Skip to main content
main-content

Tipp

Weitere Artikel dieser Ausgabe durch Wischen aufrufen

05.12.2017 | Leitthema | Ausgabe 4/2018

Notfall +  Rettungsmedizin 4/2018

Chirurgische Versorgungsstrategien beim TerrorMANV

ETC − DCS − TASC

Zeitschrift:
Notfall + Rettungsmedizin > Ausgabe 4/2018
Autoren:
B. Friemert, A. Franke, R. Schwab, D. Hinck, Dr. G. Achatz, AG Einsatz‑, Katastrophen- und Taktische Chirurgie der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie

Zusammenfassung

Hintergrund

Terroranschläge kommen mittlerweile im westlichen Europa mit einer Häufigkeit vor, dass man davon ausgehen muss, von dieser Thematik weiter begleitet zu werden und man ständig mit derartigen Szenarien rechnen muss. Dabei haben diese Szenarien in der Regel durch den Einsatz entsprechender Waffen oder Bomben meist eine große Anzahl an verletzten Patienten im Sinne eines Massenanfalls von Verletzten (TerrorMANV) zur Folge. Dies ist nicht nur eine große Herausforderung für die Ersthelfer und Sicherheitskräfte am Ereignisort, sondern im unmittelbaren Nachgang auch für die versorgenden Kliniken. Dies gilt insbesondere, da es sich bei den Verletzungen in vielen Fällen um unmittelbar vital bedrohliche Traumen mit nicht selten relevanten Blutungen handelt.

Zielsetzung

Im Rahmen der vorliegenden Arbeit werden die chirurgischen Versorgungsstrategien im Terrorfall gegenübergestellt. Situationsabhängig muss dabei zwischen Maßnahmen nach dem Damage-Control-Surgery(DCS)- vs. dem Tactical-Abrreviated-Surgical-Care(TASC)-Konzept unterschieden werden.

Material und Methode

Anhand einer entsprechenden Literaturaufarbeitung und mit Bezug zu beispielhaften klinischen Fällen werden die Versorgungskonzepte genauer vorgestellt und diskutiert. Besonders werden dabei die notwendigen Entscheidungspfade in derartigen Situationen beleuchtet.

Ergebnisse

Versorgungsnotwendigkeiten beim TerrorMANV erzwingen ein Umdenken im chirurgischen Handeln. Ein Vorgehen nach den Prinzipen der DCS ist bekannt, hier jedoch durch den Patientenzustand bedingt. Der TerrorMANV erfordert dieses Umdenken jedoch aufgrund der Gesamtlage. Im Extremfall müssen die Maßnahmen der DCS noch weiter eingeschränkt und es muss nach dem TASC-Konzept vorgegangen werden.

Diskussion

TerrorMANV-Situationen erfordern im Extremfall ein anderes chirurgisches Vorgehen nach anderen chirurgischen Prioritäten in der Behandlung einzelner Patienten. Die notwendigen, v. a. taktisch-strategischen Überlegungen sind dabei nicht vertraut und müssen vermittelt und geübt werden. Dazu konnte nun zuletzt ein neues Kurskonzept (Terror and Disaster Surgical Care, TDSC®) etabliert werden.

Bitte loggen Sie sich ein, um Zugang zu diesem Inhalt zu erhalten

Literatur
Über diesen Artikel

Weitere Artikel der Ausgabe 4/2018

Notfall +  Rettungsmedizin 4/2018 Zur Ausgabe

Mitteilungen des DBRD

Mitteilungen des DBRD

Notfall aktuell - Für Sie gelesen

OBSERvE-Studie

Mitteilungen der agswn

Mitteilungen der agswn