Kurzbildungsgang Niedersachsen: Neue Wege in die Pflegeassistenz
- 16.07.2025
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Niedersachsen hat die Zugangswege zur Assistenzkraft in der Pflege flexibilisiert. Für Berufserfahrene ohne formalen Abschluss ist jetzt auch eine verkürzte Ausbildung möglich.
Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels schafft das niedersächsische Kultusministerium neue Wege, um einen Abschluss als Assistenzkraft in der Pflege zu erlangen. Neben der regulären zweijährigen Ausbildung in der Pflegeassistenz eröffnet ein Maßnahmenpaket weitere Zugangsmöglichkeiten für unterschiedliche Zielgruppen.
Ein Angebot richtet sich an Menschen mit Berufserfahrung, aber ohne formale Qualifikation: Ab August bieten 19 Berufsschulen einen Kurzlehrgang an, der in 320 Stunden zur Prüfung führt. Interessierte mit Vorerfahrung können aber auch direkt in das zweite Ausbildungsjahr einsteigen. Auszubildende zur Pflegefachkraft erhalten zudem nach erfolgreicher Zwischenprüfung automatisch den Assistenzabschluss. Auch die Möglichkeiten, den Abschluss zur Pflegeassistenz über eine „Nichtschülerprüfung“ zu erwerben, werden erweitert.
Eine zentrale Beratungsstelle in Hannover berät Interessierte, welche Möglichkeiten zum Erwerb des Assistenzabschlusses, für sie in Frage kommen.
Niedersachsens Kultusministerin Julia Willie Hamburg betont: „Insbesondere Berufserfahrene, die bislang ohne formalen Berufsabschluss in der Pflege tätig waren, profitieren von den neu geschaffenen Möglichkeiten. Berufliche Kompetenzen, die durch langjährige Tätigkeit in der Pflege erworben wurden, werden jetzt anerkannt.“ Das Maßnahmenpaket werde dazu beitragen, mehr qualifizierte Assistenzkräfte in der Pflege zu gewinnen, ist die Ministerin überzeugt. (ne)