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19.12.2017 | Bildung | Nachrichten

Pflege zukunftssicher gestalten

Für eine zukunftssichere Pflege ist ein Ausbau der hochschulischen Ausbildung notwendig. Das erklärten jetzt Vertreter der Bochumer Hochschule für Gesundheit (hsg).

Das Berufsfeld Pflege wird durch den ergänzenden hochschulischen Ausbildungsweg attraktiver. © hsgDas Berufsfeld Pflege wird durch den ergänzenden hochschulischen Ausbildungsweg attraktiver.

„Die Pflege muss sich mit Blick auf bereits heute bestehende und zukünftig erkennbare Bedarfe dringend weiter entwickeln“, stellte Professor Thomas Evers, Vize-Präsident für Studium und Lehre an der hsg letzte Woche in Bochum fest. Dafür bedürfe es einer konzertierten Aktion über alle beteiligten Bereiche und Akteure hinweg. Evers begrüßte daher den vom Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung (dip) kürzlich vorgestellten Masterplan Pflege. Dieser sieht unter anderem einen Runden Tisch vor, an dem alle relevanten Akteure beteiligt sind. Mit den Arbeitsbedingungen oder Verdienstmöglichkeiten greife der Masterplan wichtige Aspekte auf, um das Berufsfeld weiterentwickeln zu können. „Aber“, so Evers, „auch der Beruf selber muss attraktiver gestaltet und an die gestiegenen Versorgungsanforderungen angepasst werden“.

Mehr Attraktivität für das Berufsfeld Pflege

Einen wichtigen Faktor dafür sieht Evers in der ab dem Jahr 2020 bestehenden Möglichkeit, in der direkten Patientenversorgung tätige Pflegekräfte auch regelhaft hochschulisch ausbilden zu können. Vorher sei jedoch eine Verständigung über gemeinsame Qualitätsstandards hochschulischer Ausbildungswege notwendig. „Alleine durch die Tatsache, dass eine Ausbildung an einer Hochschule ermöglicht wird, wird sie nicht automatisch besser“, so Evers.

Auch Professor Markus Zimmermann, Dekan des Departments Pflege der hsg, zeigte sich überzeugt, dass das Berufsfeld durch den ergänzenden hochschulischen Ausbildungsweg an Attraktivität gewinnt. Diese sei in Zeiten des Fachkräftemangels ein wichtiger Baustein, um Pflege zukunftssicher gestalten zu können. „Jedoch bedarf es in diesem Zusammenhang auch entsprechend angepasster Verdienstmöglichkeiten für hochschulisch qualifizierte Pflegende.“

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