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43. Bildung und Gesundheit

  • 2019
  • OriginalPaper
  • Buchkapitel
Erschienen in:

Zusammenfassung

Bildung zählt zu den zentralen sozialen Determinanten von Gesundheit. In modernen Gesellschaften weisen besser gebildete Bevölkerungsgruppen in der Regel geringere Krankheitsrisiken sowie eine durchschnittlich höhere Lebenserwartung auf. Die Daten der Studie „Gesundheit in Deutschland aktuell“ (GEDA 2014/2015-EHIS) zeigen, dass Männer und Frauen mit niedriger Bildung ihren allgemeinen Gesundheitszustand schlechter einschätzen und häufiger von gesundheitlichen Einschränkungen berichten als Personen mit hoher Bildung. Erkrankungen wie Diabetes, koronare Herzkrankheit und Depressionen treten bei Personen mit niedriger Bildung deutlich häufiger auf als bei Höhergebildeten. Bildungsunterschiede zeichnen sich auch für die meisten gesundheitlichen Risikofaktoren ab. So nimmt z. B. der Anteil der Personen, die von Bluthochdruck und Adipositas betroffen sind, mit sinkendem Bildungsniveau zu. Personen mit hoher Bildung weisen hingegen ein gesünderes Bewegungs- bzw. Ernährungsverhalten auf und rauchen seltener. Angesichts dieser Zusammenhänge erscheint es auch aus Public-Health-Sicht sinnvoll, gezielt in Bildung zu investieren, Bildungschancen zu verbessern und bestehende Bildungsungleichheiten abzubauen.
Titel
Bildung und Gesundheit
Verfasst von
Benjamin Kuntz
Julia Waldhauer
Claudia Schmidtke
Thomas Lampert
Copyright-Jahr
2019
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-58314-2_46
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