsystemen sollte jedoch nicht ofter als einmal wochentlich erfolgen, da er keinen nachweisbaren Schutz vor Pneumonien mit sich bringt (Robert Koch-Institut, 2013).