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21.12.2021 | Bildung | Nachrichten

Bayern plant Stipendienprogramm für Pflegestudierende

Angesichts rückläufiger Studierendenzahlen will Bayern die Akademisierung der Pflegeberufe finanziell stärker fördern. Geplant ist ein Stipendienprogramm für das Pflegestudium.

Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek setzt sich für die Etablierung eines Stipendienprogramms für das Pflegestudium ein. Entsprechende Mittel zur Förderung der Akademisierung der Pflege sind im Haushaltsentwurf 2022 vorgesehen.

In einer Mitteilung beklagte Holetschek am Dienstag einen erheblichen Rückgang an Pflegestudierenden. Wiederholt habe man den Bund auf die fehlende Finanzierung der Praxisphasen des primärqualifizierenden Pflegestudiengangs aufmerksam gemacht. Passiert sei bisher nichts. Mit einem Stipendienprogramm wolle Bayern daher in Vorleistung gehen.

Anreize für primärqualifizierendes Studium schaffen

Mit Hilfe von Stipendien will Holetschek den Anreiz vergrößern, ein primärqualifizierendes Pflegestudium aufzunehmen. Er zeigte sich zuversichtlich dass die Mittel vom Landtag bewilligt werden. „Das wäre ein wichtiges und notwendiges Signal für diesen Studiengang und die Pflege insgesamt, so der Gesundheitsminister.

Auch den Bund rief er zum Handeln auf: „Klar ist: Der primärqualifizierende Studiengang Pflege muss deutschlandweit auf attraktive Beine gestellt werden.“

Der Deutsche Pflegerat (DPR) und die Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft (DGP) hatten bereits im Frühjahr ein Einbrechen der Studierendenzahlen verzeichnet und zu einem massiven Gegensteuern aufgefordert. Unter anderem sei eine Vergütung der umfangreichen Praxiseinsätze der Studierenden notwendig. (ne)

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