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Charakterisierung von Notfallpatienten mit hoher Inanspruchnahme der zentralen Notaufnahme

Eine retrospektive Beobachtungsstudie an einem Haus der Maximalversorgung

  • Open Access
  • 18.12.2025
  • Originalien

Zusammenfassung

Hintergrund und Ziel der Arbeit

Im Kollektiv der Notfallpatienten von zentralen Notaufnahmen (ZNA) gibt es eine Untergruppe von Patienten, die häufig die ZNA aufsuchen. Unterschiedliche Definitionen dieser sog. FUED („frequent users of the emergency department“) in verschiedenen Gesundheitssystemen erschweren allerdings den Vergleich zwischen den einzelnen wissenschaftlichen Untersuchungen und somit deren Auswirkung auf die ZNA. Für Deutschland existieren fast keine Daten. Ziel der vorliegen Untersuchung war es, das Kollektiv der FUED an einem Haus der Maximalversorgung in Deutschland zu charakterisieren.

Methodik

Retrospektive Beobachtungsstudie über einen Zeitraum von drei kompletten Jahren (2021–2023). FUED wurden jahresweise definiert, wenn ≥ 4 Besuche vorlagen. Untersucht wurden die Aufnahmediagnose, Zuweisungsart, der Ersteinschätzungs‑/Versorgungslevel sowie das Outcome.

Ergebnisse

Im Beobachtungszeitraum kam es insgesamt zu 127.154 Besuchen. 1705 Notfallpatienten (1,67 % am Gesamtkollektiv) wiesen in mindestens einem der drei Jahre ≥ 4 Besuche pro Jahr auf. Dieses Kollektiv generierte insgesamt im Beobachtungszeitraum 9117 Besuche (7,17 % der Gesamtbesuche). Im Mittel kamen die Patienten in 61,7 % der Fälle fußläufig, in 27,7 % der Fälle mit dem Rettungsdienst und in 10,6 % der Fälle anderweitig. Die Verteilung der Manchester-Triage-System-Dringlichkeitsstufen (MTS) der Patienten war im Mittel 0,9 % „rot“, 15,0 % „orange“, 34,3 % „gelb“, 43,4 % „grün“ und 6,5 % „blau“. Die Versorgungslevel teilten sich auf in 60 % ambulant, 35 % Normalstation und 5 % Intensivstation. Im Mittel wurden 9,48 stationäre Aufenthaltstage generiert. Die fünf häufigsten ICD-10-Diagnosen waren: mechanische Komplikation durch einen Harnwegskatheter (T83.0), Harnwegsinfektion (N39.0), Kopfschmerz inklusive Gesichtsschmerz (R51), paranoide Schizophrenie (F20.0) und Epilepsie (G40.2).
Die Gesamtmortalität im Krankenhaus der FUED im Beobachtungszeitraum lag bei 3,5 % (n = 59).

Diskussion

Die durchgeführte Untersuchung zeigt erstmalig die Belastung durch FUED in einer deutschen ZNA. Darüber hinaus zeigt sich, dass ein relevanter Anteil der FUED im niedergelassenen Bereich bzw. intersektoral hätte versorgt werden können.

Zusatzmaterial online

Die Online-Version dieses Artikels (https://doi.org/10.1007/s10049-025-01676-4) enthält die erwähnten Zusatztabellen S1a und S1b zu den Angaben der FUED-Notfallpatienten. Bitte scannen Sie den QR-Code.
Bei der Verwendung des generischen Maskulinums als geschlechtsneutrale Form sind alle Geschlechter impliziert.
Die Autoren I. Gräff und B. Reichert haben zu gleichen Teilen zum Manuskript beigetragen.
Zusatzmaterial online – bitte QR-Code scannen

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Hintergrund

Im Kollektiv der Notfallpatienten von zentralen Notaufnahmen (ZNA) gibt es eine Untergruppe von Patienten die die ZNA innerhalb eines bestimmten Zeitraums wiederholt aufsuchen. In der englischsprachigen Literatur wird diese Untergruppe als „frequent users of the emergency department“ (FUED) bezeichnet.
Es gibt keinen allgemein akzeptierten Schwellenwert für die Definition der FUED, aber der in der Literatur am häufigsten genannte unterste Schwellenwert liegt bei vier Besuchen pro Jahr [14].
Wissenschaftliche Untersuchungen zu FUED zeigen, dass sie nur einen kleinen Anteil an der Gesamtzahl der Notfallpatienten ausmachen. Sie sind aber für eine unverhältnismäßig hohe Anzahl an ZNA-Besuchen verantwortlich und verbrauchen konsekutiv einen hohen Anteil der Gesundheitsressourcen [46].

Wichtigkeit

Es wird oft angenommen, dass FUED die ZNA, nicht indiziert, für eine Vielzahl von medizinischen, psychischen und sozialen Problemen in Anspruch nehmen.
Unterschiedliche Definitionen der FUED in verschiedenen Gesundheitssystemen erschweren allerdings den Vergleich zwischen den einzelnen wissenschaftlichen Untersuchungen und somit deren Auswirkung auf die ZNA.
Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Untersuchungen zu FUED auf amerikanische Notaufnahmen bzw. Kanada, Australien und Neuseeland [4, 7].
Die letzte spezifische Publikation zu FUED aus Deutschland war ein Beitrag aus dem Jahre 2018 [8].

Ziel der Studie

Ziel der vorliegenden Untersuchung ist es, das Kollektiv der FUED an einem Haus der Maximalversorgung in Deutschland zu charakterisieren. Der primäre Schwerpunkt der Studie liegt hierbei auf der Inanspruchnahme der ZNA, den Vorstellungsgründen inklusive ihrer Akuitätsgrade, dem Versorgungslevel und der Krankenhausmortalität. Die Arbeit soll somit einen aufklärenden Beitrag zu den teils widersprüchlichen Untersuchungen aus dem Ausland (inner-/außereuropäisch) leisten und helfen, eine besondere Patientengruppe in einer deutschen ZNA einzuordnen.

Methodik

Studiendesign und Setting

Bei der durchgeführten Studie handelt es sich um eine retrospektive Beobachtungsstudie über einen Zeitraum von drei kompletten Jahren (01/2021–12/2023). Die Abteilung mit der Notfallstufe der umfassenden Notfallversorgung behandelt jährlich etwa 45.000 Notfallpatienten. Gynäkologische, geburtshilfliche und pädiatrische Notfälle bis zum Alter von 16 Jahren (mit Ausnahme von traumatisierten Kindern und Kindern mit HNO-Problemen) werden in anderen nahegelegenen Abteilungen/Notaufnahmen behandelt. Alle Daten, die in direktem Zusammenhang mit der Ersteinschätzung in der ZNA standen, wurden dem Triageprotokoll entnommen [9].
Daten, die sich aus der Krankenhausaufnahme (Aufnahme‑/Behandlungsdiagnose nach ICD-10-GM-Systematik) und der Notfallbehandlung ergaben (Versorgungslevel, Tod während des Krankenhausaufenthalts), wurden der elektronischen Patientenakte entnommen. Das verwendete Krankenhausinformationssystem (KIS) ist ZNA CockpitSYNX; Dedalus Health Care Systems Group, Bonn, Deutschland.
FUED wurden jahresweise definiert, und zur besseren Vergleichbarkeit mit anderen Studien wurde der in der Literatur häufig beschriebene Cut-off-Wert von ≥ 4 Besuchen in der Abteilung für Klinische Akut- und Notfallmedizin herangezogen.
Für die Auswertung der Krankenhausmortalität wurde neben der 30-Tages-Mortalität bewusst ein zweites Zeitfenster von 12 h als Kurzzeitmortalität herangezogen, um näher an der Ersteinschätzung bzw. der Aufenthaltsdauer in der ZNA zu sein.
Notfallpatienten unter 16 Jahren wurden von dieser Studie ausgeschlossen.

Statistik

Die statistische Analyse wurde mit R Version 4.4.3 durchgeführt (R Core Team 2025: R: a language and environment for statistical computing, R Foundation for Statistical Computing, Wien, Österreich). Jedem Patienten wurde eine eindeutige Studiennummer zugewiesen. Diese Nummer wurde verwendet, um die Anzahl der Besuche eines Patienten in der ZNA zu beziffern. Die deskriptive Analyse umfasste die Berechnung von Mittelwerten (MW) und Standardabweichungen (SD) sowie 5‑Punkte-Zusammenfassungen (Minimum, erstes Quartil, Median, drittes Quartil, Maximum) für kontinuierliche Variablen und Häufigkeiten (absolut und relativ) für kategoriale Variablen. Zusätzlich wurden die Verteilungen der Variablen durch Säulendiagramme veranschaulicht. Alle Auswertungen, die wiederholte Besuche am selben Patienten mit einbeziehen, wurden auf Patientenebene durchgeführt (z. B. durch Berechnung von relativen Häufigkeiten) und dann entsprechend zusammengefasst (durch Angabe von MW, SD und der 5‑Punkte-Zusammenfassung).
Die Mortalität wurde anhand einer Kaplan-Meier-Analyse untersucht. Berechnet wurde die geschätzte 12-Stunden- und 30-Tages-Überlebenswahrscheinlichkeit inklusive 95 %-Konfidenzintervallen.
In der vorliegenden Arbeit wurden keine inferenzstatistischen Tests durchgeführt.

Ethik

Die Studie wurde vom Vorsitzenden der lokalen Ethikkommission der Universität Bonn genehmigt (Nr. 2024-66-BO). Die Ethikkommission bestätigt, dass gemäß § 15 der Berufsordnung für Ärzte gegen die retrospektive Auswertung von im Rahmen der Routinediagnostik/-versorgung gewonnenen Daten keine berufsrechtlichen oder ethischen Bedenken zu erheben sind [10].
Darüber hinaus wurde die pseudonymisierte Datenauswertung durch den zuständigen Datenschutzbeauftragten freigegeben. Das Studiendesign steht im Einklang mit der Deklaration von Helsinki [11].

Ergebnisse

Besuche und Eintreffzeit

Im Beobachtungszeitraum der drei kompletten Jahre (01/2021–12/2023) kam es insgesamt zu 127.154 Besuchen. 1705 Notfallpatienten (1,67 % des Gesamtkollektivs) wiesen in mindestens einem der drei Jahre ≥ 4 Besuche pro Jahr auf. Dieses Kollektiv generierte im Beobachtungszeitraum insgesamt 9117 Besuche (7,17 % der Gesamtbesuche). 71 (4,2 %) der FUED-Notfallpatienten suchten die Notaufnahme im Beobachtungszeitraum mehr als 10-mal auf. Im Median hatte jeder FUED im Beobachtungszeitraum 4 Besuche (Q1 = 4, Q3 = 6), im Maximum bis zu 68 Besuche. Im konsekutiven Verlauf der drei Jahre des Beobachtungszeitraums konnte kein relevanter Unterschied im Aufkommen der FUED festgestellt werden (Supplement-Tabelle S1a). Die mediane Zeitspanne zwischen dem ersten und letzten Besuch betrug 163 Tage (Q1 = 79, Q3 = 250).
Das mediane Alter der FUED war 56 Jahre (Q1 = 36, Q3 = 72), wovon 55,6 % männlich waren. 64,2 % (n = 1094) gehörten der Altersklasse 16–64 Jahre an und 35,8 % (n = 611) waren ≥ 65 Jahre alt („Gesamt“; Supplement-Tabelle S1b).
Die Eintreffzeit der FUED war annähernd deckungsgleich mit dem Tagesverlauf des Gesamtkollektivs (Abb. 1).
Abb. 1
Zeitpunkt des Eintreffens nach Wochentag und Tageszeit innerhalb der Gruppe der FUED im Beobachtungszeitraum (2021–2023)
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Zuführungsart, Dringlichkeitseinstufung, Versorgungslevel, Krankenhausverweildauer und aufnehmende Fachabteilung

Im Mittel kamen die FUED-Patienten in 61,7 % der Fälle fußläufig, in 27,7 % der Fälle mit dem Rettungsdienst und in 10,6 % der Fälle anderweitig (Vertragsarzt, KV-Notdienst, Medical Emergency Team (MET), Klinikverlegung). Die Dringlichkeitsstufe „rot“ nach dem Manchester Triage System (MTS) bekamen im Mittel 0,9 %, „orange“ 15,0 %, die Stufe „gelb“ wurde im Mittel 34,3 % zugeordnet, „grün“ 43,4 % und „blau“ im Mittel 6,5 % der Fälle. Somit erfolgte die Dringlichkeitseinstufung mit dem MTS in fast der Hälfte der Fälle in die niedrig dringlichen MTS-Kategorien. Die Versorgungslevel der FUED teilten sich auf in 60 % ambulant, 35 % Normalstation und 5 % Intensivstation.
In der differenzierten Betrachtung der Dringlichkeitsstufen auf der Besuchsebene zeigte sich, dass unter den stationär aufgenommenen Patienten 2655 (74,3 %) in die Triagekategorien „gelb“, „grün“ und „blau“ eingeordnet wurden.
In Bezug auf die KH-Verweildauer zeigte sich, dass innerhalb der FUED über den gesamten Zeitraum 1323 Patienten (77,6 %) mindestens einen stationären Krankenhausaufenthalt hatten. Im Mittel wurden 9,48 stationäre Aufenthaltstage generiert.
In Abb. 2 kommen die aufnehmenden Fachabteilungen zur Darstellung. Hier zeigte sich konstant über alle 3 Jahre, dass die Zuweisung am häufigsten in die Neurologie, Urologie und in die Innere Medizin (Allgemein/Kardiologie) erfolgte.
Abb. 2
Aufnehmende Fachabteilung innerhalb der Gruppe der FUED im Beobachtungszeitraum (2021–2023)
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Häusliches Umfeld und „left without being seen“ (LWBS)

In 77,7 % war ein Hausarzt im KIS eingetragen. Die Distanz vom eingetragenen Wohnsitz bis zum Universitätsklinikum Bonn (UKB) betrug im Mittel 12,7 km (SD = 26,1) Luftlinie. Innerhalb der FUED war der mittlere Anteil der sog. LWBS-Patienten lediglich 1,5 % (136 von 9117 Besuchen).

Diagnosen

Die fünf häufigsten ICD-10-Diagnosen innerhalb der Gruppe der FUED über den Beobachtungszeitraum der drei Jahre waren: Harnwegsinfektion (N39.0), Kopfschmerz inklusive Gesichtsschmerz (R51), mechanische Komplikation durch einen Harnwegskatheter (T83.0), Epilepsie (G40.2) und paranoide Schizophrenie (F20.0; Abb. 3).
Abb. 3
Prozentuale Verteilung der Top-5-ICD-10-Diagnosen innerhalb der Gruppe der FUED im Beobachtungszeitraum 2021–2023; N39.0 (Harnwegsinfektion), R51 (Kopfschmerz inklusive Gesichtsschmerz), T83.0 (mechanische Komplikation durch einen Harnwegskatheter), G40.2 (Epilepsie), F20.0 (paranoide Schizophrenie). MW Mittelwert, SD Standardabweichung
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Krankenhausmortalität

Insgesamt lag der Anteil derer, die im Krankenhaus verstorben sind, in der Gruppe der FUED bei 3,5 % (n = 59). Kurzzeitig (innerhalb von 12 h) verstarben 0,2 % (n = 4), innerhalb von 30 Tagen verstarben 3,0 % (n = 51). Die Überlebenswahrscheinlichkeit betrug bei 12 h 99,4 % und bei 30 Tagen 79,4 % (Abb. 4). Das mittlere Alter in der Gruppe lag bei 72,1 Jahren. Betrachtet man die Dringlichkeitsstufen in der Gruppe der verstorbenen FUED, so fällt auf, dass der Anteil mit einer niedrigen Triagestufe („gelb“, „grün“ und „blau“) bei insgesamt 57,6 % lag.
Abb. 4
Kaplan-Meier-Kurve (Schätzer mit 95 %-Konfidenzintervall). Die geschätzten 12-Stunden- und 30-Tages-Überlebenswahrscheinlichkeiten betrugen 99,4 % und 79,4 %. (Herangezogen wurde jeweils der letzte Besuch im Beobachtungszeitraum der FUED-Patienten)
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Diskussion

Giannouchos et al. zeigten, dass FUED in einer amerikanischen ZNA durchschnittlich sechs bis neun Besuche pro Jahr aufwiesen [4]. Unsere Daten zeigen ein ähnliches Ergebnis, denn bei ca. der Hälfte der FUED waren mehr als 4 Besuche pro Jahr zu verzeichnen. In Bezug auf die Zuführungsart berichteten van Thiel et al. in ihrer Übersichtsarbeit von bis zu 50 % Zuführung durch den Rettungsdienst. Diese Quote kann durch unsere Arbeit nicht bestätigt werden. Die Zuführung durch den Rettungsdienst lag nur bei knapp 30 %. In Bezug auf die Eintreffzeit ergab sich bei van Thiel et al. ein inhomogenes Bild, einige Arbeiten berichteten über verstärktes Eintreffen an Wochenenden, andere zu Abend- und Nachtstunden. Unsere Auswertung zeigt, dass die Eintreffzeit der FUED den Zeiten der „Nicht-FUED“ entsprach [7].
Vergleicht man unsere Daten zur Inanspruchnahme der ZNA (1,67 % des Gesamtkollektivs/7,17 % der Gesamtbesuche) mit den Daten aus den USA bzw. mit systematischen Übersichtsartikeln, so zeigt sich, dass sowohl die Anzahl der FUED als auch die Anzahl der Besuche deutlich unter den USA-Auswertungen lagen [4, 7]. Ein Erklärungsansatz hierfür wären unterschiedliche Primärarztsysteme respektive ein schlechter Versicherungsstatus im Vergleich zu Deutschland.
Eine retrospektive Untersuchung an einem deutschen städtischen Lehrkrankenhaus von Rauch und Kollegen aus dem Jahr 2018 zeigte, dass die FUED 5,5 % der Stichprobe ausmachten und für etwa 15,5 % der Besuche verantwortlich waren. Somit liegen unsere ermittelten Ergebnisse auch im direkten Vergleich zu einem Krankenhaus, welches sich im gleichen Gesundheitssystem befindet, unter den bisher berichteten Quoten [8].
Die einzigen Daten zur Inanspruchnahme der ZNA, die annähernd deckungsgleich mit unseren sind, kommen von Bertoli-Avella et al. Sie konnten im größten niederländischen Lehrkrankenhaus über einen Zeitraum von 5 Jahren (2009–2013) zeigen, dass die FUED 2 % der Stichprobe ausmachten und für 8 % der Besuche verantwortlich waren [2]. Ihr Erklärungsansatz für die niedrige Anzahl fußte auf 3 Aspekten: 1. Kooperationen mit Ärzten im niedergelassenen Bereich außerhalb der regulären Sprechzeiten, 2. bessere Versorgung von chronischen Krankheiten durch Spezialambulanzen, 3. Selbstbeteiligung bei Inanspruchnahme der ZNA. Diese Erklärungen können für die Interpretation unserer Zahlen nur bedingt herangezogen werden, allenfalls der Erklärungsansatz durch Ambulanzstrukturen für chronische Erkrankungen [2].
Interessant erscheinen unsere ICD-10-Diagnosen aus dem Blickwinkel der Definition von sog. „ambulatory care sensitive conditions“ (ACSC). Diese ambulanten behandlungssensitiven Bedingungen bestehen aus einer Untergruppe von akuten und chronischen Diagnosen, die keine Ressource (Diagnostik, Fachexpertise etc.) eines Krankenhauses erfordern. Diese Diagnosen enthalten 1. akute Verschlimmerungen von chronischen Erkrankungen, die vor dem ZNA-Besuch durch eine angemessene Behandlung hätten kontrolliert werden können, 2. akute Zustände, die in der Primärversorgung hätten behandelt werden können, und 3. Infektionskrankheiten (z. B. Pneumonien), die trotz wirksamer Immunisierung auftreten [12]. Auch wenn es in der Literatur Unterschiede in der Definition der ACSC gibt und von einigen Autoren Adaptationen gefordert wurden, konnten die von uns ermittelten ICD-10-Diagnosen in die Kategorie der ambulanten versorgungssensitiven Bedingungen eingeordnet werden. Frick und Kollegen forderten mit Blickwinkel auf Krampfanfälle, Kopfschmerzen, Depression und Probleme mit dem Urogenitaltrakt eine Adaptation der ACSC-Definition [13].
Rauch und Kollegen zeigten unter Zuhilfenahme einer Clinical Classifications Software (CCS) zur Kategorisierung von Diagnosen bzw. ACSC, dass das Vorliegen von ACSC das Risiko für eine häufige Inanspruchnahme der Notaufnahme deutlich erhöhte. Hier sind Krankheiten des Urogenitalsystems, Krankheiten des Nervensystems und psychische-bzw. Verhaltensstörungen benannt. Betrachtet man beispielsweise den ICD-10-Code T83.0 (Komplikation durch einen Harnwegskatheter) aus unseren Ergebnissen, der unter den 5 häufigsten Diagnosen in der Gruppe der FUED zu verzeichnen war, wird deutlich, dass ein großer Anteil der Patienten die ZNA beanspruchte, obwohl dieses medizinische Problem potenziell im niedergelassenen Sektor hätte versorgt werden können [8].
Bertoli-Avella et al. konnten mittels multivariater logistischer Regressionsanalyse (2009–2013) an einem universitären Maximalversorger der Niederlande zeigen, dass die häufige Inanspruchnahme der ZNA in Verbindung mit der Einweisungsart, der Dringlichkeit und einer notwendigen Krankenhauseinweisung stand. Sie postulierten, dass FUED häufig chronische Krankheiten haben und dies zu einer niedrigeren Schwelle für eine Krankenhauseinweisung beitrug. Mit Bezug auf die ICD-10-Diagnosen G40.2 Epilepsie und F20.0 paranoide Schizophrenie unserer Arbeit teilen wir diese Einschätzung. Unser FUED-Kollektiv zeigte eine leicht erhöhte Aufnahmequote im Vergleich zum Gesamtkollektiv, bei Aufnahme auf die Intensivstation war sie jedoch geringer. Betrachtet man die Dringlichkeit, gemessen mit dem MTS, zeigten die von uns ermittelten „Top Five“ der ICD-10-Codes zum einen medizinische Probleme mit einem eher chronischen, nicht akuten Charakter (z. B. Komplikation durch einen Harnwegskatheter), zum anderen aber auch akute Probleme mit Dringlichkeit (z. B. Kopfschmerz).
Darüber hinaus berichteten Bertoli-Avella und Mitarbeiter, dass bestimmte medizinische Probleme in Beziehung zur Besuchsfrequenz standen und dass die überwiegende Mehrheit der FUED nur episodische Perioden mit hoher ZNA-Inanspruchnahme aufwies. Die erste Aussage können wir nicht bestätigen, da sich in unseren Daten zwischen der ICD-10-Diagnose und der Besuchsfrequenz keine klare Abhängigkeit darstellen ließ. Im Median kamen die FUED in unserer Studie über einen Zeitraum von 163 Tagen, was die These von Bertoli-Avella et al. unterstützt, dass die Mehrheit der FUED nur episodisch eine hohe Inanspruchnahme der Notaufnahme aufwies anstatt über mehrere Jahre hinweg eine konstant hohe Inanspruchnahme [2].
In Bezug auf die Sterblichkeit zeigten einige Publikationen, dass die Morbidität und Mortalität der FUED die der Allgemeinbevölkerung überstiegen. Akute Intoxikationen, Verletzungen infolge von Überfällen oder Unfällen, Komplikationen bei nicht behandelten chronischen Erkrankungen und langfristiger Drogen- und Alkoholmissbrauch waren mögliche Gründe [1416]. Moe und Kollegen fanden anhand von sieben Studien, die die Sterblichkeit untersuchten, heraus, dass eine im Median 2,2-fach erhöhte Sterblichkeitswahrscheinlichkeit bei FUED im Vergleich zu „Nicht-FUED“ vorlag [17]. Die von uns ermittelten Anteile (0,2 % nach 12 h bzw. 3,0 % nach 30 Tagen) lagen deutlich unter denen des Gesamtkollektivs mit 0,55 % respektive 4,46 % und stehen somit nicht im Einklang mit Studien aus den USA, Kanada, Australien oder Schweden.

Limitationen

Unsere Untersuchung hat mehrere Einschränkungen. Auch wenn die Daten an einem Haus der Maximalversorgung erhoben worden sind, kann eine einseitige Darstellung durch ihr monozentrisches Design nicht ausgeschlossen werden. So ist denkbar, das eine Datenerhebung in den anderen lokoregionalen Krankenhäusern andere Ergebnisse hervorbringen würde. Auch ist denkbar, dass sich die untersuchten FUED noch zusätzlich in anderen Krankenhäusern haben behandeln lassen. Die Festlegung des Schwellenwerts von ≥ 4 Besuchen in der Definition eines FUED an sich kann möglicherweise eine verzerrte Darstellung mit sich bringen. Ggf. wurde die ICD-Codierung der Diagnosen durch die Qualität der Codierung beeinträchtigt. Zu erwähnen ist auch ein möglicher Einfluss der Coronapandemie. Dagegen spricht allerdings, dass in der Gruppe der FUED bei den Top 5 der ICD-10-Codes keine Atemwegserkrankung zu finden ist.

Zusammenfassung

Die Ergebnisse der vorliegenden Arbeit zeigen teils deutliche Unterschiede zu anderen Publikationen, die überwiegend aus anderen Gesundheitssystemen stammen. Ein Erklärungsansatz hierfür liegt an anderen Versorgungsstrukturen im Bereich der niedergelassenen Ärzte, der unterschiedlichen Quote an krankenversicherten Menschen (15 % ohne Krankenversicherung in den USA) und den etablierten Versorgungsstrukturen der ambulanten Notfallversorgung. Offensichtlich existierte ein Unterschied zwischen EU-Ländern und Nicht-EU-Ländern, selbst innerhalb eines Landes war die Datenlage zum Teil inhomogen [7].
Es liegt aber auch an den unterschiedlichen Studiendesigns respektive an einer fehlenden Definition des FUED. Selbst der Vergleich mit Daten aus Deutschland scheitert an der Quantität und an der fehlenden Datenaktualität vergleichbarer Studien [8]. Insgesamt erscheint das Kollektiv der FUED sehr inhomogen, was deckungsgleich mit anderen Untersuchungen ist.
Es scheint, dass die Belastung der ZNA am UKB im Vergleich zu den Zahlen in Amerika oder Europa niedriger war. Ein Grund hierfür könnte die Distanz mit ca. 4,5 km zum Stadtkern Bonn sein. Im Zentrum selbst existierte eine umfassende KV-Struktur respektive eine konzentrierte Krankenhausinfrastruktur. Absolut betrachtet heißt das aber trotzdem ca. 3000 Besuche pro Jahr in der Gruppe der FUED. Notfallpatienten, die zwischen zwei und drei Besuche pro Jahr hatten, bleiben dabei sogar noch unberücksichtigt. Welchen Einfluss das Versorgungslevel eines universitären Maximalversorgers an sich auf die Anzahl der Besuche von FUED hatte, muss offenbleiben.
Auch wenn die Mortalität der FUED niedrig erscheint, muss die allgemein existierende Meinung, dass FUED mit leichten Beschwerden kamen und die ZNA unnötig in Anspruch nahmen, differenziert betrachtet werden. Ebenso zeigt sich, dass innerhalb der FUED mit vermeintlich niedriger Dringlichkeitseinstufung ein relevanter Anteil mit stationär behandlungswürdiger Erkrankung war und ein relevanter Anteil an Mortalität zu verzeichnen war, wenn auch bei insgesamt geringer Mortalität. Die Erklärung für diese Beobachtung muss allerdings offenbleiben, möglicherweise führte das Merkmal FUED zu einer Tendenz mit niedriger Dringlichkeitseinstufung im Rahmen der Ersteinschätzung.
Wir gehen davon aus, dass bestimmte chronische Erkrankungen, wie beispielsweise die Epilepsie, von vornherein mit einer hohen Rate an Wiederholungsbesuchen verbunden waren. Diese Patientengruppe war in der Regel bereits eng an spezialisierte medizinische Versorgungsstrukturen angebunden.
Dies darf allerdings nicht verwechselt werden mit dem Kollektiv, welches die ZNA aufsuchte, weil es im niedergelassenen Bereich keine adäquate Notfallversorgung fand bzw. dort hätte versorgt werden können [1820].
Unsere Daten zeigen klar, dass durch eine bessere intersektorale Vernetzung ein erheblicher Anteil der FUED am UKB vermieden werden könnte. So wäre z. B. der dislozierte oder zu wechselnde Harnwegskatheter eine Leistung, die durch den Gemeindenotfallsanitäter oder ambulante Strukturen ohne Probleme hätte versorgt werden können. An der Gruppe mit ambulanten versorgungssensitiven Bedingungen wird deutlich, dass die Qualität der ambulanten Versorgung ein entscheidender Faktor war, der die häufige Inanspruchnahme der ZNA beeinflusste. Zukünftig bedarf es weiterer Studien in Deutschland, um das Kollektiv der FUED aus dem intersektoralen Blickwinkel noch besser einordnen zu können.

Fazit für die Praxis

  • Die Ergebnisse der vorliegenden Untersuchung zu FUED an einem Haus der Maximalversorgung in Deutschland zeigen in Teilaspekten deutliche Unterschiede zu Untersuchungen aus anderen Gesundheitssystemen.
  • Die durchgeführte Untersuchung zeigt erstmalig eine bestehende und konstante Belastung durch FUED in einer deutschen ZNA.
  • Die Auswertung der ICD-10-Diagnosen in Kombination mit der Dringlichkeitseinstufung und der hohen Rate an ambulanter Fallführung lässt die Aussage zu, dass ein relevanter Anteil der FUED im niedergelassenen Bereich bzw. intersektoral hätte versorgt werden können.
  • Auf der anderen Seite existiert innerhalb der FUED eine Gruppe mit komplexen chronischen Erkrankungen, die die spezifische medizinische Expertise einer Spezialambulanz im universitären Setting benötigte.
  • Es bedarf weiterer Untersuchungen für ein besseres Verständnis dieser besonderen Patientengruppe, um eine differenzierte Steuerung im Gesundheitssystem zu ermöglichen.

Einhaltung ethischer Richtlinien

Interessenkonflikt

I. Gräff, B. Reichert, M. Kogej und M. Berger geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.
Alle beschriebenen Untersuchungen am Menschen oder an menschlichem Gewebe wurden mit Zustimmung der zuständigen Ethikkommission, im Einklang mit nationalem Recht sowie gemäß der Deklaration von Helsinki von 1975 (in der aktuellen, überarbeiteten Fassung) durchgeführt. Von allen beteiligten Patienten liegt eine Einverständniserklärung vor.
Open Access Dieser Artikel wird unter der Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz veröffentlicht, welche die Nutzung, Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und Wiedergabe in jeglichem Medium und Format erlaubt, sofern Sie den/die ursprünglichen Autor(en) und die Quelle ordnungsgemäß nennen, einen Link zur Creative Commons Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Die in diesem Artikel enthaltenen Bilder und sonstiges Drittmaterial unterliegen ebenfalls der genannten Creative Commons Lizenz, sofern sich aus der Abbildungslegende nichts anderes ergibt. Sofern das betreffende Material nicht unter der genannten Creative Commons Lizenz steht und die betreffende Handlung nicht nach gesetzlichen Vorschriften erlaubt ist, ist für die oben aufgeführten Weiterverwendungen des Materials die Einwilligung des jeweiligen Rechteinhabers einzuholen. Weitere Details zur Lizenz entnehmen Sie bitte der Lizenzinformation auf http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de.

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.
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DRUCKEN
Titel
Charakterisierung von Notfallpatienten mit hoher Inanspruchnahme der zentralen Notaufnahme
Eine retrospektive Beobachtungsstudie an einem Haus der Maximalversorgung
Verfasst von
Prof. Dr. I. Gräff, DESA
B. Reichert
M. Kogej
M. Berger
Publikationsdatum
18.12.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Notfall + Rettungsmedizin
Print ISSN: 1434-6222
Elektronische ISSN: 1436-0578
DOI
https://doi.org/10.1007/s10049-025-01676-4
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