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24.04.2018 | Leitthema | Ausgabe 3/2018

Notfall +  Rettungsmedizin 3/2018

Belastungen in der Notfallmedizin

Grenzerfahrungen zwischen Macht und Ohnmacht

Zeitschrift:
Notfall + Rettungsmedizin > Ausgabe 3/2018
Autor:
Dr. med. T. Bergner
Wichtige Hinweise

Redaktion

J. Breckwoldt, Zürich
U. Janssens, Eschweiler
Dieser Beitrag stützt sich hauptsächlich auf Studien, die mit Ärzten durchgeführt wurden. Aufgrund der vergleichbaren Belastung des gesamten Notfallteams am Einsatzort und bei der Weiterversorgung sind die hier gemachten Aussagen auch für die nichtärztlichen Mitglieder des Notfallteams anzunehmen. Der Autor bittet darum, den Beitrag entsprechend zu lesen und zu verstehen.

Zusammenfassung

Kollegen im Notfallteam haben einen erfüllenden, zufriedenstellenden Beruf. Die Inhalte, mit denen sie darin konfrontiert werden, sind alles andere als leicht. Die allein daraus resultierenden Belastungen sind hoch. Zusätzlich können Mängel in der Arbeitsorganisation, bei den Arbeitsbedingungen und Probleme im sozialen Kontext Kraft kosten. Aus der immer stärker wirkenden Kommerzialisierung im Gesundheitswesen folgen noch andere Herausforderungen: Vorrangig sind dies zu lange Wochenarbeitszeiten, Zeitverlust durch immer mehr Verwaltungsaufgaben, die auch der juristischen Absicherung dienen, und das Gefühl von Ohnmacht. Diese entsteht auch durch strukturelle Verschiebungen im Gesundheitswesen, welche den ärztlichen Einfluss mindern. So fehlen einerseits als ausreichend empfundene Einflussmöglichkeiten, was bei hoher Belastung zur Grundkonstellation von Burnout führt. Andererseits werden die immateriellen und materiellen Belohnungen als zu gering eingeschätzt, was zu einer Gratifikationskrise führen kann. Hilfe müssen sich die Mitglieder des Notfallteams selbst verschaffen. Es gibt eine Reihe von allgemein anwendbaren Regeln, welche bei Noteinsätzen zum Tragen kommen sollten. Entlastung folgt auch nach der Klärung von individuellen Inhalten. Dabei geht es darum, die eigenen Grenzen zu erkennen, zu verstehen und nach außen hin zu vertreten. Dies gilt für jeden Einzelnen ebenso wie für die Ärzteschaft im Ganzen.

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Literatur
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