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Kardiovaskuläre Erkrankungen stellen eine zentrale Herausforderung für die Versorgung chronisch kranker Patient*innen dar. Advanced Practice Nurses (APN), Pflegefachpersonen mit erweitertem Wissen und spezielisierten klinischen Fähigkeiten, übernehmen hierbei zunehmend komplexe Versorgungsaufgaben. Der bestehende Kenntnisstand über deren konkrete Wirkung auf den Gesundheitszustand dieser Population ist jedoch begrenzt und uneinheitlich.
Zielsetzung
Den bestehenden Wissensstand zu möglichen Auswirkungen der Versorgung von APN auf den Gesundheitszustand von Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen zusammenzufassen und daraus weiteren Forschungsbedarf abzuleiten.
Methode
Es wurde ein Systematized Review gemäß der Methodentypologie nach Grant und Booth durchgeführt. Die Literaturrecherche erfolgte in 2 Datenbanken sowie über ergänzende Handsuche. Eingeschlossen wurden Studien, die sich mit den Auswirkungen von APN auf den Gesundheitszustand von Patient*innen mit kardiovaskulären Erkrankungen befassen. Die Einschlusskriterien umfassten empirische Studien mit qualitativer, quantitativer oder gemischtmethodischer Methodik, die zwischen 2013 und 2023 veröffentlicht wurden. Die qualitative Inhaltsanalyse erfolgte induktiv nach Mayring, ergänzt durch eine kritische Bewertung mittels CASP-Checklisten (Critical Appraisal Skills Programme) und kriteriengeleiteter Analyse nach Mayer et al.
Ergebnisse
Insgesamt wurden 17 Studien in die Analyse eingeschlossen. Die qualitative Inhaltsanalyse identifizierte 3 zentrale Themen: (1) physischer und psychischer Gesundheitszustand, (2) Krankheitswahrnehmung, Selbstfürsorge und Risikomanagement sowie (3) Gesundheitskompetenz, Lebensstil und Lebensqualität. Durch den gezielten Einsatz von APN zeigten sich auf individueller Ebene positive Effekte hinsichtlich Bewegungsförderung, Krankheitsverarbeitung, Adhärenz und emotionaler Stabilisierung. Zusätzlich trugen sie zur Reduktion kardiovaskulärer Risikofaktoren bei. Digitale und geschlechtssensible Interventionen erwiesen sich dabei als besonders wirksam. Studien wiesen zudem auf strukturelle Barrieren in der Rehabilitationsnutzung hin, was die Bedeutung niedrigschwelliger, sozial kontextualisierter Pflegeangebote unterstreicht.
Schlussfolgerung
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass APN einen bedeutenden Beitrag zur Verbesserung des Gesundheitszustands von Patient*innen mit kardiovaskulären Erkrankungen leisten. Ihre Wirkung entfaltet sich auf mehreren Ebenen – insbesondere durch edukative, motivierende und koordinierende Maßnahmen. Um das Potenzial von APN nachhaltig zu nutzen, sollten ihre Kompetenzen systematisch in Versorgungsstrukturen eingebunden sowie gesundheits- und bildungspolitisch gestärkt werden. Zukünftige Forschung sollte sich auf Langzeiteffekte, soziale Determinanten sowie die Wirksamkeit digitaler und partizipativer Pflegeinterventionen konzentrieren.
Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.
Einleitung
Kardiovaskuläre Erkrankungen sind weltweit die häufigste Todesursache und betreffen hochentwickelte Volkswirtschaften wie Österreich, Deutschland und die Schweiz in besonderem Maße. Im Jahr 2019 führten ischämische Herzerkrankungen zu rund 2,1 Mio. Todesfällen und standen damit an erster Stelle vor Alzheimer-Erkrankungen, Demenz und Schlaganfällen (The World Bank 2023; World Health Organization 2020a, b). Innerhalb der Europäischen Union (EU) zeigen sich signifikante Unterschiede in der altersstandardisierten Sterblichkeit, wobei Männer aufgrund häufiger auftretender Risikofaktoren wie Rauchen, Bluthochdruck und Hypercholesterinämie besonders betroffen sind. Während in Ländern wie Litauen, Ungarn und der Slowakei die Sterblichkeitsraten das Drei- bis Vierfache des Durchschnitts der EU erreichen, liegen sie in Frankreich und den Niederlanden deutlich darunter (Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD), European Union (EU) 2022).
Die daraus resultierende Krankheitslast stellt eines der zentralen Versorgungsprobleme moderner Gesundheitssysteme dar. In Österreich verursachen Herz-Kreislauf-Erkrankungen nicht nur eine hohe Morbidität, sondern auch eine erhebliche Zahl an Krankenstandstagen sowie damit verbundene direkte und indirekte Kosten (Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz [BMSGPK] 2021a, b). Diese Entwicklungen sind begleitet von einer steigenden Zahl chronisch erkrankter, oft multimorbider Patient*innen, die über längere Zeiträume hinweg betreut werden müssen. Die Anforderungen an die pflegerische Versorgung steigen dadurch ebenso wie deren Komplexität.
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Gleichzeitig verändern demografischer Wandel, zunehmende Multimorbidität und ein wachsender Fachkräftemangel die Versorgungslandschaft grundlegend (Statistik Austria 2023; Juraszovich et al. 2023; Kozisnik et al. 2023). Dies macht neue Rollenmodelle im Gesundheitswesen erforderlich, insbesondere im Bereich der professionellen Pflege. Advanced Practice Nurses (APN) gelten in diesem Zusammenhang als vielversprechende Antwort auf die gestiegenen Anforderungen. Sie verfügen über ein abgeschlossenes Master-Studium sowie über erweiterte generalistische oder spezialisierte Kompetenzen, die sie befähigen, komplexe klinische Situationen zu bewältigen, evidenzbasierte Entscheidungen zu treffen sowie pflegerische und medizinisch delegierte Leistungen zu erbringen (International Council of Nurses 2020; Leoni-Scheiber und Neumann-Ponesch 2024).
Im Kontext kardiovaskulärer Erkrankungen können APN einen wesentlichen Beitrag zu Qualität und Kontinuität der Versorgung leisten. Ihre Fähigkeit, in komplexen Situationen autonom zu handeln, individualisierte Behandlungspläne zu erstellen sowie Patient*innen und deren Angehörige ganzheitlich zu begleiten, positioniert sie als zentrale Akteur*innen in interdisziplinären Versorgungsteams (Leoni-Scheiber und Neumann-Ponesch 2024). Trotz der zunehmenden Etablierung der Rolle in internationalen Gesundheitssystemen fehlt bislang eine systematische Evidenzlage zur tatsächlichen Wirkung von APN im Bereich kardiovaskulärer Erkrankungen.
Zielsetzung und Forschungsfrage
Ziel dieser Arbeit ist es, den aktuellen internationalen Forschungsstand zu den Auswirkungen der Versorgung durch APN auf den Gesundheitszustand von Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen systematisch zusammenzufassen. Die Ergebnisse sollen zur Einschätzung des pflegerischen Mehrwerts beitragen, bestehende Evidenzlücken identifizieren und eine fundierte Grundlage für zukünftige Forschungs- und Versorgungsstrategien schaffen.
Die zu beantwortende Forschungsfrage lautet: „Welche Auswirkungen hat die Versorgung durch eine APN auf den Gesundheitszustand von Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen?“
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Methodik
Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde ein Systematized Review nach Grant und Booth (2009) durchgeführt. Diese Methode stellen damit eine Brücke zwischen dem wissenschaftlichen Ideal systematischer Evidenzsynthese und den Erfordernissen anwendungsorientierter Forschung dar. Ihre besondere Stärke liegt in der strukturierten Erschließung komplexer Wissensfelder bei gleichzeitiger Offenheit für methodische Vielfalt (Grant und Booth 2009). Dieses Review-Format wurde gewählt, um einen systematischen Überblick über bestehende Studien, die sich mit der Wirkung von APN auf den Gesundheitszustand von Patient*innen mit kardiovaskulären Erkrankungen befassen, zu erhalten. Systematized Reviews wenden eine einheitliche und gleichzeitig praxisnahe Suchstrategie über mehrere Datenbanken hinweg an, um relevante Literatur gezielt zu identifizieren.
Suchstrategie
Für die Suche wurde das spezifische Rechercheprinzip gewählt; dessen Ziel ist es, die wichtigsten Treffer für eine Fragestellung zu identifizieren. Eine spezifische Recherche führt zu einer geringen Gesamtzahl an Treffern, von denen jedoch ein hoher Anteil relevant ist (Hirt und Nordhausen 2022).
Zur Festlegung der Suchkomponenten wurde das PIKE-Schema verwendet. Der Aspekt „P“ (Patient) bezieht sich auf Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen. „I“ (Intervention) beschreibt die Versorgung durch APN. „K“ (Kontrollintervention) bezieht sich auf die traditionelle pflegerische Versorgung. „E“ (Ergebnis) wurde offen gestaltet und entsprechend der Fragestellung definiert.
Als Datenbanken wurden PubMed und Cumulative Index to Nursing and Allied Health Literature (CINAHL) via EBSCOhost genutzt; diese wurden im Zeitraum von Oktober bis Dezember 2023 durchsucht. Zur Identifikation von Synonymen für die Suchbegriffe wurden innerhalb der Referenzen (Titel, Abstract oder Volltext) relevante Stichwörter ermittelt. Dabei kamen sowohl deutsche als auch englische Begriffe zum Einsatz. Im Rahmen der Analyse konnten die englischen Begriffe „cardiovascular disease“, „advanced practice nursing“ und „outcome“ identifiziert werden. Diese wurden mithilfe von Boole-Operatoren kombiniert. Anschließend wurden die Suchstrings auf ihren inhaltlichen Aufbau und ihre Schreibweise geprüft, bevor sie in die Suchmasken der Datenbanken eingegeben wurden. Zudem wurden interne Suchfilter gesetzt. Danach erfolgten die Dokumentation, Sichtung und der Export der Rechercheergebnisse. Details zur Suchstrategie in CINAHL sind im Anhang A abgebildet.
Zusätzlich wurde mit den identifizierten Schlagwörtern über die Berry-Picking-Methode nach Bates (1989) weitere relevante Literatur recherchiert. Diese Methode basiert auf der Idee, dass gefundene Literatur neue Suchansätze liefert, die wiederum zu weiteren relevanten Quellen führen. Abschließend wurde eine Rückwärtssuche durchgeführt, um anhand bestehender Zitationen zusätzliche relevante Literatur zu identifizieren.
Ein- und Ausschlusskriterien
Die Ein- und Ausschlusskriterien wurden anhand von fünf Variablen (Sprache, Zeitraum, Grunderkrankung, Population, Publikation) festgelegt.
Eingeschlossen wurde Literatur, die im Zeitraum von 2013–2023 in deutscher oder englischer Sprache veröffentlicht wurde. Berücksichtigt wurden Studien zu den Grunderkrankungen kardiovaskuläre Erkrankung und Myokardinfarkt, mit einer Zielpopulation von Erwachsenen ab 19 Jahren. Eingeschlossen wurden zudem qualitative, quantitative und Mixed-Methods-Studien sowie Literaturstudien, um ein breites Spektrum relevanter Evidenz abzudecken.
Ausgeschlossen wurde Literatur außerhalb des definierten Zeitraums oder in anderen Sprachen. Ebenso nicht berücksichtigt wurden Studien zu anderen Grunderkrankungen, zu Personen unter 19 Jahren sowie nichtwissenschaftliche Publikationen, darunter Abschlussarbeiten, Bücher, Artikel und nichtüberprüfbare Internetquellen.
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Diese Kriterien wurden gewählt, um ein möglichst breites Spektrum aktueller Literatur einzubeziehen. Entsprechend der Fragestellung wurden die Grunderkrankungen gezielt begrenzt und die Population auf Erwachsene fokussiert. Die Studiendesigns wurden bewusst offengehalten, um mögliche Auswirkungen umfassend abzubilden. Eine Übersicht der Kriterien ist Tab. 1 zu entnehmen.
Tab. 1
Ein- und Ausschlusskriterien. (Eigene Darstellung, 2024)
Variablen
Einschlusskriterien
Ausschlusskriterien
Sprache
Deutsch und Englisch
Alle anderen Sprachen
Zeitraum
Ab 2013
Vor 2013
Grunderkrankung
Kardiovaskuläre Erkrankungen
Myokardinfarkt
Andere Erkrankungen
Population
Erwachsene, ab dem 19. Lebensjahr
Kinder und Jugendliche bis zum Ende des 18. Lebensjahres
Publikationen
Qualitative und quantitative Studien, Literaturstudien, Mixed-Methods-Studien
Bachelor- und Master-Arbeiten, Bücher, Artikel, Internetseiten im Allgemeinen
Screening und Studienauswahl
Die Studienauswahl erfolgte in einem mehrstufigen Screeningverfahren unter Anwendung der im Vorfeld definierten Ein- und Ausschlusskriterien. Zunächst wurden alle identifizierten Treffer aus den durchgeführten Datenbanksuchen in eine Referenzverwaltungssoftware importiert und Duplikate entfernt. Anschließend erfolgte das Titel- und Abstract-Screening, wobei potenziell relevante Studien für die Volltextprüfung vorgemerkt wurden. In der nächsten Phase wurden die Volltexte der verbliebenen Studien hinsichtlich ihrer Relevanz, methodischen Qualität und Übereinstimmung mit der Fragestellung eingehend geprüft.
Datenextraktion und Synthese
Die Datenextraktion erfolgte unter Extraktion zentraler Informationen zu Studiendesign, Stichprobengröße, Titel, Datum, Autor*innen, Jahr, Land und Population. Die Extraktion erfolgte manuell und wurde zur Qualitätssicherung in einer Excel-Tabelle dokumentiert sowie regelmäßig auf Vollständigkeit und Konsistenz geprüft.
Um dem Systematized Review einen strukturieren Rahmen zur Evidenzsynthese zu bieten, wurde eine qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring (2022) durchgeführt. Diese Methode ermöglicht die systematische Verdichtung heterogener qualitativer Daten unter Beibehaltung interpretativer Tiefe (Mayring 2022). Der Analyseprozess basierte auf einem induktiven Ansatz. Zunächst wurden die Charakteristika der eingeschlossenen Studien extrahiert sowie relevante Textpassagen identifiziert und tabellarisch aufbereitet (Tab. 2). Anschließend wurden erste Themenbereiche aus einer Untermenge des Materials entwickelt, schrittweise auf die gesamte Datenbasis angewendet und sukzessive verfeinert, wodurch die Grundlage des weiteren Analyseverlaufs geschaffen wurde.
Tab. 2
Charakteristika der eingeschlossenen Studien. (Eigene Darstellung, 2024)
Verbesserung des Risikoverhaltens, Teilnahme an Rehabilitationsprogrammen und Verbesserung der Lebensqualität; Ermutigung, Motivation und individuelle Schulungen
Erhöhung der körperlichen Aktivität, Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes, bessere Symptomkontrolle; Individuelle, flexible und digitale Versorgung
Physischer und psychischer Gesundheitszustand; Krankheitswahrnehmung, Selbstfürsorge, Risikomanagement
Senkung des HBA1c-Werts, Gewichtsverlust; verbessertes Risikoverhalten (Blutzuckerwerte und Anpassung des Body-Mass-Index); Rehabilitationsprogramm für Frauen
Physischer und psychischer Gesundheitszustand; Krankheitswahrnehmung, Selbstfürsorge, Risikomanagement
Verbesserte Kontrolle von Risikofaktoren (Blutdruck, Cholesterin), vermehrte Raucherentwöhnungen, Verbesserung des Lebensstils; individuell und angepasste Pflege
Reduktion von Angstzuständen, erhöhtes Krankheitsverständnis, bessere Krankheitsbewältigung und Verbesserung der Lebensqualität; kontinuierliche Betreuung und Versorgung
Physischer und psychischer Gesundheitszustand; Gesundheitskompetenz, Lebensstil, Lebensqualität
Förderung des Selbstmanagements, Gesundheitsförderung, verbessertes Krankheitsmanagements, Steigerung der Lebensqualität; Schnittstellenmanagement und individuelle Versorgung
Steigerung der Eigenmotivation, Erhöhung der täglichen Schritte, Steigerung der Selbstfürsorge, besseres Risikoverhalten und Lebensstiländerung, Verbesserung der Gesundheitskompetenzen; E‑Health-Programm, kontinuierliches Feedback und Motivation
Physischer und psychischer Gesundheitszustand; Krankheitswahrnehmung, Selbstfürsorge, Risikomanagement; Gesundheitskompetenz, Lebensstil, Lebensqualität
Erhöhung der körperlichen Aktivität, Förderung von Erholungsprozessen, Verbesserung der Selbstfürsorge und Verbesserung des emotionalen Wohlbefindens; Unterstützung und Motivation
Physischer und psychischer Gesundheitszustand; Krankheitswahrnehmung, Selbstfürsorge, Risikomanagement
Verbesserung des Gesundheitszustandes durch Erhöhung der Gesundheitskompetenzen; individuelle Betreuung (Wissen und Fähigkeiten)
Gesundheitskompetenz, Lebensstil, Lebensqualität
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Die Codierung erfolgte manuell, indem Textstellen systematisch den Kategorien zugeordnet wurden. Die finalen Kategorien wurden in einer narrativen Synthese zusammengeführt, um sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede herauszuarbeiten.
Kritische Würdigung
Eine kritische Bewertung der eingeschlossenen Studien ist gemäß Grant und Booth (2009) nicht zwingend erforderlich, wurde im Rahmen dieser Arbeit dennoch durchgeführt. Zum Einsatz kam dabei ein kombinierter Bewertungsansatz, basierend auf den Checklisten des Critical Appraisal Skills Programme (CASP 2018a, b, c, 2021) sowie den Bewertungskriterien nach Mayer et al. (2021).
Die Auswahl der jeweiligen CASP-Checklisten erfolgte in Abhängigkeit vom Forschungsdesign der eingeschlossenen Studien. Durch die Kombination beider Bewertungsansätze konnte eine differenzierte Einschätzung hinsichtlich der inhaltlichen Relevanz, der ethischen Fundierung sowie der Übertragbarkeit der Ergebnisse in die pflegerische Praxis vorgenommen werden. Die Bewertung erfolgte anhand einer 4‑stufigen Skala mit den Kategorien: adäquat, unklar, problematisch und nicht beurteilbar (Anhang B).
Ergebnisse
Suchergebnisse
Die strukturierte Recherche in den Datenbanken ergab 199 Treffer, von denen 82 aufgrund von Duplikaten entfernt wurden. Die Abstracts der verbleibenden 79 Studien wurden anhand der zuvor definierten Ein- und Ausschlusskriterien gesichtet. Nach dem ersten Screening mussten 65 Artikel ausgeschlossen werden, da sie nicht den Kriterien entsprachen. Die verbleibenden 15 Studien wurden anschließend vollständig gelesen und auf ihre Eignung geprüft.
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Durch die Rückwärtssuche innerhalb der Literaturverzeichnisse sowie eine ergänzende Websuche über Google Scholar konnten 21 weitere Artikel identifiziert werden. Davon wurden 17 ausgeschlossen, da sie die definierten Ein- und Ausschlusskriterien nicht erfüllten. Vier Studien wurden nach Prüfung auf Eignung in die Analyse aufgenommen, wobei 2 aufgrund von Unklarheiten in der Methodik und Datenerhebung nicht berücksichtigt wurden. Insgesamt wurden 17 Forschungsarbeiten in dieses Systematized Review integriert. Der Auswahlprozess ist im Flow-Diagramm nach PRISMA (Preferred Reporting Items for Systematic Reviews and Meta-Analyses) (2020) dargestellt (Abb. 1).
Von den 17 bewerteten Studien wurde das Studiendesign in allen Fällen als adäquat eingestuft. Die Forschungsfrage war in 9 Studien unklar oder problematisch formuliert, die Datenerhebung in 8 Fällen unzureichend beschrieben. Die Ergebnisdarstellung, Datenanalyse, Diskussion, Literaturangaben und der Forschungsstand wurden durchgängig als adäquat bewertet. Ethische Aspekte wurden in 2 Studien unklar behandelt, die Limitationen in einer Studie problematisch benannt. Die Auswahl der Population war in einem Fall problematisch, sonst adäquat. Die Ergebnisse der kritischen Würdigung der eingeschlossenen Studien wurden tabellarisch aufbereitet (Anhang B).
Charakteristika eingeschlossener Studien
Berücksichtigt wurden qualitative und explorative Studien, die tiefere Einblicke in Pflegeerfahrungen bieten, darunter Arbeiten aus Dänemark mit n = 28 (Andersen et al. 2021) und n = 9 (Hansen et al. 2018) Proband:innen, in denen Maßnahmen zur Förderung von Rehabilitationsbeteiligung, individueller Unterstützung und psychoedukativen Interventionen untersucht wurden.
Ebenfalls eingeschlossen wurden randomisierte kontrollierte Studien, die Interventionen unter experimentellen Bedingungen evaluierten, darunter eine Studie aus Indien mit n = 200 zur Verbesserung des Risikoverhaltens und der Lebensqualität durch Schulungen (Arjunan und Trichur 2020), eine US-amerikanische Studie mit n = 104 zur Stressbewältigung und Tabakreduktion durch persönliche Beratung (Grossman 2015), eine Studie aus Singapur mit n = 100 zur metabolischen Risikoreduktion bei Frauen (Low et al. 2018), eine Studie aus der Schweiz mit n = 312 zur motivierenden Gesprächsführung (Mülhauser et al. 2018) sowie eine Studie aus China mit n = 146 zu einem digitalen Gesundheitsprogramm zur Förderung von Selbstfürsorge und Gesundheitskompetenz (Su und Yu 2021).
Zudem wurden 2 prospektive Kohortenstudien sowie eine prospektive Beobachtungsstudie berücksichtigt: eine britische Studie mit n = 210 zu gesundheitsfördernder Informationsvermittlung (Boyde et al. 2015), eine US-amerikanische Kohortenstudie mit n = 380 zur Förderung körperlicher Aktivität (McKee et al. 2018) sowie eine zweite prospektive Studie von Grossman (2015), die zusätzlich zu ihrer RCT-Komponente auch beobachtende Elemente enthielt.
Darüber hinaus umfasste die Analyse eine retrospektive Beobachtungsstudie aus Schweden mit n = 217 zur Kontrolle von Risikofaktoren durch angepasste Pflege (Michelsen et al. 2018), 2 explorative qualitative Studien aus Schweden mit n = 26 (Wieslander et al. 2016) und Singapur mit n = 14 (Woo et al. 2020), die emotionale und physische Selbstfürsorge untersuchten, sowie eine interpretative qualitative Studie aus der Schweiz mit n = 7, in der Erfahrungen von Pflegepersonen zu Angstbewältigung und Gesundheitskompetenz reflektiert wurden (Frohmader et al. 2017).
Zwei Multiple-Case-Studien aus der Schweiz mit n = 15 wurden herangezogen, um verschiedene Versorgungssituationen im Kontext von Selbstmanagement und Lebensqualität zu analysieren (Schlunegger et al. 2022). Ergänzt wurde das Methodenspektrum durch eine qualitative Studie mit Fokusgruppen- und Einzelinterviews aus Österreich mit n = 27 zu Krankheitsbewältigung und Lebensqualität (Qin et al. 2022) sowie eine britische Studie mit n = 16, in der semistrukturierte Interviews zur Erfassung physischer und psychischer Gesundheitsziele durchgeführt wurden (Devi et al. 2022).
Die Charakteristika der eingeschlossenen Studien wurden tabellarisch aufbereitet (Tab. 2).
Ergebnissynthese
Im Rahmen der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring (2022) konnten 3 zentrale Themen identifiziert werden, die die Wirkung von APN auf den Gesundheitszustand von Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen aus verschiedenen Perspektiven erfassen: (1) physischer und psychischer Gesundheitszustand, (2) Krankheitswahrnehmung, Selbstfürsorge und Risikomanagement sowie (3) Gesundheitskompetenz, Lebensstil und Lebensqualität.
Die Ergebnisse der eingeschlossenen Studien lassen sich dabei vorrangig auf der Mikroebene – also der individuellen Wirkungsebene – verorten, zeigen jedoch in Teilen auch Überschneidungen mit strukturellen und kontextbezogenen Faktoren.
Zur besseren Systematisierung wurden die Ergebnisse zusätzlich entlang von 4 Analyseebenen eingeordnet: der Mikroebene (z. B. klinische Effekte und individuelle Gesundheitsverläufe), der Mesoebene (z. B. teambezogene Prozesse und organisationsinterne Strukturen), der Makroebene (z. B. gesundheitspolitische Rahmenbedingungen und systemische Auswirkungen) sowie der sozialen Ebene (z. B. Einbindung von Angehörigen und soziale Unterstützung). Diese Kategorisierung dient der differenzierten Ergebnisdarstellung und bildet zugleich eine analytische Grundlage für die anschließende Diskussion (Tab. 2).
Thema 1: physischer und psychischer Gesundheitszustand (Mikroebene)
Die Auswirkungen von APN auf den Gesundheitszustand von Patient*innen manifestieren sich in verschiedenen Dimensionen. Eine Steigerung der körperlichen Aktivität, die nachweislich mit einem reduzierten kardiovaskulären Risiko und einer verbesserten Überlebensrate nach einem Herzereignis assoziiert ist (McKee et al. 2018), wird häufig durch die kontinuierliche und unterstützende Versorgung durch APN begünstigt. Die begleitenden, informativen und angstreduzierenden Maßnahmen zeichnen diese Betreuung aus und tragen sowohl zur verbesserten Versorgungsqualität als auch zur Krankheitsbewältigung bei (Qin et al. 2022). Die motivierende Gesprächsführung stellt eine zentrale Intervention von APN dar und adressiert emotionale Herausforderungen der Betroffenen. Mülhauser et al. (2018) konnten zeigen, dass die Betroffenen durch diese Methode besser mit Emotionen umgehen konnten. Gleichzeitig wurde berichtet, dass durch gezielte Interventionen von Pflegefachpersonen die Teilnahme an Rehabilitationsprogrammen gesteigert werden und dadurch die körperliche Aktivität und der Gesundheitszustand verbessert werden können (Grossman 2015). Es gibt jedoch auch Hinweise darauf, dass diese Wirkung nicht in allen Fällen eintritt, da Frohmader et al. (2017) berichten, dass motivierende Gesprächsführung nicht immer zu einer erhöhten Teilnahme an solchen Programmen führte.
Innovative Ansätze, wie beispielsweise ein 12-wöchiges E‑Health-Programm, unterstreichen die vielseitigen Möglichkeiten der APN. Su und Yu (2021) konnten in ihrer Studie eine Zunahme der täglichen Schritte im Vergleich zu Kontrollgruppen feststellen, was die Wirksamkeit digital unterstützter Interventionen hervorhebt. Darüber hinaus tragen APN dazu bei, Angstzustände zu reduzieren und das Krankheitsverständnis nach einem akuten Koronarsyndrom zu verbessern, was die Krankheitsbewältigung erleichtert (Qin et al. 2022). Spezifische Rehabilitationsprogramme, insbesondere solche, die geschlechtsspezifischen Bedürfnisse berücksichtigen, haben ebenfalls positive Auswirkungen. Low et al. (2018) zeigten, dass Frauen nach kardiovaskulären Erkrankungen durch maßgeschneiderte Programme eine signifikante Senkung des HbA1c-Werts und stärkeren Gewichtsverlust erreichten. Wieslander et al. (2016) betonen, dass der Erholungsprozess nach einem Myokardinfarkt multidirektional ist und durch physische Aktivitäten, soziale Unterstützung und psychologische Veränderungen gefördert werden kann. Frauen entwickelten beispielsweise neue Interessen und erhöhten ihre körperliche Aktivität durch Gehen oder Schwimmen. Hansen et al. (2018) weisen darauf hin, dass kardiologische Rehabilitationsprogramme zwar das körperliche Wohlbefinden verbessern, jedoch weiterhin psychologische und muskuläre Herausforderungen, die den Erholungsprozess beeinträchtigen können, bestehen.
Thema 2: Krankheitswahrnehmung, Selbstfürsorge und Risikomanagement (Mikro- und Mesoebene)
Mülhauser et al. (2018) konnten nachweisen, dass durch die Intervention von Pflegepersonen eine verbesserte Krankheitswahrnehmung bei den Betroffenen erreicht werden konnte. Dabei wurden tiefere Werte hinsichtlich der Wahrnehmung von Krankheitssymptomen wie Schmerzen, Kurzatmigkeit, Erschöpfung und Kraftlosigkeit festgestellt. Grossman (2015) wies darauf hin, dass die Teilnahme an Rehabilitationsprogrammen das Risikoverhalten der Betroffenen positiv beeinflussen kann, insbesondere durch eine Reduzierung des Tabakkonsums und eine verbesserte Stressbewältigung. Su und Yu (2021) beschrieben ebenfalls, dass die Selbstfürsorgefähigkeit von Patientinnen durch die Intervention von Pflegepersonen gesteigert werden konnte, was zu einem besseren Risikoverhalten beitrug. Michelsen et al. (2018) berichteten, dass eine verbesserte Kontrolle von Risikofaktoren wie Blutdruckhochdruck und hohe Cholesterinwerte, in Kombination mit einer erhöhten Erfolgsrate bei Raucherentwöhnungen, das Risiko für wiederkehrende kardiovaskuläre Ereignisse signifikant senken kann. Gleichzeitig zeigten Andersen et al. (2021) hingegen, dass viele Erkrankte trotz des Potenzials zur Reduktion von Sterblichkeit und Morbidität die Teilnahme an Rehabilitationsprogrammen ablehnen.
Telenursing-Strategien, wie von Arjunan und Trichur (2020) beschrieben, bieten zusätzliche Möglichkeiten zur Überwindung von Barrieren und zur Förderung der Teilnahme an kardiologischen Rehabilitationsprogrammen. Diese Strategien resultierten in einer Optimierung des Risikoverhaltens der Betroffenen. Darüber hinaus konnte nachgewiesen werden, dass eine verbesserte Kontrolle der Blutzuckerwerte sowie die Anpassung des Body-Mass-Index das Risiko kardiovaskulärer Ereignisse langfristig senken können (Low et al. 2018). Bildungsinterventionen, die sich auf Themen wie Ernährung, Bewegung, Raucherentwöhnung sowie die Kontrolle von Blutdruck- und Cholesterinwerten konzentrieren, haben ebenfalls einen positiven Einfluss auf das Risikoverhalten von Erkrankten (Low et al. 2018). Boyde et al. (2015) berichteten, dass Betroffene nach der Entlassung aus der stationären Behandlung gesündere Lebensstiländerungen wie die Raucherentwöhnung und eine gesunde Ernährung vornahmen, was zu einer verbesserten Selbstfürsorge und einem besseren Risikoverhalten führte. Ähnliche Ergebnisse wurden von Wieslander et al. (2016) berichtet, die eine Steigerung der Selbstfürsorge und eine stärkere Achtsamkeit für die eigenen Bedürfnisse bei Frauen nach der Rehabilitation konstatierten. Mohammadpour et al. (2015) konnten durch Bildungsinterventionen, basierend auf Orems Selbstpflegetheorie (Dennis 2001), signifikante Verbesserungen in den Bereichen Wissen, Motivation und praktischen Fähigkeiten zur Selbstpflege aufzeigen. Die Betroffenen konnten neu auftretende Symptome besser erkennen, Risikofaktoren effektiver managen und ihre Therapieadhärenz erhöhen. Hansen et al. (2018) ergänzten, dass die Teilnahme an Rehabilitationsprogrammen die Selbstverantwortung von Erkrankten stärkte. Pflegepersonen spielten hierbei eine zentrale Rolle durch individuelle Betreuung und den Einsatz psychoedukativer Maßnahmen.
Thema 3: Gesundheitskompetenz, Lebensstil und Lebensqualität (Mikro‑, Meso- und soziale Ebene)
Su und Yu (2021) stellten in ihrer Studie fest, dass die Betreuung durch APN bei der Motivation von Betroffenen zu einer Veränderung des Lebensstils beiträgt. Das kontinuierliche Feedback seitens der APN förderte die Eigenmotivation der Betroffenen und führte zu einer Verbesserung der Gesundheitskompetenz in unterschiedlichen Bereichen. Ebenso wurde durch Qin et al. (2022) dargelegt, dass sich die Lebensqualität der Patient*innen durch die Betreuung von APN verbessern lässt. Frohmader et al. (2017) betonten, dass die Fähigkeit zur Zusammenarbeit sowie das Wissen und die Erfahrung von Pflegepersonen einen positiven Einfluss auf die Gesundheitskompetenzen von Betroffenen mit koronarer Herzkrankheit haben. Michelsen et al. (2018) konnten zeigen, dass individuell angepasste, pflegegeleitete kardiologische Rehabilitationsprogramme zu einer nachhaltigen Verbesserung des Lebensstils von Patient*innen führen können. Arjunan und Trichur (2020) berichteten, dass gezielte Schulungen und die Motivation durch APN, dass Risikoverhalten der Betroffenen verbesserten und eine deutliche Steigerung der Lebensqualität bewirkten. Nach einem Zeitraum von 3 Monaten konnte in der Interventionsgruppe eine signifikante Verbesserung der Lebensqualität festgestellt werden, während in der Kontrollgruppe entweder keine Veränderungen oder eine Verschlechterung auftraten. Woo et al. (2020) stellten in ihrer Studie fest, dass der Einsatz von APN die Gesundheitskompetenz und den Gesundheitszustand der Betroffenen positiv beeinflussen kann. In ähnlicher Weise wurde von Mohammadpour et al. (2015) berichtet, dass Bildungsinterventionen die subjektiv wahrgenommene Lebensqualität von Erkrankten messbar steigerten.
Diskussion
Dieses Systematized Review zielte darauf ab, die Auswirkungen von APN auf den Gesundheitszustand von Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen systematisch zusammenzufassen. Auf Grundlage der qualitativen Inhaltsanalyse wurden 3 emergente Themen identifiziert: physischer und psychischer Gesundheitszustand, Krankheitswahrnehmung, Selbstfürsorge und Risikomanagement sowie Gesundheitskompetenz, Lebensstil und Lebensqualität. Die Studien verdeutlichen, dass APN eine wichtige Rolle in der patientenzentrierten Versorgung chronisch kranker Menschen einnehmen. Im Folgenden werden die methodische Ausgangslage, die analytische Ebene, praxisrelevante Implikationen sowie Stärken und Limitationen der Arbeit diskutiert.
Studiendesign
Die in dieses Review eingeschlossenen Studien weisen eine große methodische Bandbreite auf, wobei Querschnittstudien, qualitative Untersuchungen und einzelne experimentelle Designs dominierten. Während qualitative Studien vertiefte Einblicke in subjektive Erfahrungen und individuelle Bewältigungsstrategien erlauben, liefern quantitative Studien wichtige Hinweise auf den Effekt von APN-Interventionen im klinischen Kontext.
Interpretation der Critical Appraisal
Obwohl eine kritische Bewertung der eingeschlossenen Studien gemäß Grant und Booth (2009) für ein Systematized Review nicht zwingend erforderlich ist, wurde im Rahmen dieser Arbeit eine differenzierte Qualitätsbewertung durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Analyse zeigen ein heterogenes Bild hinsichtlich der methodischen Qualität.
Die Bewertung mittels der CASP-Checklisten (CASP 2018a, b, c, 2021) und der Kriterien nach Mayer et al. (2021) zeigten, dass etwa die Hälfte der Studien methodisch als adäquat eingestuft werden konnte. Diese Studien überzeugten durch eine klare Fragestellung, nachvollziehbares Studiendesign, transparente Datenanalyse und fundierte ethische Reflexion. Einzelne quantitative Studien wiesen hingegen Schwächen bei der Beschreibung der Vergleichsgruppen, der Validität der eingesetzten Instrumente sowie bei der Kontrolle von Störfaktoren auf. Auch in qualitativen Arbeiten fehlten mitunter Angaben zur Reflexivität der Forschenden oder zur Übertragbarkeit der Ergebnisse auf andere Kontexte.
Insgesamt zeigte sich, dass insbesondere bei Studien mit einem eher praxisorientierten Fokus die Übertragbarkeit in die pflegerische Versorgung gut begründet war, während methodisch-wissenschaftliche Standards nicht immer vollständig erfüllt wurden. Die kombinierte Bewertung ermöglichte dennoch eine differenzierte Einschätzung der Aussagekraft, auch unter Berücksichtigung praktischer Relevanz und Kontextsensitivität.
Diese Analyse ist für die Interpretation der Ergebnisse wesentlich: Die aufgezeigten positiven Effekte von APN auf individueller (Mikro-), organisatorischer (Meso-) und – in Ansätzen – systemischer Ebene (Makro-) müssen vor dem Hintergrund dieser methodischen Bandbreite betrachtet werden. Zugleich wird der Bedarf an methodisch robusteren Studien mit expliziten pflegerischen Endpunkten und längerfristiger Wirkungsmessung deutlich.
Wirkung von APN auf den Gesundheitszustand von Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen
In Übereinstimmung mit früheren Studien zeigte sich, dass APN durch gezielte Interventionen zur Steigerung der körperlichen Aktivität beitragen und damit das kardiovaskuläre Risiko senken (McKee et al. 2018; Su und Yu 2021). Die Wirkung entfaltet sich dabei auf mehreren Ebenen: auf der Mikroebene in Form individueller Verhaltensänderungen und klinischer Verbesserungen, auf der Mesoebene durch Veränderungen im interprofessionellen Versorgungsprozess, auf der Makroebene durch eine potenzielle Entlastung des Gesundheitssystems und auf der sozialen Ebene durch die aktive Einbindung und Unterstützung von Angehörigen. Diese Ebenen werden im Folgenden differenziert betrachtet, um das Wirkungsspektrum von APN im Kontext kardiovaskulärer Versorgung umfassend darzustellen.
Mikroebene – individuelle Auswirkungen
Auf individueller Ebene stehen insbesondere physiologische Parameter wie Blutdruck, Blutzucker oder körperliche Aktivität im Fokus der Wirksamkeitsanalyse. Die kontinuierliche Unterstützung durch APN ermöglicht es Patient*innen, gesundheitsförderliche Verhaltensweisen besser in den Alltag zu integrieren. Beispielsweise konnte durch motivierende Gesprächsführung, ein zentrales Werkzeug der APN, das Krankheitsbewusstsein gestärkt und emotionale Belastung reduziert werden (Mülhauser et al. 2018; Qin et al. 2022). Diese Form der Kommunikation stellt eine effektive Strategie zur Krankheitsbewältigung dar, wenngleich ihre Wirkung auf die Teilnahme an Rehabilitationsprogrammen nicht durchgängig belegt ist (Andersen et al. 2021; Frohmader et al. 2017). Ergänzend zeigte ein Praxisentwicklungsprojekt im onkologischen Bereich, dass die Arbeit der APN nicht nur die Lebensqualität von Patient*innen mit Kopf-Hals-Tumorerkrankungen und deren Angehörigen verbesserte, sondern auch die Belastung für das interprofessionelle Team senken konnte (Baumgartner et al. 2023).
Mesoebene – Versorgungsprozesse und Zugänglichkeit
Auf der Ebene der Versorgungspraxis zeigt sich, dass APN durch ihre Rolle als Bindeglied zwischen Patient*innen und Gesundheitssystem einen entscheidenden Beitrag zur Versorgungsqualität leisten. Studien berichten von einer verbesserten interprofessionellen Kommunikation, erhöhter Patientenzufriedenheit und einer effizienteren Koordination von Nachsorgeangeboten (Woo et al. 2017; Bauernfeind et al. 2024). Zudem konnte in der ambulanten Versorgung nachgewiesen werden, dass APN gleichwertige Behandlungsergebnisse wie Mediziner*innen erzielen, etwa bei der Betreuung chronisch Kranker (Ambrosch et al. 2020). Der niedrigschwellige Zugang zur Pflegefachperson sowie die längeren, individuell gestaltbaren Konsultationen tragen dabei wesentlich zu Adhärenz und Therapietreue bei.
Gleichzeitig zeigen Untersuchungen, dass nicht alle Patient*innen von bestehenden Rehabilitationsangeboten profitieren. Andersen et al. (2021) verweisen darauf, dass viele Betroffene Rehabilitationsmaßnahmen nicht in Anspruch nehmen, obwohl diese nachweislich die Morbidität und Mortalität senken können. Dies legt nahe, dass zusätzliche Einflussfaktoren wie sozioökonomische Hürden, individuelle Gesundheitsüberzeugungen oder psychische Barrieren zu berücksichtigen sind. Der Erfolg von pflegerischen Interventionen hängt also nicht allein von der inhaltlichen Qualität der Maßnahmen ab, sondern auch von ihrer Kontextsensibilität und individuellen Anpassungsfähigkeit.
Makroebene – strukturelle und systemische Auswirkung
Während die direkte Wirkung von APN auf Patientengesundheit gut dokumentiert ist, zeigen nur wenige Studien die strukturellen Potenziale für das Gesundheitssystem auf. Die Integration von APN in die Versorgung kann laut Bauernfeind et al. (2024) zu einer Verkürzung der Verweildauer, einer Senkung der Wiederaufnahmerate und zu einer insgesamt effizienteren Ressourcennutzung führen. Dies spricht für eine systematische Einbindung von APN insbesondere in komplexe Versorgungskontexte wie die Notfall‑, Langzeit- und Intensivpflege. Die Bedeutung einer personalisierten und fortlaufenden Betreuung wird durch O’Toole et al. (2019) unterstrichen: Hier zeigte sich, dass längere Beratungsgespräche und kontinuierliche Begleitung zu einer erhöhten Teilnahme an Rehabilitationsprogrammen, besseren Rauchentwöhnungsraten und insgesamt zu einer deutlichen Senkung kardiovaskulärer Risikofaktoren führten.
Soziale Determinanten und Kontextfaktoren
In mehreren Studien wurde erkennbar, dass der sozioökonomische Hintergrund, Bildungsgrad und das soziale Umfeld maßgeblich beeinflussen, wie Patient*innen auf APN-Interventionen reagieren (Andersen et al. 2021; Frohmader et al. 2017; Mohammadpour et al. 2015; Woo et al. 2017, 2020). Während einige Programme erfolgreich in die Alltagsrealität integriert wurden, zeigte sich in anderen Fällen eine geringe Nutzung trotz vorhandener Angebote. Dies betont die Notwendigkeit, pflegegeleitete Programme gezielt an soziale Lebenslagen anzupassen sowie kulturell und sprachlich niedrigschwellige Zugänge zu schaffen.
Implikationen für Pflegewissenschaft und -praxis
Die Ergebnisse dieses Reviews haben weitreichende Implikationen für die Pflegewissenschaft und Versorgungspraxis. Erstens zeigen die Erkenntnisse, dass APN in der Lage sind, durch edukative, beratende und koordinierende Maßnahmen das Gesundheitsverhalten positiv zu beeinflussen. Zweitens unterstützen sie die Entwicklung von Selbstmanagementfähigkeiten und fördern die Eigenverantwortung chronisch erkrankter Menschen.
Für die Pflegewissenschaft und -praxis ergibt sich daraus die Notwendigkeit, evidenzbasierte Versorgungskonzepte, die sowohl strukturelle als auch personelle Bedingungen für den effektiven Einsatz von APN berücksichtigen, weiterzuentwickeln. Gleichzeitig bedarf es klarer Kompetenzprofile, die die Tätigkeiten und Wirkbereiche von APN definieren und die Zusammenarbeit im interprofessionellen Team fördern. Die Praxis sollte zudem verstärkt auf digital gestützte Versorgungsmodelle (z. B. E‑Health, Telenursing) setzen, um neue Zugangsmöglichkeiten für vulnerable Patientengruppen zu schaffen.
Auch Patient-Reported Outcomes (PRO) gewinnen in diesem Kontext an Bedeutung. Long et al. (2025) zeigen, dass bereits das Ausfüllen von PRO-Fragebogen – der sog. Mere-Measurement Effect – Verhaltensveränderungen auslösen kann. PROs sollten daher nicht nur als Evaluationsinstrument, sondern auch als pflegerische Intervention genutzt werden. Ihre gezielte Anwendung kann gesundheitsförderndes Verhalten aktivieren und zugleich Versorgungsqualität sowie Patientenpartizipation stärken (Long et al. 2025).
Allerdings schränkt der Mangel an longitudinalen und kontrollierten Studien die Aussagekraft hinsichtlich kausaler Zusammenhänge und nachhaltiger Wirkungen ein. Viele Erkenntnisse basieren auf kurzfristigen Effekten, ohne deren Langzeitwirkung nachzuvollziehen. Zukünftige Forschung sollte stärker auf methodisch robuste, gemischtmethodische Designs zurückgreifen, um sowohl Prozesse als auch Ergebnisse von APN-Interventionen über längere Zeiträume hinweg untersuchen zu können.
Die Evidenzlage verdeutlicht, dass APN auf verschiedenen Ebenen wirken – von der individuellen Gesundheitsförderung über die Optimierung von Versorgungsprozessen bis hin zur Systementlastung. Gleichzeitig bestehen kontextspezifische Herausforderungen, die bei der Entwicklung und Implementierung pflegerischer Interventionen berücksichtigt werden müssen. Um die volle Wirksamkeit von APN zu entfalten, ist eine stärker vernetzte Analyse, die individuelle, strukturelle und gesellschaftliche Einflussfaktoren in den Fokus nimmt, notwendig.
Stärken und Limitationen
Dieses Systematized Review liefert eine strukturierte und fundierte Übersicht über den Einfluss von APN auf den Gesundheitszustand bei kardiovaskulären Erkrankungen. Eine besondere Stärke liegt in der thematischen Bündelung der Ergebnisse, die eine nachvollziehbare Kategorisierung komplexer Wirkzusammenhänge ermöglicht. Die Berücksichtigung unterschiedlicher Studiendesigns erlaubt zudem eine multiperspektivische Betrachtung.
Dennoch sind mehrere Limitationen zu beachten. Die eingeschränkte Anzahl der einbezogenen Datenbanken sowie das Screening durch eine Einzelperson könnten zu einem Selektionsbias geführt haben. Zudem erschwert die methodische und inhaltliche Heterogenität der Studien eine übergreifende quantitative Synthese. Schließlich fehlen in vielen Arbeiten kontextspezifische Angaben zur Umsetzung der APN-Rolle, was die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf andere Versorgungssettings limitiert. Zudem erfolgte die Recherche im Zeitraum von Oktober bis Dezember 2023, wodurch neuere Studien möglicherweise nicht erfasst wurden.
Schlussfolgerung
Diese Arbeit beleuchtet die Auswirkungen der Versorgung durch APN auf den Gesundheitszustand von Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen. Angesichts der global hohen Sterblichkeit durch Herzerkrankungen, insbesondere in Industrieländern, wird die Rolle von APN als eine potenzielle Lösung für die Verbesserung der Patientenversorgung hervorgehoben. APN sind hochqualifizierte Pflegekräfte, die durch motivierende Gesprächsführung, edukative Interventionen und digitale Ansätze wie Telenursing nicht nur die physische Gesundheit, sondern auch die Selbstmanagementfähigkeiten und die Lebensqualität der Betroffenen fördern. Im Rahmen dieses „Systematized Review“ wurden 17 Studien analysiert, um die Effekte von APN-Interventionen zu evaluieren. Die Ergebnisse zeigen, dass APN messbare Verbesserungen in 3 Kategorien bewirken: Erstens fördern sie die physische und psychische Gesundheit durch eine Steigerung der körperlichen Aktivität und eine verbesserte Krankheitsbewältigung. Zweitens stärken sie die Selbstfürsorge und das Risikomanagement, indem sie die Teilnahme an Rehabilitationsprogrammen erhöhen, Tabakkonsum reduzieren und die Therapieadhärenz verbessern. Drittens tragen APN durch geschlechtsspezifische Programme und edukative Ansätze zu einem nachhaltig gesünderen Lebensstil und einer höheren Lebensqualität bei. Trotz der positiven Effekte bestehen Herausforderungen, insbesondere bei der Motivation zur Teilnahme an Rehabilitationsprogrammen. Innovative Ansätze wie digitale Plattformen und geschlechtsspezifische Rehabilitationsangebote können helfen, diese Barrieren zu überwinden. Die Ergebnisse verdeutlichen die Schlüsselrolle von APN im Management kardiovaskulärer Erkrankungen, da sie durch ihre Expertise und individuelle Betreuung einen ganzheitlichen Ansatz zur Verbesserung der Versorgung bieten. Zukünftige Forschung sollte sich auf die Entwicklung standardisierter Outcome-Indikatoren konzentrieren, um die Effekte von APN-Interventionen systematisch zu messen und weiterzuentwickeln. Die vorliegende Arbeit zeigt, dass APN nicht nur eine Ergänzung, sondern eine essenzielle Ressource für eine evidenzbasierte, patientenzentrierte Versorgung darstellen.
Einhaltung ethischer Richtlinien
Interessenkonflikt
S. Pölzl gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht.
Ethische Standards
Da diese Arbeit eine Literaturarbeit ist und keine weitere Erhebung stattgefunden hat, bestehen keine ethischen Bedenken.
Open Access Dieser Artikel wird unter der Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz veröffentlicht, welche die Nutzung, Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und Wiedergabe in jeglichem Medium und Format erlaubt, sofern Sie den/die ursprünglichen Autor(en) und die Quelle ordnungsgemäß nennen, einen Link zur Creative Commons Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Die in diesem Artikel enthaltenen Bilder und sonstiges Drittmaterial unterliegen ebenfalls der genannten Creative Commons Lizenz, sofern sich aus der Abbildungslegende nichts anderes ergibt. Sofern das betreffende Material nicht unter der genannten Creative Commons Lizenz steht und die betreffende Handlung nicht nach gesetzlichen Vorschriften erlaubt ist, ist für die oben aufgeführten Weiterverwendungen des Materials die Einwilligung des jeweiligen Rechteinhabers einzuholen. Weitere Details zur Lizenz entnehmen Sie bitte der Lizenzinformation auf http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de.
Hinweis des Verlags
Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.
((cardiovascular disease OR myocardial infarction OR cardiac rehabilitation) AND („advanced practice nursing“ OR APN) AND (outcome* OR effect* OR impact*) AND (prevention OR secondary prevention) AND (nurs* intervention OR nursing care OR nurs* role)) NOT stroke NOT „COVID-19“
Anhang B
Tab. B.1
Appraisal Summary Teil 1. (Eigene Darstellung, 2024)
Werden aktuelle Forschungserkenntnisse dargestellt?
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Datenerhebung
Ist beschrieben, wie und wann Daten erhoben wurden?
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Population/Stichprobe
Ist die Auswahl der Teilnehmer*innen angemessen?
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Ethische Diskussion
Sind ethische Aspekte berücksichtigt?
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Datenanalyse
Sind die Ergebnisse glaubwürdig?
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Ergebnisdarstellung
Werden die Ergebnisse klar dargestellt?
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Diskussion und Schlussfolgerung
Wird die Bedeutung der Ergebnisse diskutiert?
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Literaturangaben
Sind die verwendeten Quellen nachvollziehbar?
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Limitationen
Werden Limitationen der Studie benannt?
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Ambrosch, C., Mathier, I., Bajusic, I., Bucher, T., Wüst, C. (2020). Treatment Quality through Advanced Practice Nurses (APN) and Clinical Nurses (CN) in Ambulatory Primary Health Care—a retrospective study / Behandlungsqualität durch Advanced Practice Nurses (APN) und Clinical Nurses (CN) in der ambulanten Gesundheitsversorgung – eine retrospektive Studie. International Journal Of Health Professions, 7(1), 84–89. https://doi.org/10.2478/ijhp-2020-0008.CrossRef
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