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Bewältigung eines Massenanfalls von Verletzten: Umsetzung eines Krankenhausalarm- und Einsatzplans beim Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt 2024
Der Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt am 20. Dezember 2024 führte zu einer komplexen Schadenslage mit ca. 299 Verletzten und erforderte eine koordinierte notfallmedizinische Versorgung in mehreren Kliniken. Die Universitätsmedizin Magdeburg (UMMD) setzte dabei ihr MANV(Massenanfall von Verletzten)-Konzept, basierend auf den Empfehlungen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Krankenhaus-Einsatzplanung (DAKEP) um. Die strukturierte Alarmierung, die Organisation der Krankenhauseinsatzleitung (KEL) und die gezielte Patientenverteilung ermöglichten eine effiziente Bewältigung der Situation. Um die medizinische Versorgung nach dem Anschlag systematisch zu analysieren, wurde eine anonymisierte Umfrage unter den beteiligten Krankenhäusern durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen eine homogene Verteilung der Verletzungsmuster, mit einem hohen Anteil an stumpfen Traumata und Frakturen. Die Versorgungsprozesse in den ersten 12 h waren durch umfassende radiologische Diagnostik, gezielte operative Erstversorgung, intensivmedizinische Betreuung und psychosoziale Unterstützung gekennzeichnet. Kapazitätsengpässe spielten keine wesentliche Rolle, jedoch wurden Herausforderungen in Informationsübermittlung und Ressourcenzuteilung identifiziert. Die Analyse zeigt, dass die vorbereiteten Strukturen effektiv funktionierten, allerdings in bestimmten Bereichen Optimierungspotenzial besteht. Besonders die Echtzeit-Kommunikation zwischen Versorgungsbereichen und Einsatzleitung sowie die psychosoziale Akuthilfe erwiesen sich als essenziell. Die gewonnenen Erkenntnisse bieten wertvolle Ansätze zur Weiterentwicklung von Krankenhausalarm- und Einsatzplänen für zukünftige Großschadensereignisse.
Die Online-Version dieses Beitrags (https://doi.org/10.1007/s10049-025-01580-x) enthält einen Fragebogen, mithilfe dessen die medizinische Versorgung nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Magdeburg erfragt wurde.
Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.
Krankenhäuser müssen auf außergewöhnliche Schadenslagen, wie einen Massenanfall von Verletzten (MANV) auf dem Weihnachtsmarkt in Magdeburg 2024, vorbereitet sein. Allein in der kurzen Zeit bis zu diesem Bericht haben sich ähnliche Anschläge ereignet, z. B. in New Orleans, München und Mannheim [15]. Auch länger zurückliegende Ereignisse, wie z. B. der Anschlag mit einem LKW als Tatwaffe auf dem Breitscheidplatz in Berlin (2016) und auf der Strandpromenade in Nizza (2016), haben diese Notwendigkeit unterstrichen.
Krankenhäuser müssen auf außergewöhnliche Schadenslagen, wie etwa auf einen MANV, vorbereitet sein
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Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt hierfür eine strukturierte Krankenhausalarm- und Einsatzplanung (KAEP; [11]).
Hintergrund
Am 20. Dezember 2024 fuhr um ca. 19:02 Uhr, deutlich nach Einbruch der Dunkelheit (Sonnenuntergang 16:03 Uhr) ein Einzeltäter mit einem angemieteten SUV(„sports utility vehicle“)-PKW über einen Rettungsweg auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt [12]. Das Fahrzeug durchquerte mit hoher Geschwindigkeit die Menschenmenge auf dem gesamten Marktplatz (ca. 300 m) und setzte die Fahrt für eine Distanz von weiteren ca. 150 m fort, bevor es zum Stehen kam und der Täter gegen 19:05 Uhr festgenommen wurde (Abb. 1).
Zum Zeitpunkt des Anschlags lag die Außentemperatur bei ca. 3–4 °C, es gab teils starken Wind mit Böen bis max. 49 km/h (Beaufortgrad 6) und keinen Niederschlag [5].
Initial kam es zu 5 Todesfällen im Zusammenhang mit den entstandenen Verletzungen. Ein 9‑jähriges Kind und 5 Frauen im Alter von 45–75 Jahren wurden getötet, 41 weitere Personen wurden lebensgefährlich, 90 schwer und mehr als 80 leicht verletzt. Ein weiterer Todesfall trat nach ca. 2 Wochen ein. Die Gesamtzahl der Verletzten wurde durch das Innenministerium auf 299 Personen aktualisiert [12]. Weitere 232 Personen wurden im Rahmen der Geschehnisse psychologisch betreut.
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Aufgrund der noch laufenden juristischen Verfahren im Zusammenhang mit dem Anschlag konnte die Aufarbeitung der präklinischen Abläufe bisher nicht abgeschlossen werden und ist somit nicht Teil dieses Berichtes. Jedoch können die folgenden Ergebnisse einer Umfrage unter den an der Notfallversorgung beteiligten Zentren erste Einblicke in die Herausforderungen dieser Schadenslage liefern.
Methodik
Eine anonymisierte Umfrage unter den beteiligten Traumazentren wurde mittels Onlinetool (LimeSurvey; [16]) im Zeitraum 6.–14. März 2025 durchgeführt. Die Erhebung erfolgte mit dem in der Umfrageeinladung kommunizierten Ziel einer wissenschaftlichen Analyse und mittels Fragebogen (Appendix 1), der an Abteilungen aller Versorgungsstufen des Traumanetzwerks versandt wurde. Eine Teilnahme an der Umfrage wurde als Zustimmung zur anonymen Auswertung und Publikation gewertet. Die Rückmeldungen wurden anhand einer deskriptiven Statistik ausgewertet.
Ergebnisse
Insgesamt nahmen entsprechend der Selbstauskunft 7 überregionale, ein regionales und 3 lokale Traumazentren sowie 5 sonstige bzw. nicht näher klassifizierte Kliniken an der Erhebung teil (Rückläuferquote 89 %). Die Gesamtzahl an aufgenommenen Patienten betrug 257, wobei die jeweils erste Patientenaufnahme im Zeitintervall von 19:34 und 23:08 Uhr erfolgte (Abb. 2). Die Mehrzahl der Betroffenen (51 %) erreichte die Kliniken mit bodengebundenem Rettungsdienst (130 Fälle), während 116 Patienten (45 %) privat oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln kamen und 9 Patienten (4 %) per Luftrettung transportiert wurden.
Abb. 2
Histogramm der Ersteintreffzeiten. Die Graphik zeigt die Anzahl der Krankenhäuser je 30-minütigem Zeitfenster der ersteintreffenden Verletzten nach dem Anschlagsereignis. Gestrichelte Linie Anschlagszeit, 19:02 Uhr
Registriert wurden bei den Sichtungen insgesamt 44 (17 %) schwerstverletzte instabile Patienten der roten Kategorie (SK I), 2 von ihnen reanimationspflichtig und zeitnah verstorben, 81 (32 %) schwerverletzte, aber stabile Patienten der gelben Kategorie (SK II) und 131 (51 %) leichtverletzte Patienten der grünen Kategorie (SK III). Laut Angaben der antwortenden Kliniken wiesen insgesamt 15 Patienten (6 %) lebensbedrohliche Verletzungen mit einem Injury Severity Score (ISS; [1]) über 24 auf, während 39 (15 %) Patienten schwere (ISS 16–24), 89 (35 %) Patienten mittelschwere (ISS 9–15) und 114 (44 %) Patienten leichte Verletzungen (ISS 1–8) erlitten hatten. Diese waren, wie in Abb. 3 dargestellt, über die 15 aufnehmenden Zentren verteilt.
Abb. 3
Verteilung der Verletzten auf die primär aufnehmenden Traumazentren. SK I (Sichtungskategorie, rot): vital bedroht – Sofortbehandlung, SK II (gelb): schwer verletzt/erkrankt – dringliche Behandlung, SK III (grün): leicht verletzt/erkrankt – nicht dringliche Behandlung, SK V (schwarz): verstorben
Stumpfe Traumata lagen in mehr als 99 % der benannten Fälle als Verletzungsmechanismus vor, während nur in einem Fall (< 1 %) ein penetrierendes Trauma vorlag. Die häufigsten Verletzungsmuster umfassten 90 (35 %) Fälle von Frakturen der oberen (39 Fälle; 15 %) und unteren (51 Fälle; 20 %) Extremitäten. Zudem traten 12 Fälle (5 %) von Schädel-Hirn-Trauma, 10 (4 %) Wirbelsäulenverletzungen sowie je 15 (6 %) Thorax- oder Abdominaltraumata auf, wobei in 18 (7 %) Fällen ein Polytrauma festgestellt wurde.
In den ersten 12 h nach der Aufnahme wurden insgesamt 97 (38 %) Notfall-CTs (Computertomographien) durchgeführt, während 35 (14 %) Patienten einer operativen Versorgung unterzogen wurden. Die Zahl der Intensivpflichtigen lag bei 50 (19 %).
Eine akute psychische Belastungsreaktionen zeigte sich bei 103 (40 %) Patienten, während 95 (37 %) Betroffene einen Bedarf an psychologischer Notfallbetreuung aufwiesen. Zusätzlich wurden 165 Angehörige und körperlich unversehrte Begleitpersonen mitbetreut.
In den ersten 48 h nach dem Anschlag mussten keine Patienten aufgrund von Kapazitätsengpässen in externe Zentren weiterverlegt werden, während medizinische Notwendigkeiten nur in 5 Fällen (1,9 %) eine Verlegung zur weiteren Akutversorgung erforderten.
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Die Befragung zu Verbesserungspotenzialen ergab 6 Anmerkungen: Zu den häufig genannten Herausforderungen zählten ungenaue Informationen über die zu erwartenden Patienten und deren Zustand, während als positiv hervorgehoben wurde, dass die vorhandenen Kapazitäten zur Notfallversorgung ausreichten.
Am Beispiel der Universitätsmedizin Magdeburg soll im Folgenden die konkrete Umsetzung eins MANV-Konzeptes aus Sicht der Krankenhauseinsatzleitung (KEL) dargestellt werden, während im folgenden Artikel von Braun et al. in dieser Ausgabe auf die Bedeutung des ZONK/LArS (Zentraler Operativer Notfallkoordinator/Leitender Arzt Sichtung) in der Koordination der Verletztenversorgung fokussiert wird.
Umsetzung des MANV-Konzeptes UMMD
Das MANV-Konzept der Universitätsmedizin Magdeburg (UMMD) beinhaltet eine klare Alarmierungskette, die mit der Einschätzung der Lage durch den 1. ärztlichen Anwesenheitsdienst (X1-Dienst) der Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie (KAIT) beginnt (Abb. 4).
Abb. 4
Alarmierungskette gemäß MANV-Konzept der Universitätsmedizin Magdeburg. KEL Krankenhauseinsatzleitung, MANV Massenanfall von Verletzten, X1-Dienst 1. ärztlicher Anwesenheitsdienst der Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie (KAIT), ZNA zentrale Notaufnahme
Ab der höchsten Eskalationsstufe, MANV 3, sieht die KAEP eine extensive Ressourcennutzung vor
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Dieser entscheidet anhand der geltenden Alarmstufen über die notwendigen Maßnahmen. Die niedrigste Stufe (MANV-Stufe 0) dient lediglich der Vorinformation relevanter Krankenhausbereiche, während ab MANV-Stufe 1 eine gezielte Alarmierung der Mitarbeitenden erfolgt. Ab MANV-Stufe 3, der höchsten Eskalationsstufe, sieht die KAEP eine extensive Ressourcennutzung vor [11, 14]. Die Alarmierung erfolgt über das digitale Alarmierungssystem FACT24, das eine schnelle Benachrichtigung ermöglicht, Unterstützungsprozesse startet und Rückmeldung über die verfügbaren Personalressourcen gibt. So werden im ersten Schritt die Zugänglichkeit von Räumen abgesichert, die Einrichtung einer Mitarbeiterregistrierung und des Krisenstabs initiiert, während parallel die Vorbereitungen zur Sicherstellung der Krankenversorgung stattfinden.
Die zentrale Steuerung der Krankenhausprozesse in einer MANV-Lage übernimmt die KEL. Sie gliedert sich in 6 Sachgebiete: S1 Personal, S2 Lage, S3 Medizinische Einsatzleitung, S4 Versorgung (einschließlich Logistik, Wachschutz und Versorgungsgüter), S5 Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie S6 Technik (Abb. 5).
Abb. 5
Initialer Aufbau der Krankenhauseinsatzleitung und Leitung zentraler Versorgungsbereiche der Universitätsmedizin Magdeburg. KAIT Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie, ZONK Zentraler Operativer Notfallkoordinator, LArS Leitender Arzt Sichtung, ZIM Zentrum für Innere Medizin, ZNA zentrale Notaufnahme, X1- bzw. X3-Dienst 1. bzw. 3. ärztlicher Anwesenheitsdienst der Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie (KAIT)
Die Medizinische Einsatzleitung (MEL) überwacht und koordiniert als Teil der KEL im Krisenstab die medizinischen Abläufe und steht in engem Austausch mit dem ZONK. Die medizinische Priorisierung der Patienten erfolgt durch den LArS. Die enge Zusammenarbeit von MEL, ZONK und LArS wird im nachfolgenden Artikel dargestellt.
Entscheidend im MANV-Konzept der UMMD ist das Raumkonzept zur Steuerung der Patientenströme
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Ein entscheidender Bestandteil des umgesetzten MANV-Konzeptes ist das spezifische Raumkonzept zur Steuerung der Patientenströme. Die Schwerstverletzten der Sichtungskategorie I wurden in den Schockräumen der Zentralen Notaufnahme (ZNA) behandelt. Für die Schwerverletzten der Kategorie II wurde eine speziell vorbereitete Aufnahmestation eingerichtet, während Leichtverletzte in einer nahegelegenen chirurgischen Ambulanz versorgt wurden.
Neben der medizinischen Versorgung beinhaltet das Konzept auch Handlungsanweisungen für den Wachschutz, die primär die Verkehrsführung und die Zugangskontrolle zum Hauptgebäude regeln. Zudem ist eine psychosoziale Akuthilfe (PSAH) für Betroffene, Angehörige und das Personal vorgesehen, die in einem separaten Bereich durchgeführt wird [2].
Ablauf der Vorbereitungen und Maßnahmen durch die KEL der UMMD
Die Rettungsleitstelle meldete der Zentralen Notaufnahme um ca. 19:15 Uhr einen Massenanfall von ca. 60 Verletzten (MANV). Es erfolgte umgehend die Information der diensthabenden Oberärztin der Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie, welcher initial die Gesamtverantwortung oblag. Um 19:20 Uhr wurde die MANV-Stufe 0 zur Alarmierung aller anwesenden Dienste sowie Funktionsbereiche über die Telefonzentrale ausgelöst. Die Zentrale Notaufnahme war gegen 19:25 Uhr für Patienten der Sichtungskategorie I (Schwerstverletzte) aufnahmebereit. Die bis dahin anwesenden Patienten wurden stationär aufgenommen oder entlassen, die Schockraum-Teams definiert, die Behandlungsplätze mit Material und Personal ausgestattet und der Sichtungsbereich zur Eingangssichtung aufgebaut.
Um 19:43 Uhr erfolgte die Auslösung der Alarmierungsstufe MANV 3. Innerhalb von 20 min wurden insgesamt 863 Mitarbeitende aus 23 vordefinierten Fachgruppen per Kurznachricht und Anruf (FACT24-System; [7]) benachrichtigt. Insgesamt haben 201 Mitarbeitende den Alarm positiv quittiert. Insgesamt wurden über 500 Mitarbeitende der UMMD in der Nacht zusätzlich registriert, die über andere Informationskanäle (u. a. private Messengerdienste, Social Media) auf die Schadenslage aufmerksam wurden.
Es erfolgte planmäßig die Räumung der Aufnahmestation für die Versorgung von Patienten der Sichtungskategorie II (Schwerverletzte), die Inbetriebnahme der Neurochirurgischen Ambulanz zur Versorgung der Patienten der Sichtungskategorie III (Leichtverletzte), die Einrichtung der Mitarbeiterregistrierung, die Öffnung der Hauptzufahrt und die Besetzung neuralgischer Punkte mit Sicherheitspersonal. Zum Zeitpunkt der MANV-Meldung wurden 2 Operationen im Zentral-OP durchgeführt, eine konnte zeitnah beendet werden. Die Aufrüstung eines Aufwachraumes für zusätzliche Überwachungskapazitäten wurde initiiert.
Der erste Patient traf um 19:34 Uhr im Sichtungsbereich ein. Der zeitliche Verlauf der kumulativen Anzahl von Verletzten an der UMMD ist Abb. 6 zu entnehmen. Eine detaillierte Darstellung der Sichtung und weiteren Versorgung dieser Patienten ist Beitrag von Braun et al. in dieser Ausgabe zu entnehmen.
Abb. 6
Zeitlicher Verlauf des Eintreffens von verletzten Personen an der Universitätsmedizin Magdeburg (kumulativ). SK I (rot): vital bedroht – Sofortbehandlung; SK II (gelb): schwer verletzt/erkrankt – dringliche Behandlung; SK III (grün): leicht verletzt/erkrankt – nicht dringliche Behandlung; SK IV (blau): ohne Überlebenschance – palliative Versorgung; SK V (schwarz): verstorben
Die KEL war um 20:07 Uhr einsatzbereit und um 20:12 Uhr vollständig besetzt. Es erfolgte eine fernmündliche Meldung der umfangreichen Aufnahmekapazität an die Rettungsleitstelle (mindestens 10 × SK I, 20 × SK II, 50 × SK III sowie Anzahl verfügbarer Intensivbetten). In weiteren telefonischen Kontakten mit der Rettungsleitstelle und dem Leitenden Notarzt vor Ort wurde die Aufnahmebereitschaft aktualisiert und bestätigt.
Es erfolgten etwa 15-minütliche Briefings innerhalb der KEL, in denen jedes Sachgebiet über die aktuelle Situation berichtete. In den Zeiträumen zwischen den Briefings nahmen die Vertretungen der verschiedenen Sachgebiete die ihnen zugeordneten Aufgaben wahr (z. B. wiederholte Beurteilung der medizinischen Lage durch das Sachgebiet 3 – Medizinische Einsatzleitung in Rücksprache mit dem ZONK) und kommunizierten mit Versorgungs- und Strukturbereichen.
Um 20:45 Uhr erfolgte die erste notfallmäßige Operation. Zeitgleich war die Information bei der KEL eingegangen, dass am Unfallort die Kapazitäten von 2 „Behandlungsplätzen 50“ bereits ausgeschöpft und weitere Verletzte vor Ort waren. Ein nahegelegenes Einkaufszentrum und eine Straßenbahn wurde ebenfalls zur Notfallbehandlung bzw. zur Unterbringung eingesetzt. Zeitgleich wurde seitens des Krisenstabs die interne Einsatzbereitschaft der Psychosozialen Akuthilfe mit Unterstützung des Peer-Supports [4] zurückgemeldet. Gegen 21:30 Uhr wurde mit der zweiten traumatologischen Notoperation begonnen.
Eine Gefährdung von Helfenden durch einen „second hit“ konnte zunächst nicht ausgeschlossen werden
Bedingt durch falsche bzw. unbestätigte Meldungen in den (Sozialen) Medien und eine insgesamt unsichere Informationslage war es zu diesem Zeitpunkt und über einen Zeitraum von mehreren Stunden unklar, ob es sich um ein statisches oder dynamisches Lagebild handelte, denn zeitweise musste von mehreren Tatorten und Tätern ausgegangen werden. Auch eine Gefährdung von Helfenden im Sinne eines zweiten Anschlags („second hit“) bei Terrorlagen konnte zunächst nicht ausgeschlossen werden [3]. Gegen 22:00 Uhr erfolgte die Information von Sicherheitsbehörden, dass von einem Einzeltäter ausgegangen wird. Bis dahin erschwerte die unklare Lage die Arbeit des Krisenstabs in dem Sinne, dass eine Verhältnismäßigkeit für Vorbereitungen auf höhere Verletztenzahlen und die Optionen einer Deeskalation von Maßnahmen zunächst nicht fundiert geprüft werden konnten. Erfreulicherweise kam es im Rahmen der Maßnahmen in der Anschlagsnacht nicht zu relevanten Sicherheitsverstößen in den Versorgungsbereichen des Klinikums. Sensible Bereiche des Universitätsklinikums, insbesondere die Zentrale Notaufnahme sowie der Versorgungsbereich der Psychosozialen Akutversorgung, wurden gezielt durch eine verstärkte Präsenz des privaten Sicherheitsdienstes geschützt. Zusätzlich sicherten 2 Polizeibeamte die Notaufnahme ab.
Um 23:15 Uhr ging die Mitteilung ein, dass die Unfallstelle geräumt sei und keine weiteren Verletzten zu erwarten wären. Vor diesem Hintergrund wurde die Deeskalation der Lage eingeleitet (z. B. zusätzliches Personal wurde aus der Bereitschaft entlassen, Behandlungsbereiche aufgelöst). Um 23:30 Uhr wurden 3 weitere Patientinnen und Patienten operativ versorgt und 3 zusätzliche dringliche Operationsindikationen lagen vor, welche im Verlauf der folgenden Stunden abgearbeitet wurden. Die KEL wurde ab ca. 1:30 Uhr aufgelöst. Der Abschluss der letzten operativen Notfallversorgung erfolgte um ca. 2:50 Uhr.
Die Psychosoziale Akuthilfe hat am Anschlagsabend ca. 35 Familien betreut und die Suche von 38 Patienten durch ihre Angehörigen unterstützt (s. separater Beitrag).
Die Telefonzentrale der UMMD hat am Anschlagsabend ca. 1000 Anrufe bearbeitet, wobei die Kommunikation zum Teil in englischer Sprache geführt werden musste.
Das öffentliche Interesse und die Anteilnahme der Bevölkerung an dem Leid der Betroffenen und ihrer Versorgung war sehr groß. Im Vergleich zu normalen Freitagen im Dezember haben sich die Zugriffe auf die Website der UMMD etwa verdreifacht. Am Folgetag waren es fast 8‑mal so viele Zugriffe wie an vergleichbaren Tagen.
Am 21. Dezember 2024 erfolgte um 9:00 Uhr die erste Nachbesprechung mit Mitgliedern der KEL und Behandlungsbereichen. In diesem Kontext wurden u. a. die Ein- und Zuteilung notwendiger Betten- und Personalressourcen, materielle Aufrüstung und die weitere Versorgung der Patienten besprochen. Im Tagesverlauf erfolgte die operative Versorgung, die Patientenidentifikation inklusive Zusammenführung der Fälle sowie die Veröffentlichung einer Mitarbeiterinformation. Um 18:00 Uhr und am 23. Dezember 2024 erfolgten erneute Nachbesprechungen, und die Mitarbeitenden wurden im Zuge einer Mitarbeiterversammlung über die Geschehnisse und Unterstützungsangebote informiert. Eine dezidierte Auswertung aller innerklinischen Abläufe erfolgte in 9 bereichsbezogenen Terminen im Zeitraum 8.–13. Januar 2025. Die hieraus abgeleiteten Optimierungsoptionen werden seitdem in der AG KAEP fortlaufend bearbeitet.
Der letzte MANV-Patient an der UMMD konnte am 03. Februar 2025 aus der stationären Behandlung entlassen werden.
Diskussion
Die Ergebnisse der dargestellten Umfrage unter den Krankenhäusern, die an der Primärversorgung der Verletzten beteiligt waren, zeigen auf, dass bei einer Schadenslage dieses Ausmaßes eine große Zahl von Zentren, auch überregional, insbesondere an der Versorgung von Schwerstverletzten beteiligt ist. Die Versorgungskapazitäten der versorgenden Zentren haben sich erfreulicherweise als suffizient herausgestellt, vermutlich aufgrund der gezielten rettungsdienstlichen Verteilung der Verletzten und der verhältnismäßig homogenen Verletzungsmuster der Schwerverletzten. Hier wäre aus Sicht der versorgenden Zentren eine frühzeitige Information über die Anzahl und den Zustand der zugewiesenen Verletzten wünschenswert.
Wünschenswert ist eine frühzeitige Information über Anzahl und Zustand der zugewiesenen Verletzten
Zugleich weisen die Ergebnisse auch daraufhin, dass besonders in den nähergelegenen Zentren mit einer hohen Anzahl von Selbstzuweisungen zu rechnen ist, die mittelschwere und leichte Verletzungen und einen hohen Bedarf an psychosozialer Akuthilfe aufweisen.
„Lessons learned“ bezüglich der Umsetzung der KAEP an der UMMD
Die Umsetzung des zuletzt im September 2024 aktualisierten MANV-Konzepts der UMMD stützt sich auf eine Reihe detaillierter Handlungsanweisungen und Checklisten, die mindestens jährlich und bei relevanten Anpassungen in Pflichtschulungen allen Mitarbeitenden vermittelt werden. Durch diese standardisierten Prozesse konnte in der Anschlagsnacht auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt am 20. Dezember 2024 eine strukturierte Notfallbewältigung gewährleistet werden. Die schnelle Alarmierung, die klare Führung durch die KEL, LArS und den ZONK sowie die gezielte Patientenverteilung haben entscheidend dazu beigetragen, dass die hohe Zahl von Verletzten effektiv versorgt werden konnte. Auch die umgehend große mediale Aufmerksamkeit und Informationen über Soziale Medien hat sicherlich dazu beitragen, dass sich sehr viele Fachkräfte spontan (ohne Alarmierung) sowohl am Einsatzort als auch in den versorgenden Krankenhäusern einfanden. In der anschließenden Analyse wurden sowohl erfolgreiche Maßnahmen als auch Optimierungspotenziale identifiziert, die in zukünftige Anpassungen des MANV-Konzeptes einfließen werden.
Identifiziert wurden neben erfolgreichen Maßnahmen auch Optimierungspotenziale
Im Rahmen der klinikinternen Aufarbeitung der Ereignisse ergaben sich hinsichtlich des Schwerpunktes KAEP und KEL die folgenden Schlussfolgerungen.
1.
Das „Konzept zur Bewältigung eins Massenanfalls von Verletzten (MANV)“ der UMMD mit den Kernelementen KEL, LArS und ZONK sowie dem damit verbundenen Raumkonzept für die Versorgungsbereiche hat sich bewährt. Die jährliche Pflichtschulung der Mitarbeitenden aus den Kernbereichen, wie z. B. ZNA, OP und Intensivstation, in Präsenz, hybrid oder digital wurde in der Auswertung des Einsatzes als sehr wichtig und hilfreich angesehen und eine Ausweitung auf alle Mitarbeitenden empfohlen.
2.
Während die Nutzung eines digitalen Alarmierungssystems (FACT24; [7]) als sehr hilfreich empfunden wurde, hat der Realeinsatz auch gezeigt, dass eine sorgfältige Programmierung des Systems mit hinterlegten Qualifikationen und Leitungsfunktionen der registrierten Personen sowie den MANV-Stufen entsprechenden Sollzahlen der verschiedenen Personengruppen von hoher Relevanz ist, um eine zeitnahe und am konkreten Versorgungsbedarf ausgerichtete personelle Besetzung sicherzustellen.
3.
Die inhaltliche Zusammenstellung der KEL und die Zusammenarbeit mit dem ZONK, den Versorgungsbereichen und Abschnittsleitungen wurden insgesamt als sehr konstruktiv und unterstützend bewertet. Die schriftlichen, kurz gehaltenen, rollenspezifischen Handlungsempfehlungen und entsprechenden farbkodierten Funktionswesten haben eine gute Orientierung gegeben und die strukturierte Umsetzung maßgeblich unterstützt. Eine Live-Kamera-Übertragung des in der ZNA genutzten ZONK-Boards [14] und der Rettungsstellenzufahrt (ZNA) wurde seitens der KEL als sehr hilfreich empfunden, um unkompliziert eine Echtzeitübersicht über alle derzeit zu versorgenden Verletzten zu erhalten und die patientenversorgenden Bereiche teilweise von weiterer Kommunikation zu entlasten. Im Sinne der möglichst effektiven und ausfallsicheren Kommunikation zwischen den Bereichen empfiehlt es sich, alle zur Verfügung stehenden Kommunikationsmittel (Videoübertragungen, DECT[Digital Enhanced Cordless Telecommunications]- und Mobilfunktelefonie, DSGVO[Datenschutz-Grundverordnung]-konforme Messengerdienste, Einblendungen von Informationen im IT-System des Klinikums, Berichterstattende mit Läuferfunktion) zu nutzen und bei Schulungen und Handlungsanweisungen auf die Notwendigkeit einer Kommunikationsdisziplin hinzuweisen.
4.
Die spontan getroffene Entscheidung, die Medizinische Einsatzleitung als ständig präsente Vertretung in der KEL personell mit einer mobilen Vertretung zur Abstimmung mit ZONK und weiteren Versorgungsbereichen zu ergänzen, hat sich bewährt.
5.
Die personelle und materielle Ausstattung der Funktions- und Versorgungsbereiche gemäß dem eingesetzten MANV-Konzept wurde als adäquat angesehen. Die Realerfahrung zeigt aber auch, dass mit einer hohen Hilfs- und Improvisationsbereitschaft und Verfügbarkeit von Personal in allen Professionen und Ressorts zu rechnen ist. Diese Erfahrung sollte man zum Anlass nehmen, die im Konzept hinterlegte Mindestbesetzung der Bereiche um eine Idealbesetzung bei ausreichender Verfügbarkeit zu ergänzen, sodass in der Anwendung mehr automatische Personalzuteilung und sinnvolle Nutzung der vorhandenen Personalressourcen möglich wird und weniger aktive Steuerung durch die KEL notwendig ist. Dies betrifft insbesondere die zusätzliche Ausstattung der KEL, ZONK, Versorgungsabschnittsleitungen mit zusätzlicher Dokumentations‑, Läufer- und Lotsenunterstützung.
6.
Für eine bessere Übersicht bezüglich des zur Verfügung stehenden Personals sollten qualifikationsspezifische Sammelstellen in der Nähe, aber nicht unmittelbar in den jeweiligen Versorgungsbereichen eingerichtet werden, in denen sich das zentral registrierte Personal aufhält und bereits eingesetztes Personal verstärken oder ablösen kann. Auf diese Weise können sich auch vor Einsatz schon Behandlungsteams formieren.
7.
Eine umfängliche Vorplanung der materiellen Versorgung, insbesondere bereits bestückte Behandlungswagen, Speisen und Getränke, aber auch Dokumentationsmaterialien für alle beteiligten Bereiche, inklusive Mitarbeiterregistrierung, Sammelstellen, Krisenstab, Intensivstationen, Radiologie, Labormedizin, OP und PSAH wurde als entlastend und für die Erhaltung der Leistungsfähigkeit über einen längeren Zeitraum als wichtig bewertet.
8.
Die in der Anschlagsnacht improvisierte fernmündliche Kommunikation der KEL mit der Rettungsdienstleitstelle und der Einsatzleitung am Ereignisort sollte in Vorbereitung auf zukünftige Ereignisse klarer hinsichtlich der zu nutzenden Kommunikationskanäle vorstrukturiert und mit elektronischen Maßnahmen wie dem MANV-Modul des Interdisziplinären Versorgungsnachweises (IVENA; [6, 9, 13]) unterstützt werden.
9.
Bei der Überprüfung des IT-Konzeptes ist vor allem auf eine einfache, idealerweise schon für mindestens 100 Personen erfolgte Fallanlage im Krankenhausinformationssystem zu achten, die eine schnelle Befundzuordnung und einfache nachträgliche Ergänzung von Geburtsdatum, Geschlecht und weiteren Stammdaten ermöglicht. Hierbei ist zu beachten, dass Mitarbeitende unter Umständen nicht in ihren alltäglichen Strukturen tätig werden und daher über die entsprechenden IT-Nutzungsrechte verfügen müssen, um zugreifen zu können.
10.
Bestehende Konzepte sind in aller Regel entsprechend der geltenden Empfehlungen primär auf eine effektive Eskalation mit dem Ziel einer möglichst schnellen und umfangreichen Versorgungskapazität ausgelegt. Die konkrete Erfahrung zeigt, dass es sich jedoch auch empfiehlt, die KAEP um Konzepte zur Deeskalation der Lage zu ergänzen.
11.
In Hinblick auf das große öffentliche Interesse bei Großschadenslagen ist es empfehlenswert, die Öffentlichkeitsarbeit für den Akutfall vorzustrukturieren und situationsgerecht anpassbares, idealerweise mehrsprachiges Informationsmaterial auf Social-Media-Kanälen proaktiv zu verteilen, um einer hohen Anzahl redundanter Anfragen entgegenzuwirken. Bezüglich der akuten Erweiterung von Informationshotlines ist neben der notwendigen personellen Verstärkung möglichst auch auf Englischkenntnisse zu achten, um eine Verständigung mit internationalen Anrufenden zu ermöglichen.
Weitere Ergebnisse der Aufarbeitung finden sich in den übergreifenden „lessons identified“ im Beitrag von Walcher et al. in dieser Ausgabe.
Fazit für die Praxis
Für eine möglichst effektive, ausfallsichere Kommunikation empfiehlt es sich, alle zur Verfügung stehenden Kommunikationsmittel zu nutzen und regelmäßig auf die Notwendigkeit einer Kommunikationsdisziplin hinzuweisen.
Mit einer hohen Hilfs- und Improvisationsbereitschaft und Verfügbarkeit von Personal ist zu rechnen. Im Idealfall erfordert die Nutzung der sich daraus ergebenden Ressourcen weniger aktive Steuerung durch die KEL (Krankenhauseinsatzleitung).
Eine umfängliche Vorplanung der materiellen Versorgung ist wichtig für den Erhalt der Leistungsfähigkeit über längere Zeiträume.
Zu beachten ist, dass Mitarbeitende ggf. über erweiterte IT-Nutzungsrechte verfügen müssen, etwa um individuelle Datensätze kontinuierlich ergänzen zu können.
Die KAEP (Krankenhausalarm- und Einsatzplanung) sollte möglichst auch um Konzepte zur Deeskalation des Einsatzes ergänzt werden.
Die Öffentlichkeitsarbeit für einen Akutfall sollte vorstrukturiert und auch Social-Media-Kanäle proaktiv genutzt werden.
Danksagung
Die Autoren danken den Teilnehmern der Umfrage und insbesondere allen Helfenden, die zur Bewältigung dieses außergewöhnlichen Ereignisses beigetragen haben.
Einhaltung ethischer Richtlinien
Interessenkonflikt
R. Werdehausen, I. Kretzschmar, M. Kretzschmar, S. Liske, S. Goll, L.-L. Schwarze, T. Schilling, T. Braun, D. Brammen, U. Ebmeyer und F. Walcher geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.
Für diesen Beitrag wurden von den Autor/-innen keine Studien an Menschen oder Tieren durchgeführt. Für die aufgeführten Studien gelten die jeweils dort angegebenen ethischen Richtlinien.
Open Access Dieser Artikel wird unter der Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz veröffentlicht, welche die Nutzung, Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und Wiedergabe in jeglichem Medium und Format erlaubt, sofern Sie den/die ursprünglichen Autor(en) und die Quelle ordnungsgemäß nennen, einen Link zur Creative Commons Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Die in diesem Artikel enthaltenen Bilder und sonstiges Drittmaterial unterliegen ebenfalls der genannten Creative Commons Lizenz, sofern sich aus der Abbildungslegende nichts anderes ergibt. Sofern das betreffende Material nicht unter der genannten Creative Commons Lizenz steht und die betreffende Handlung nicht nach gesetzlichen Vorschriften erlaubt ist, ist für die oben aufgeführten Weiterverwendungen des Materials die Einwilligung des jeweiligen Rechteinhabers einzuholen. Weitere Details zur Lizenz entnehmen Sie bitte der Lizenzinformation auf http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de.
Hinweis des Verlags
Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.
Bewältigung eines Massenanfalls von Verletzten: Umsetzung eines Krankenhausalarm- und Einsatzplans beim Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt 2024
Verfasst von
Prof. Dr. med. Robert Werdehausen, MHBA
Inga Kretzschmar
Moritz Kretzschmar
Stefanie Liske
Sebastian Goll
Lisa-Lisett Schwarze
Thomas Schilling
Thomas Braun
Dominik Brammen
Uwe Ebmeyer
Felix Walcher
Baker SP, O’Neill B, Haddon W, Long WB (1974) The injury severity score: a method for describing patients with multiple injuries and evaluating emergency care. J Trauma 14:187–196CrossRefPubMed
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Eickhoff A, Engelhard S, Kneubuehl F (2021) IVENA – Optimierung der Patientensteuerung bei Massenanfällen von Verletzten (MANV). Notfall Rettungsmed 24:104–109
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