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20.07.2021 | Bildung | Nachrichten

Hamburg und Pflegeassistenz: Kliniken sehen sich im Nachteil

Hamburg bietet anders als andere Länder keinen einjährigen Abschluss zum Pflegeassistenten an.

Die Hamburgische Krankenhausgesellschaft (HKG) sieht einen Standortnachteil für die Hansestadt im Wettbewerb um die Gewinnung von Pflegekräften. Grund: In Hamburg gibt es im Gegensatz zu vielen anderen Bundesländern keinen landesrechtlich anerkannten Berufsabschluss als Pflegeassistenz mit einjähriger Ausbildung.

„Für Menschen, die sich zum pflegerischen Beruf hingezogen fühlen, kann eine einjährige Pflegeassistenzausbildung ein niedrigschwelliger Einstieg sein, auf dem man zu einem späteren Zeitpunkt aufbauen und sich weiterqualifizieren kann“, teilt die HKG mit. Damit bleibt eine Chance ungenutzt, um jungen Menschen „eine schnelle und vom Zeithorizont her begrenzte Ausbildung zur Pflegeassistenz anbieten zu können“ – vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels in der Pflege nach HKG-Lesart ein „Versäumnis“.

Niedrigschwelliger Einstieg

Für die einjährige Ausbildung spricht nach Auffassung des Verbandes neben dem niedrigschwelligen Einstieg und die Möglichkeit der Weiterqualifizierung auch die schnelle Entlastung, die die Pflegeassistenten bewirken können. Diese könnten den Fachkräften Aufgaben abnehmen, die keine dreijährige Ausbildung erfordern.

Unterhalb der examinierten Pflegefachkraft kann man sich in Hamburg zwar innerhalb von zwei Jahren zur Gesundheits- und Pflegeassistenz (GPA) ausbilden lassen. Deren Tätigkeitsschwerpunkte liegen aber in der häuslichen und Langzeitpflege sowie in der Hauswirtschaft, nicht in der Klinik.

Alle Qualifikationsstufen nötig

„Wir brauchen Mitarbeitende aller Qualifikationsstufen: vom einjährig, zweijährig bis zum dreijährig Ausgebildeten, Pflegekräfte mit Zusatzqualifikationen und Weiterbildungen sowie akademisch ausgebildete Mitarbeitende.“ Nur so könne man qualitativ hochwertige Pflege sicherstellen, so der HKG-Vorsitzende Jörn Wessel.

Laut Pflegeberufegesetz kann das eine Jahr zur Pflegeassistenz auf eine dreijährige Pflegeausbildung angerechnet werden. Ungeklärt ist noch die Finanzierung unterhalb der dreijährigen Ausbildung. (di)

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