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02.05.2018 | Bildung | Nachrichten

Charité plant Pflegestudiengang

Die Charité – Universitätsmedizin Berlin will einen neuen Studiengang „Bachelor of Science in Pflege“ einrichten. Damit reagiert das Uniklinikum auf den steigenden Bedarf an hochschulisch qualifiziertem Personal.

Lernen © Kzenon/Fotolia

„Eine Gesellschaft, die immer älter wird, braucht mehr qualifizierte Pflegefachleute, die den immer anspruchsvoller werdenden Aufgaben gerecht werden und die Patienten in ihrem Versorgungsprozess kompetent begleiten können“, erklärt Judith Heepe, Pflegedirektorin der Charité. Der neue Studiengang soll den Nachwuchs auf die Anforderungen im Krankenhaus, im Pflegeheim oder in der häuslichen Pflege vorbereiten.

„Unser Ziel ist es, Pflegepraxis auf wissenschaftliche Erkenntnisse zu stützen“, so Heepe. Mit diesem Modell schließe man an die international übliche Qualifizierung für Pflegefachpersonen an. Die Studierenden sollten mit den Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens vertraut werden und lernen, „mehr Verantwortung für die medizinische Versorgung als bisher für die Patienten zu übernehmen.“

Wie Professor Michael Ewers  betont, sollten die Absolventen in der Lage sein, sich an pflegewissenschaftlichen Projekten zu beteiligen, das eigene Handeln zu hinterfragen und auswerten zu können. Aufgabenfelder sieht der Direktor des Instituts für Gesundheits- und Pflegewissenschaft der Charité in der direkten Versorgung, in der Beratung und Anleitung von Patienten oder Angehörigen, aber auch in der Koordination und Steuerung von Versorgungsabläufen.

Geplant ist, dass der Studiengang im Sommersemester 2020 mit 60 Studierenden an den Start geht. Studierende können dann innerhalb von vier Jahren eine Berufszulassung als Pflegefachperson sowie den Bachelor-Grad erwerben. (NE)

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